Neiman Marcus testet nun auch einen digitalen Shopping-Spiegel.

von Christian Bach am 26.Januar 2015 in News

Neiman Marcus Spiegel MirrorShopping-Spiegel sind schwer in Mode: Denn nach der US-Kaufhauskette Nordstrom und dem japanischen Tech-Unternehmen Toshiba experimentiert nun auch Neiman Marcus mit Shopping-Spiegeln. Die US-Nobelhauskette testet den sogenannten MemoryMirror vom Hersteller MemoMi in einer Filiale in Kalifornien. Dieser Spiegel kann 360-Grad-Bilder und Videos von Kunden aufnehmen. Diese Aufnahmen können sich Unentschlossene später auch online noch einmal anschauen und per E-Mail und sozialen Medien mit Freunden teilen. Die Mitarbeiter können bei Bedarf zukünftig auf die gespeicherten Inhalte zugreifen, und für die Beratung nutzen.

Seit zwei Wochen testet Neiman Marcus auch interaktive Einkaufstische. Kunden der Luxusmodekette können in drei US-Städten unter anderem Produktverfügbarkeiten checken und Waren aus dem Online-Shop oder anderen Filialen bestellen. Die Tische stammen von T1Visions, einem Technologie-Anbieter für interaktiver Touchscreens. Bereits Anfang Januar gab das US-Unternehmen bekannt, den Standortbezug und die Personalisierung ausweiten zu wollen. Neiman Marcus zeigt Kunden über die eigene Webseite Events in der nächsten Filialen und beliebte Produkte von Kunden aus der Umgebung an. Nutzer können zudem Fotos hochladen, um darauf abgebildete Produkte zu finden.

Toshiba Digitaler Shopping-SpiegelToshiba setzt zwar auch auf Shopping-Spiegel, aber mit anderen Akzenten. Denn das japanische Tech-Unternehmen hat einen eigenen digitalen Shopping-Spiegel entwickelt, wie Location Insider kürzlich berichtete. Darüber sollen Kunden zukünftig Kleidung per Gestensteuerung probieren können. Der Spiegel nutzt dafür eine Kinect-ähnliche Kamera, Software und Verfügbarkeits-Informationen des Händlers. Toshiba hat den Spiegel auf der Elektronik-Fachmesse International Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas vorgestellt. All diese Beispiele zeigen, dass große Spiegel-Bildschirme in stationären Filialen das nächste große Ding sein könnten. Denn die Technologie verbindet den Online- und Offline-Handel und steigert spielerisch die Interaktion, so dass Kunden ohne Probleme zwischen beiden Welten wechseln können.
retailtouchpoints.com

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