SMS-Wunschfee: Mysteriöses Startup GoButler will hoch hinaus.

von Christian Bach am 11.März 2015 in News

GoButler Webseite

GoButler hüllt sich in Schweigen, wenn es um die Firma hinter dem Dienst geht. Weniger schweigsam ist der SMS-Dienst aus Berlin bei Wünschen seiner Nutzer. Das Berliner Startup ist seit fünf Tagen mit seinem persönlichen SMS-Assistenten am Markt. Nutzer können darüber kostenlos Anfragen schicken und zahlen dann für den Service oder das Produkt. Seit heute ist dieser Concierge-Dienst auch in Österreich, der Schweiz und in Großbritannien verfügbar. GoButler will eigenen Angaben zufolge sogar noch weiter expandieren, unter anderem nach Südamerika, in den mittleren Osten und in einige asiatische Städte. Die anonymen Entwickler haben kurz nach dem Start eine Warteliste eingeführt, weil angeblich „innerhalb von 24 Stunden mehr als 3.000 SMS mit 8.000 Anfragen eingegangen“ sind. Wer hinter dem Dienst steckt, der Aufträge wie Flugbuchungen per SMS annimmt und ausführt, ist nicht bekannt. Hinter GoButler soll ein „erfahrenes Gründerteam aus Berlin-Mitte“ stecken. „Wir möchten erstmal nicht über uns sprechen, sondern lieber unser Produkt für sich sprechen lassen und damit überzeugen“, mehr will GoButler auf Nachfrage nicht verraten. Warum genau sich die Macher nicht zu erkennen geben wollen, bleibt ein Rätsel. GoButler ähnel dem US-Vorbild Magic und „James, Bitte“, einem Dienst des Münchner Startups doido. „GoButler ist im Gegensatz zu anderen Teams in diesem Bereich kein PR-Stunt“, heißt es bei GoButler. Um dies zu beweisen, müssten die Gründer aber langsam die Karten auf den Tisch legen.

getdoido James Bitte Magic„James, Bitte“ zeigt sich wesentlich offener. Das Münchner Startup doido hat seinen virtuellen Assistenten kurz vor GoButler gestartet, wie Location Insider berichtete. Nutzer können mithilfe von „James, Bitte“ zum Beispiel Produkte bestellen oder Flüge reservieren. Sie müssen dafür eine Nachricht mit ihrem Wunsch per Whatsapp oder SMS schreiben. „Wir haben innerhalb eines Tages unsere Seite aufgezogen und sind jetzt damit am Start. Das Ganze geht im Moment gut ab“, erklärte doido-Mitgründer Dominic Wiedemann Anfang März gegenüber Location Insider. „James, Bitte“ basiert aber nicht auf künstlicher Intelligenz. Am Ende der Leitung sitzen reale Menschen. „Das könnte sich im Laufe der Tage allerdings ändern, wenn der Andrang größer wird“, so Wiedemann. Ob sich persönliche Assistenten wie GoButler tatsächlich flächendeckend durchsetzen werden, ist fraglich. Denn natürlich zahlen die Nutzer extra für Dienste und Produkte, die sie eigentlich auch selbst recherchieren und buchen könnten. Für Menschen mit Zeitproblemen könnten sie aber eine gute Lösung sein.

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