QVC-Studie: Wie Deutschland 2038 lebt.

von Andre Schreiber am 25.September 2018 in Highlight, News

Wie werden wird 2038 leben? Die Trendstudie von QVC versucht eine Antwort zu geben. (Abbildung: QVC)

Bereits 2016 beschäftigte sich QVC im Rahmen einer Zukunftsstudie mit der Frage: Wie kauft Deutschland übermorgen ein? Jetzt hat das Unternehmen diesen Ansatz weitergeführt. Im Zentrum der neuen Studie steht die Frage, wie wir alle im Jahr 2038 leben werden.

Die Basis für die Studie lieferten nicht nur Interviews mit Experten, sondern auch zwei Konsumenten-Workshops, die im April 2018 in Frankfurt mit Vertretern der Generation Z (12 bis 14 Jahre) und der Generation Y (20 bis 26 Jahre) umgesetzt wurden. Alle Teilnehmer waren Gymnasiasten beziehungsweise hatten Abitur. Der Anteil der Frauen und Männer lag bei jeweils 50 Prozent. Zusätzlich führte das Unternehmen Kantar im April 2018 eine repräsentative Online-Umfrage durch. Dazu wurden 1.109 Menschen in Deutschland im Alter zwischen 11 und 52 Jahren befragt.

Das Material diente dem bekannten Trendforscher Professor Peter Wippermann dazu, fünf Thesen über unsere Zukunft aufzustellen.

  1. Social Media, digitale Bilder und Videos prägen zunehmend unser Selbstbild. Allerdings beginnen sie uns auch durch den permanenten Vergleich mit anderen zu stressen. Beauty-Tech (zum Beispiel zur Analyse und Verbesserung des Schlafes) kommt im Alltag an. Gerade die Generation Z hinterfragt klassische Schönheitsideale. Weil wir unser Aussehen durch Technik verbessern und optimieren, wird unverwechselbare Identität künftig wichtiger als ein perfektes Äußeres.
  2. „User-generated“ wird sich nicht mehr nur auf digitale Inhalte beschränken. 2038 werden wir zu Co-Designern der Produkte, die wir kaufen. 3-D-Drucker und Gen-Analysen werden den Markt für Lebensmittel verändern, unsere Ernährung wird individualisierbar. Die Produktion von Waren on demand kommt nicht nur dem Wunsch nach sofortiger Bedürfnisbefriedigung entgegen, sondern bietet auch Spielräume zur Entfaltung der Persönlichkeit. Nicht mehr allein das Produkt wird uns anziehen, sondern auch dessen Gestaltbarkeit.
  3. Die Wohnung erhält noch eine größere Bedeutung. Immer mehr Technik wird Einzug halten. Die Beziehung zwischen Mensch und Maschine wird zunehmend emotionaler. Augmented und Virtual Reality öffnen den Zugang zu virtuellen Welten, der Wohnraum selbst wird kleiner werden. Die eigenen vier Wände dienen als Basis und geben Sicherheit. Sie werden mit steigendem Aufwand verschönert und individualisiert. Das Ergebnis präsentieren wir dann unserer Netz-Community.
  4. Der „Maker-Trend“ nimmt weiter Fahrt auf. Im Jahr 2038 wird Automatisierung das Berufsleben stärker prägen. Selbermachen kann ein Weg sein, um dem Tun neuen Sinn zu verleihen. Arbeit wird sozusagen von uns neu erfunden. Fab-Labs und Makerspaces bieten den Raum für persönliche Entfaltung. Indem die Konsumenten Produkte selbst reparieren oder Ersatzteile einsetzen, schaffen sie eine Nachhaltigkeit „von unten“.
  5. Besitz als Statussymbol hat ausgedient. Wohnungen, Arbeitsplätze oder Geld werden geteilt. Peer-to-Peer-Angebote machen die Nutzungsrechte wertvoller als Eigentum. Aus Besitzern werden Nutzer: Für ein monatliches Abonnement sichern wir uns künftig den Zugang zu temporärem Luxus. Das eigene Auto ist damit Geschichte. Sharing-Modelle werden neue Spielarten der Mobilität eröffnen.

Die überaus lesenswerte Studie kann online abgefordert werden.

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