Startet Digitalisierung bei kleinen Händlern mit enfore jetzt durch?

von Andre Schreiber am 06.September 2017 in News

enfore will gemeinsam mit der Telekom die Digitalisierung im deutschen Handel nach vorn bringen. (Foto: enfore)

In der IT-Branche ist Marco Börries wahrlich kein Unbekannter. Der gestandene Unternehmer, in jungen Jahren gern als Wunderkind und Microsoft-Schreck bezeichnet, geht mit seinem neuen Start-up an die Öffentlichkeit. Gemeinsam mit einem starken Partner. Zielgruppe von enfore sind gerade auch kleinere Händler.

„Der Mittelstand hinkt der Digitalisierung hinterher. Gerade für kleinere stationäre Händler können Online-Marktplätze die Basis sein, um sich ein zweites Standbein aufzubauen.“ Diese Schlagzeilen kennt man. Aber wie soll man als Händler an einem Marktplatz teilnehmen, wenn man noch nicht einmal eine (passende) Warenwirtschaft im Einsatz hat? Genau das ist die Zielgruppe von enfore (bis vor kurzem noch Number Four).

Seine Geschichte ist beeindruckend. Auch wenn die rettenden Engel in Form vom größeren Unternehmen auch schon einmal in der letzten Minute erschienen. Es ist die vierte Gründung (der Name spielt darauf an) von Marco Börries. Und sie will gerade den kleineren Unternehmen einen möglichst einfachen Weg in die Digitalisierung ermöglichen. Nach 8 Jahren, in denen teilweise in den Medien schon die Frage gestellt wurde, ob die Firma überhaupt jemals sein Cloud-Betriebssystem für kleinere Unternehmen an den Start bringen würde.

Jetzt ist es aber soweit. Ab dem 22. September wird das integrierte System in Deutschland zu bekommen sein. Es besteht aus Terminal für den Laden inklusive Kassensystem, Kartenterminal und einer dazu passenden Software, die lokale Geschäfte bei allen Arbeitsschritten von der Warenwirtschaft und der Lagerhaltung bis zur Abrechnung und Kundenbindung unterstützen will.

Vertriebspartner wird die Deutsche Telekom sein. Das dürfte indes die große Unbekannte sein. Schließlich ist enfore nicht das erste Unternehmen, das auf die Vertriebsmacht des Magenta-Riesen setzt. Veteranen werden sich wahrscheinlich noch daran erinnern, dass die Telekom Ende der 90er Jahre dem aufstrebenden Unternehmen Intershop 15 Millionen Mark dafür bezahlte, dessen Kernprodukt vertreiben zu dürfen. Händler sollten seinerzeit einen eigenen Online-Shop einfach beim Telekom-Berater mit Bestellformularen konfigurieren können. Fahrt nahm das Thema nicht auf. Damals war man seiner Zeit schlicht zu weit voraus. Diesmal scheint das Timing besser zu sein.

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