Mobile wird zur entscheidenden Schnittstelle zwischen Online und Point of Sale.

von Gastautor am 02.September 2019 in News, Trends & Analysen

Smartphone als Shopping-Begleiter (Bild: Shutterstock)

Von Matthias Postel (Gründer und CEO der iCompetence GmbH)

Das Smartphone ist für die Mehrheit der Menschen in Deutschland zum ständigen Begleiter geworden. Das App Business boomt und Nutzer blicken immer häufiger auf den mobilen Schirm, um via Chats oder Social Media zu kommunizieren, per Navigation ihr Ziel zu finden, online zu spielen oder die News zu lesen.

Diese Omnipräsenz macht das Smartphone auch für den Point of Sale interessant: Mit ihm hat eine Mehrzahl der Kunden zugleich mehrere Kommunikationskanäle, Payment-Möglichkeiten und Kundenbindungsprogramme auf einem Endgerät vereint und nachvollziehbar im POS dabei.

Ganz neu ist das nicht: Mit der Möglichkeit, online Preise zu vergleichen, QR-Codes für weitere Informationen zu scannen und Emails mit Rabattcodes an der Kasse vorzuzeigen, steigt die Bedeutung des Smartphones als Kontaktpunkt zum Kunden für den POS schon seit geraumer Zeit. Beacons, die Location-based-Angebote, Informationen und Gutscheine senden konnten, waren dann ein weiterer Schritt, um Kunden gezielt vor Ort anzusprechen.

App als Kundenkarte

Heute ersetzen Apps nicht nur vielfach die Kundenkarten, der Scan der App im Eingangsbereich des Geschäftes ermöglicht auch die Identifizierung des Kunden im Laden und spielt tagesaktuell personalisierte Gutscheine aus. Sollte der Kunde in das WLAN des POS eingeloggt oder entsprechende Registrierpunkte im Laden verteilt sein, steht – mit dessen Einwilligung – dem In-Store Tracking nichts entgegen.

Mobile Payment ist durch Apple Pay & Co auf dem Vormarsch (Foto: Primakov / Shutterstock.com)

Von der Personalisierung der Angebote, die zeitgenau und interessensspezifisch ausgespielt werden, bis zu der Möglichkeit, per Virtual und Augmented Reality den Ladenraum zu erweitern – z.B. beim Möbelkauf die Verbindung mit dem spezifischen Raum, für den das Sofa gedacht war, visuell herzustellen – oder in Verbindung mit Foto-Apps die Haarfarbe an der eigenen Person zu testen oder karten- und bargeldlos zu zahlen, bietet die Nutzung via Smartphone für den Kunden viele Verbesserungen zu seinem Einkaufserlebnis vor Ort.

Verbindung von Online und Offline

Der Vorteil für Unternehmen ist eindeutig: Endlich werden On- und Offlinekanäle, die lange als schwer vereinbar galten, in hoher Qualität vernetzt. So wird mit Ortstracking nicht nur eine kommunikationskanalübergreifende Customer Journey sichtbar, auch die Reaktion darauf, die produktspezifischen Interessen des Kunden mit Verweildauer und Route im Store können gemessen werden, vorausgesetzt, der Kunde hat sich über den App Scan im Laden registriert. Detaillierter als mit der Erfassung der Kunden über das Scannen der Kundenkarte an der Kasse werden so Kundeninteressen und die Wirksamkeit von Werbemitteln sichtbar.

Eine solche Vernetzung bleibt auch bestehen, wenn der Kunde mit dem Smartphone den Laden wieder verlässt. Ob im Büro oder zu Hause, das Mobiltelefon als Second Screen ist immer dabei und oft das erste Gerät, von dem wir morgens geweckt werden und abends das letzte, das wir aus der Hand legen. Eine Customer Journey, 360°, den ganzen Tag, an einem Gerät.

An Mobile kommt man heute und in Zukunft nicht mehr vorbei, weder der Nutzer noch das Marketing und die Analyse. Als Nächstes werden Kunden nach einer zentralen Möglichkeit suchen, ihnen angebotene Werbung via Smartphone nach eigenen Wünschen zu filtern. Es ist nur eine Frage der Zeit.

Über den Autor:

Matthias Postel, Gründer und CEO der iCompetence GmbH (Fotograf: Frank Krems)

Matthias Postel weiß, dass Künstliche Intelligenz nur so intelligent ist wie die Daten, die hinter ihr stehen. 2009 gründete er die Digitalberatung iCompetence GmbH, mit der er als CEO seither Maßstäbe in der Digitalbranche setzt: Als einer der ersten führte er Tag Management in Deutschland ein, entwickelte schon 2013 mit dem Single Point of Truth (SPoT) die Grundlage für intelligente KI und rief 2014 die Digital Intelligence Conference (DiC) ins Leben, auf der ausgewählte Experten jährlich herausragende Entwicklungen der Digitalbranche diskutieren. Mit seiner Firma iCompetence hält er sich dabei an drei Credos: Unabhängigkeit, Wissen und Struktur. iCompetence ist als einzige Beratung in Deutschland in allen gängigen Digital Intelligence Lösungen zertifiziert und berät seine Kunden u.a. aus Handel, Finance und Tourismus unabhängig und auf dem neuesten Kenntnisstand auf dem Weg in eine digitale Zukunft.

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