Penny wird Titelsponsor der DEL, Euronics Convention digital, Maskenpflicht und Handelsumsätze.

von Stephan Lamprecht am 08.Juli 2020 in News

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

es wird etwas ruhiger im Posteingang der Redaktion. Das untrügliche Zeichen für das “Sommerloch”, in das sich anscheinend auch der Sommer insgesamt zurückgezogen hat. Jedenfalls deuten die morgendlichen Temperaturen hier im Norden (12 Grad) stark darauf hin. Und eiskalt geht es auch gleich in unseren News weiter.

Tschüss und bis zur nächsten Ausgabe
Ihr Stephan Lamprecht

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Penny wird Titelsponsor der DEL, Aldi Nord nutzt Fiserv

Die höchste Spielklasse im deutschen Eishockey hat erstmals mit Penny einen Titelsponsor gefunden. Bis Ende der Saison 2023–24 heißt die Profiliga damit also „Penny DEL“. Die Kette wird in allen Eishallen prominent beworben. Auch beim Deutschen Eishockey-Bund (DEB) steigt Penny als Premium-Partner ein. Über das finanzielle Engagement schweigen beide Seiten. Verglichen mit Profi-Fußball dürfte es sich aber um eher bescheidene Summen handeln.

Wir sind Ihnen noch eine Meldung schuldig. Vor rund einer Woche hatte Aldi Süd verkündet, Wirecard bei der Abwicklung der Kartenzahlungen durch Payone zu ersetzen. Und was macht Aldi Nord? Der Discounter hat sich für Fiserv entschieden. Wenn Ihnen der Name jetzt nicht ganz so momentan ist: Im Grunde handelt es sich um TeleCash, das zu First Data gehörte, welches im vergangenen Jahr von Fiserv übernommen wurde. Und genau jenes TeleCash hatte Aldi Nord schon früher für die Kartenabrechnungen genutzt, bis es vor einem Jahr zu Wirecard gewechselt war.

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Euronics Convention digital, Maskenpflicht lässt Umsätze nicht schrumpfen

Auch Euronics musste bei seinem Branchentreff bedingt durch die Pandemie umdenken. Und so wird die Summer Convention der Verbundgruppe nicht auf Mallorca veranstaltet, sondern rein digital. Noch im Vorfeld der IFA haben die Teilnehmer die Möglichkeit, sich bei Industriepartnern über deren Produktneuheiten zu informieren. Die Verlagerung in den digitalen Raum hat der Veranstaltung bisher zumindest bei den Teilnehmerzahlen gut getan. Über 1.500 Euronics-Mitglieder und Industrievertreter haben sich angemeldet, mehr denn je.

Da hat sich Erik Maier im Blog der HHL Leipzig Graduate School of Management ordentlich Arbeit gemacht. Auf Basis öffentlich zugänglicher Zahlen hat er sich mit der Maskenpflicht und deren Auswirkungen auf die Handelsumsätze beschäftigt. Bei aller Vorsicht gegenüber der Zahlenbasis scheint es keinen negativen Effekt auf die Umsätze im Handel zu geben. Diese erste Analyse will der Autor aber auch nicht als Freibrief für die wirtschaftliche Unbedenklichkeit verstanden wissen.

Bei Farmy läuft’s, auch Bozen bekommt lokalen Online-Marktplatz

Die Pandemie kurbelt das Thema E-Food gewaltig an. Das gilt auch für die Schweiz. Anders lassen sich die Zahlen von Farmy, drittgrößter Online-Händler für Lebensmittel, nicht interpretieren. Dort kann man vor Kraft kaum laufen. Denn beim Umsatz konnte das Unternehmen um satte 160 Prozent zulegen. Während des Lockdowns in der Schweiz haben sich die Umsätze gegenüber der Vorjahresperiode fast vervierfacht. Entsprechend positiv sieht das Unternehmen nun auch dem Rest des Jahres entgegen.

Von der Pandemie profitiert E-Food zahlenmäßig, das Thema Online-Marktplätze zumindest gefühlt. Sie erinnern sich bestimmt an die Meldungen vor einigen Wochen, als fast täglich ein neuer regionaler Marktplatz eröffnete. Auch die Südtiroler Landeshauptstadt Bozen hat jetzt einen Online-Marktplatz mit dem Namen BZHeartbeat. Die technologische Basis stammt von Shopware. Zum Start sind gut 60 Händler dabei, die teilweise Gutscheine offerieren, zu ihrem eigenen Shop verlinken oder die Plattform als Showroom nutzen. Bis 2022 sollen noch viele weitere Händler dazukommen und das Angebot zu einem vollwertigen Marktplatz ausgebaut werden. Wir legen uns das mal auf die Wiedervorlage.

AiFi will bis 2021 über 300 automatisierte Stores schaffen, Target baut Pickup-Dienste aus

Ebenfalls zu den Gewinnern der Pandemie scheint sich AiFi zu zählen. Das Unternehmen hat ein Konzept für automatisierte Stores entwickelt, das aktuell weltweit an 10 Standorten im Einsatz ist. Technologisch sieht sich AiFi in der Lage, Läden ohne Personal zwischen 80 und 1.000 Quadratmetern zu betreiben. In einer Pressemitteilung hat das Startup verkündet, dass es bei der Expansion seines Konzepts im Plan liege. Bis 2021 sollen 330 der automatisierten Geschäfte in Betrieb sein. Ziemlich optimistisch und noch etwas für die Wiedervorlage.

Um während der Pandemie den Kunden in den USA den Einkauf von essentiellen Lebensmitteln zu erleichtern, baut Target seine Pickup-Angebote aus. Zum Start sind 400 Standorte dabei, an denen die Kunden entweder die Zustellung im Kofferraum (Curbside Pickup) oder Abholung in der Filiale (Instore-Pickup) nutzen können. Das zur Verfügung stehende Sortiment umfasst rund 750 Artikel, die per App oder online bestellt werden können. Es gibt keinen Mindestbestellwert. Die Ausweitung des Serviceangebots soll in den kommenden Monaten erfolgen.

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