Rewe ohne Lieferflat, Lidl Plus bald bundesweit, Aldi testet Verkaufsautomat.

von Stephan Lamprecht am 04.August 2020 in News

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

es ist nachvollziehbar, dass ein Minister nicht in jedem Thema seines Verantwortungsbereiches steckt. Dafür hat er schließlich Mitarbeiter. Wie diese dann aber ihren Minister Peter Altmaier einen Satz sagen lassen, der vor 20 Jahren modern erschienen wäre, ist rätselhaft. Bitteschön: “Wenn zum Beispiel ein Kunde ein Marken-Hemd online bestellen möchte, sollte er das nicht unbedingt beim Hersteller tun müssen, sondern die Möglichkeit haben, zum gleichen Preis auch über den Einzelhändler seiner Wahl online zu kaufen.” Da sind aber viele Entwicklungen am Wirtschaftsministerium vorbeigelaufen.

Herzlichst Ihr Stephan Lamprecht

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Rewe Lieferservice: Nachwehen des Nachfrage-Booms durch Corona.


Ende einer treuen Beziehung: Selbst Stammkunden, die seit der Einführung vor über zwei Jahren eine sogenannte Lieferflat des Rewe Lieferservice nutzen, können diese derzeit nicht verlängern. Auch wenn das Supermarktblog bereits Anfang April darüber berichtete, dass die Lieferflat wegen der “aktuellen Nachfragesituation” während des Corona-Lockdowns nicht mehr buchbar war, so überrascht es schon, dass die Lieferflat auch jetzt Anfang August in der Zeit des “New Normal” immer noch nicht wieder angeboten wird.
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Unsere News des Tages:

Lidl plus bald bundesweit, vier GKK-Filialen in Berlin gerettet

Über das Kundenbindungsprogramm von Lidl haben wir an dieser Stelle bereits häufiger berichtet. Während es in anderen Ländern bereits ausgerollt war, befand sich Lidl Plus in Deutschland noch im Testbetrieb (Berlin und Brandenburg). Am 10.8. ist es aber soweit. Lidl Plus wird dann bundesweit verfügbar sein, wie ein Beitrag auf MyDealz nahelegt.

Ergänzung von 13.45 Uhr aus der Lidl-Pressestelle, die uns kontaktiert hat:

„Wir können den Start von Lidl Plus zum 10. August 2020 nicht bestätigen. Wir testen Lidl Plus bereits seit Juni 2019 in Berlin und Brandenburg und werden den Test in Kürze routinemäßig auf das ganze Bundesgebiet ausweiten, um die volle technische Funktionsfähigkeit sicherzustellen. Dieses Vorgehen hat sich bereits in anderen Lidl-Ländern als sinnvoll erwiesen. Damit bereiten wir uns darauf vor, zu einem späteren Zeitpunkt deutschlandweit zu starten.“

Nun erhält das Konzept Warenhaus dann doch noch seine Subventionen. In einem Letter of Intent haben sich der Berliner Senat und Mutterkonzern Signa darüber verständigt, vier Filialen von Galeria-Karstadt-Kaufhof in Berlin von der Streichliste zu nehmen. Die Häuser an der Müllerstraße im Wedding, am Tempelhofer Damm in Tempelhof, an der Wilmersdorfer Straße in Charlottenburg und im Ring-Center in Lichtenberg sollen demnach erhalten bleiben. Es werde eine zehnjährige Standortsicherung angestrebt. Im Gegenzug erhält Signa Unterstützung bei Aus- und Umbau der Häuser am Hermannplatz, Alexanderplatz und Kurfürstendamm. Ditt iss Berlin, wa?

Instagram-Shop startet in Deutschland, Aldi testet Verkaufsautomat

Nach dem Test in den USA zeigt Instagram jetzt auch den Nutzern in Deutschland personalisierte Produktempfehlungen. Diese werden in einem eigenen Reiter “Shop” im Explore-Bereich zusammengefasst. Darin befinden sich Produkte, die von Unternehmen markiert wurden. Ein Link führt direkt in den Shop des Anbieters.

An der Filiale in Haßloch hat Aldi Süd einen 24-Stunden-Verkaufsautomaten aufgestellt. Der “ALDImat” versorgt die Kunden rund um die Uhr mit Produkten zum Grillen und auch das Frühstück. Zwischen 20 und 40 Produkte werden über den Automaten angeboten. Um ein größeres Projekt scheint es sich dabei allerdings nicht zu handeln. Die Aufstellung weiterer Automaten sei nicht in Planung teilte das Unternehmen mit.

Verbesserte Kauflaune, Omnichannel-Rechnerei

Wie der HDE mitteilte, liegt das HDE-Konsumbarometer immer noch deutlich unter dem Vorjahreswert. Allerdings helle sich die Stimmung der Verbraucher auch im August weiter auf. Der monatlich ermittelte Index basiert auf der Befragung von etwa 2.000 repräsentativ ausgewählten Haushalten. Im August wurde ein Wert von 98,14 Punkten erreicht, während er im Vormonat noch bei 96,34 Punkten lag. Allerdings flacht der Anstieg etwas ab. Als Grund für das Wachstum vermutet der HDE, dass die Konsumenten insgesamt positiver in die wirtschaftliche Zukunft blicken.

Bereits während des Lockdowns betonten einige Händler, dass sie ein deutliches Wachstum ihres Online-Geschäfts verzeichnen. Thomas Lang hat sich die Mühe gemacht und eine einfach lesbare Matrix aufgestellt, mit der die Frage beantwortet wird, wie hoch der Online-Anteil am Umsatz sein muss, um Umsatzverluste aus dem stationären Geschäft zu kompensieren. Und die Messlatte dürfte kaum ein Händler übersprungen haben. Denn erst wenn vor dem Lockdown der Online-Anteil um die 70 Prozent betrug, konnten Umsatzverluste kompensiert werden, wenn der Online-Shop ein Wachstum von 40 Prozent erzielte.

Weihnachtskäufe starten früher, CVS mit QR-Codes an der Kasse

“Alle Jahre wieder”… Wenn Sie jetzt der Meinung sind, dass wir mit dem Gedanken an Weihnachten zu früh dran sind, könnte es auch sein, dass Sie zu spät sind. Denn wie Ebay mitteilt, hat jeder Fünfte bereits erste Geschenke gekauft. Und ein Drittel hat sich zumindest vorgenommen, in diesem Jahr früher mit der Planung des Weihnachtsfests zu beginnen. Der Geschenkekauf wird wohl auch von der Pandemie geprägt sein, denn die unsicheren wirtschaftlichen Aussichten schlagen auf das Budget.

Die Pharmaziekette CVS, einer der größten Anbieter in den USA, will in den 8.200 Filialen ein kontaktloses Bezahlverfahren ausrollen, das die QR-Codes von Paypal und Venmo nutzt. Die Kunden scannen den Code dann an der Kasse und können den offenen Betrag über die in den Apps hinterlegten Zahlungsmittel (Kredit- und Debitkarten, Guthaben oder Bankkonten) begleichen. Gebühren fallen dabei nicht an.

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