Poco wehrt sich gegen Vorwürfe, Refilling-Lösung von umdasch, Walmart macht Parkplätze zu Autokinos.

von Stephan Lamprecht am 03.Juli 2020 in News

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

eines muss man Gerrit Heinemann lassen, er ist nicht nur ausgewiesener Kenner der bundesdeutschen Handelsszene, sondern liefert stets pointierte Statements. Und die decken sich häufig mit meinen persönlichen Ansichten. Wie anlässlich der Esprit-Schließungen: “Die Innenstadt lebt nicht nur von Einzelhandel. Aber jede Stadt läuft der Vision der Einkaufsstadt hinterher. Das wird nicht funktionieren. Mein Motto ist: Lieber eine schöne und attraktive Schlafstadt als eine hässliche und leerstehende Einkaufsstadt.” Das drucke ich mir aus und versuche damit mal meine Kollegen in der Kommunalpolitik zu überzeugen, dass wir umdenken müssen.

Ihnen ein erholsames Wochenende!

Bis zur nächsten Ausgabe
Ihr Stephan Lamprecht

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eBay verlängert Soforthilfe
Der Handel blickt in eine unsichere Zukunft: Kunden meiden Geschäfte, Einbußen bei der Kaufkraft sind absehbar. eBay hat deshalb sein Soforthilfeprogramm für Händlerinnen und Händler, die noch keinen Shop auf dem weltweiten Online-Marktplatz haben, bis Ende des Jahres verlängert.
Mehr unter www.ebay.de/soforthilfe

Poco wehrt sich gegen Vorwürfe, Primark drückt Umsatz der Konzernmutter

Laut Business Insider gab es bei der Kette Poco Unregelmäßigkeiten beim Bezug des Kurzarbeitergeldes. Es stehen Vorwürfe im Raum, nach denen für die Mitarbeiter in einigen Filialen zwar Kurzarbeitergeld beantragt wurde, aber ganz normal gearbeitet wurde. Dagegen will sich das Unternehmen nun entschieden zur Wehr setzen. Man halte die Regeln ein und habe auch keine Kenntnis über laufende Ermittlungen durch die zuständigen Behörden.

Die schlechten Zahlen beim Fast-Fashion-Anbieter Primark schlagen voll auf das Ergebnis des Mutterkonzerns AB Foods durch. Im dritten Geschäftsquartal brach dessen Umsatz um 39 Prozent auf rund 2,9 Mrd. Euro ein. Der Rückgang lag fast ausschließlich bei Primark, dort gingen die Erlöse um drei Viertel zurück. In den anderen Geschäftsbereichen des Mischkonzerns blieben die Umsätze konstant oder konnten zulegen, beispielsweise im Lebensmittelgeschäft.

Frequenz in Einkaufslagen geht nach oben, Refilling powered by umdasch

Gemeinsam mit Wetter.com erhebt die GfK die Besucherzahlen in Innenstadtlagen. Nach dem deutlichen Einbruch zu Beginn des Lockdowns normalisieren sich die Zahlen inzwischen wieder. Gerade in Fachmarktzentren haben sich die Zahlen fast wieder erholt. Bundesweit waren dort in der Woche vom 15. bis 21. Juni lediglich 7 Prozent weniger Menschen unterwegs als vor der Pandemie. Die Kundenzahlen in Shopping-Centern steigen inzwischen auch wieder an, erholen sich aber langsamer.

Das Projekt liegt zwar schon eine Weile zurück, aber weil der von Umdasch in Zusammenarbeit Ecover realisierte Spender für flüssige Reinigungmittel zur Nachhaltigkeitig beiträgt und noch dazu hübsch anzuschauen ist, soll es hier erwähnt werden. An der im Supermarkt im britischen Harringay installierten Station können die Kunden ihre leeren Flaschen mitbringen und neu befüllen. Oder sie kaufen vor Ort ein neues Gebinde, das dann bis zu 50 Mal befüllt werden kann. Akzeptiert die Kundschaft dieses Angebot, wird es auf weitere Filialen ausgerollt.

Walmart verwandelt Parkplätze in Autokinos, Coop Schweden plant Läden ohne Personal

Kurz vor dem amerikanischen Unabhängigkeitstag hat Walmart eine Partnerschaft mit dem Unternehmen Tribeca Enterprises angekündigt, das in den USA für seine Filmfestivals bekannt ist. Von August bis September verwandelt der Händler die Parkplätze von 160 Filialen in Autokinos. Sicher vor Ansteckungen können die Konsumenten dann aktuelle Blockbuster schauen. Das erinnert an die vorgestern gemeldete Initiative von Breuninger und an eine Aktion von Porsche, auf dem Werksgelände in Leipzig ein Autokino anzubieten – auf Wunsch inklusive rasanter Porsche-Fahrt auf einer Teststrecke vor der Filmvorführung, mit Aufpreis, versteht sich.

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Coop Mitt betreibt in Schweden rund 60 Läden und hat vor wenigen Tagen eine App für “Scan & Pay” vorgestellt, mit der die Kunden Waren direkt am Regal scannen und bargeldlos bezahlen. Die App wird ein zentrales Element für ein weiteres Projekt. Im Herbst sollen in Gävle zwei Filialen eröffnet werden, die ohne Personal auskommen. Rund um die Uhr können die Kunden sich dort dann mit frischen Lebensmitteln versorgen. Dies soll nur der Start weiterer ähnlicher Filialen werden.

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