Sensei fordert Amazon Go heraus und Delhaize startet „Yes we Scan“.

von Stephan Lamprecht am 08.April 2019 in News

In Brüssel experimentiert Delhaize mit Scan&Go. (Foto: Delhaize)

Schnell und bequem soll das Bezahlen gehen, ohne Warteschlangen an der Kasse. Intensiv arbeiten viele Unternehmen daran, das Ziel zu erreichen. Delhaize lässt in einem Convenience-Store jetzt die Kunden scannen, während Sensei auf den Spuren von Amazon Go wandelt.

„Delhaize Fresh Atelier“ nennt die Kette ihr neuestes Convenience-Format. Und im Store in der Galerie Ravenstein in Brüssel können die Kunden auch elegant das Bezahlen an der Kasse umgehen. Der Kunde scannt hier seine Produkte per Smartphone-App und kann auch bargeldlos bezahlen. „YesWeScan“ heißt die Lösung.

Das Konzept bietet keine großen Überraschungen. Der Kunde lädt sich zunächst die App auf sein Smartphone. Er legt dann sein Kundenkonto an. Am Eingang des Stores wird er dann per QR-Code identifiziert. Produkte, die er kaufen möchte, muss er mit seinem Smartphone scannen. Dabei gibt es zwei Optionen. Er scannt den Barcode des Artikels. Oder er verwendet die NFC-Etiketten am Regal dazu. Durch Berühren des Preisschildes mit dem Gerät wird das Produkt erkannt und in den Warenkorb gelegt.

Am Ende des Einkaufs bezahlt er seinen Einkauf bargeldlos (etwas mit Apple Pay). Ist der Vorgang erfolgreich, wird in der App ein Barcode angezeigt, mit dem der Kunde dann den Laden wieder verlassen kann.

Technologisch anspruchsvoller ist die Lösung des jungen Startups Sensei, das sein Startkapital u.a. von der Metro erhalten hat. Wie Bloomberg meldet, sind gleich mehrere größere Lebensmittelhändler daran interessiert, noch in diesem Jahr erste Tests mit der Technologie zu starten, die an das Konzept von Amazon Go erinnert.

Sensei nutzt für seinen Ansatz Kameras und eine KI, die erkennen soll, was der Kunde aus dem Regal nimmt.

Da keine weiteren Sensoren zum Einsatz kommen, dürfte die Installation eines Systems im Vergleich zu Amazon preiswerter sein. Der Kunde muss nichts scannen. Die KI erkennt die entnommenen Produkte und das System kalkuliert die Rechnung, die dann automatisiert per Händler-App bezahlt wird. Damit das Kamerasystem funktioniert, benötigt Sensei von jedem Artikel ein Muster. Es wird dann unter verschiedenen Winkeln gescannt, damit die KI das Produkt auch zuverlässig erkennen kann.

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