Rose Bikes baut Plattform mit Roqqio, Lego expandiert, Colruyt versendet Kochboxen.

von Stephan Lamprecht am 03.September 2020 in News

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

2020 bleibt das Jahr der Widersprüche: Schließungen und Insolvenzen aufgrund der Pandemie bei den einen, brummende Geschäfte bei den anderen. Und nun auch das: Das EHI stellt in einem Report Perspektiven zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Handel vor. Am gleichen Tag präsentiert eine Studie von Ibi Research das Ergebnis einer Händlerbefragung. Darin zeigt sich, dass gerade kleinere Händler noch große Defizite bei der Digitalisierung haben. Gerade einmal 40 Prozent besitzen einen Webshop – was sollten diese also mit KI?

Herzlichst Ihr Stephan Lamprecht

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Unsere News des Tages:

Rose Bikes mit Plattform-Ambitionen, ECE stellt sich neu auf

Der Fahrradhändler Rose Bikes zeigt sich weiter wendig und agil. Während der Ladenschließungen wurde kurzerhand mit Videoberatung experimentiert und zuletzt eine Kooperation mit Engelhorn Sports geschmiedet. Nun möchte das Unternehmen seinen Online-Shop zu einer kuratierten Verkaufsplattform für die Branche erweitern. Aktuell können die Kunden online unter 45.000 Artikeln wählen. Dieses Sortiment soll in den kommenden Monaten kräftig durch die Erweiterung in Richtung Plattform wachsen. Technologisch wird hier Roqqio unterstützen.

Zum Januar des kommenden Jahres gibt sich ECE, bekannt als Betreiber von Einkaufszentren, eine neue Struktur. Für Strategie und die Steuerung des Gesamtkonzerns wird Alexander Otto verantwortlich zeichnen. Die beiden Geschäftsbereiche Marketplaces (Shopping-Center) und Work & Live (Wohnen, Hotel, Logistik, Office) bilden künftig eigenständige Gesellschaften. Die neue ECE Group erwartet ein jährliches Umsatzvolumen von rund 800 Mio. Euro.

“Amazon bietet eine große Reichweite, doch andererseits sind die Verkäufe für viele Händler und deutsche Marken kaum noch rentabel. Die hohe Konkurrenz aus dem In- und Ausland mit Preisen jenseits einer rentablen Fertigung überschwemmt die Plattform.”

Susanne Bier, Geschäftsführerin des thüringischen Traditionsherstellers Steiner Spielwaren, geht mit Amazon hart ins Gericht und erklärt, wieso sich ihr Unternehmen von der Plattform zurückgezogen hat.

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Adidas platziert Anleihen, Lego expandiert weiter, Umsatzrückgang im Handel

Adidas konnte erfolgreich zwei Anleihen über insgesamt 1 Mrd. Euro am Finanzmarkt platzieren. Das Geld soll für “allgemeine unternehmerische Zwecke” verwendet werden. Dazu gehört auch die Teilrückzahlung der staatlichen Kredite, die im Rahmen der Pandemie aufgenommen wurden. Die beiden Anleihen waren an der Wertpapierbörse von Luxemburg platziert und siebenfach überzeichnet.

Richtig gut laufen die Geschäfte von Lego. Mehr Erwachsene als jemals zuvor bauen eifrig mit den Steinen des Unternehmens. Und während andere Unternehmen wegen der Pandemie Umsatzrückgänge verkraften müssen, verzeichnet Lego in den ersten sechs Monaten ein Wachstum von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch bei den Ladeneröffnungen läuft alles nach Plan. In diesem Jahr sollen noch 74 neue Lego-Stores ihre Türen öffnen. Der größte Teil davon wird sich in China befinden.

Wie das Statistische Bundesamt mitgeteilt hat, musste der Handel in Deutschland erneut einen Umsatzrückgang hinnehmen. Gegenüber dem Vormonat fielen die Erlöse preisbereinigt 0,9 Prozent niedriger aus. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Umsätze allerdings um 4,2 Prozent. Die Zahlen schwanken branchenabhängig ziemlich stark.

Colruyt startet mit Lebensmittelboxen, Giant Eagle nun auch kassenlos

Die belgische Supermarktkette Colruyt startet einen eigenen Lieferdienst für fertige Mahlzeiten. Bei Rose Mary können Kunden aus der Umgebung von Brüssel von Profis zubereitete Gerichte bestellen. Anders als bei anderen Kochboxen müssen die Konsumenten nicht selbst kochen, sondern die Menüs lediglich erwärmen. Zubereitet werden die Speisen aus drei verschiedenen Kategorien in einer eigenen Küche, in der vor dem Ausbruch der Pandemie Kochkurse veranstaltet wurden.

Das US-Handelsunternehmen Giant Eagle nimmt in Pittsburgh in einem GetGo Café den kassenlosen Betrieb auf. Das Konzept ähnelt Amazon Go. Die Kunden nehmen ihre Waren direkt aus dem Regal, die dank Bildverarbeitung erkannt werden. Gezahlt wird automatisiert via App. Die Technologie stammt von Grabango. Giant Eagle betreibt insgesamt knapp 480 Supermärkte und Convenience Stores.

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