Tchibo setzt auf Live-Shopping, About You mit neuem Kunden für Commerce-Suite, Ikea startet “Escape Room” auf Snap.

von Stephan Lamprecht am 02.März 2021 in News

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Pandemie schreibt ihre eigenen Geschichten. Vor knapp einem Jahr wurden in den Supermärkten zwei Dinge besonders knapp: Toilettenpapier und Nudeln. Bestimmt erinnern Sie sich noch an den Sonderzug, den Aldi organisierte, um die Regale mit dem Hartweizenprodukt wieder auffüllen zu können. Das ist inzwischen vergessen. Das gilt auch für das Toilettenpapier, denn nicht zuletzt auch wegen preiswerter Importe aus dem Ausland herrscht kein Mangel mehr. Ganz im Gegenteil: Das Pendel ist jetzt in die andere Richtung ausgeschlagen, denn aktuell denken offenbar zwei Hersteller von Handelsmarken über die Einführung von Kurzarbeit nach.

Herzlichst Ihr Stephan Lamprecht

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Tchibo setzt auf Live-Shopping, dm bietet Corona-Schnelltests, Investoren an Adler interessiert

Wir hatten vor einigen Tagen an dieser Stelle bereits darüber berichtet, jetzt kündigt Tchibo das neue Format “Tchibo Live” auch offiziell an. Drei Pilotfolgen wurden abgedreht. Produziert werden die Sendungen im Handy-Hochformat, die Zuschauer:innen können auf der Website ohne Registrierung per Livestream zuschauen und direkt kommentieren oder Fragen stellen. Tchibo setzt bei den Moderator:innen nicht auf Profis oder Influencer: Es stehen Mitarbeitende vor der Kamera, um die Fragen zu beantworten.

Voraussichtlich ab der kommenden Woche wird die Drogeriekette dm Corona-Schnelltests von Boson. Die Tests können zu Hause angewendet werden und informieren über eine akute Infektion mit dem aktuell grassierenden Coronavirus. Sobald weitere Tests zugelassen werden, will dm diese ebenfalls anbieten.

Die Adler-Modemärkte befinden sich seit Januar im Prozess einer Insolvenz in Eigenverwaltung. Ein Insolvenzplan soll voraussichtlich im Juni stehen. Wie das Unternehmen selbst mitteilt, interessieren sich 10 Investoren für die Firma, deren Filialen aktuell bundesweit geschlossen sind. Nach Ende der Beschränkungen sollen aber alle Standorte wieder geöffnet werden.

About You mit neuem Kunden für Commerce-Suite, Adidas bringt Confirmed-App nach Deutschland und eröffnet in Dubai

About You hat für seine Commerce-Suite-Lösung einen neuen Kunden gewonnen. Der Onlineshop von TheFounded greift auf About You zurück. Binnen weniger Monate konnte die Komplettlösung umgesetzt werden: Von den ersten Designs des Frontends bis zum fertigen Shop, der in nahezu 20 Ländern auf Bestellungen wartet.

Heute haben wir gleich zwei Meldungen aus dem Hause Adidas für Sie. Das Unternehmen hat in Dubai seinen ersten Flagship-Store in der Region eröffnet. Die 1.500 Quadratmeter stehen besonders unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit. Das zeigt sich einerseits in den verwendeten Materialien als auch im Produktangebot selbst. Im “Maker Lab” können die Kund:innen ihre Produkte mit Aufnähern, Lasergravuren oder Stickereien individualisieren. Und wie bei allen großen Adidas-Stores spielt die Verbindung zwischen App und Laden eine wichtige Rolle. Die App wird genutzt, um die Verfügbarkeit zu prüfen oder sich Artikel zur Anprobe anzufordern. Apropos App: Nach dem erfolgreichen Start in den USA und China bringt Adidas die “Confirmed-App” auch nach Deutschland. Sie bietet den Nutzer:innen Zugang zu exklusiv produzierten Inhalten (Interviews, Artikel und Videos). Aus Sicht der Fans sicherlich viel entscheidender: Mit der App verpassen sie keinen Start eines neuen Produkts mehr.

Walmart verzichtet auf Mindestbestellwert bei Express, Ikea startet “Escape Room” auf Snap, Klarna sichert sich tatsächlich 1 Mrd.

Im Mai des vergangenen Jahres hatte die US-Kette Walmart einen Express-Lieferservice gestartet. Damit können sich die Kund:innen die bestellten Lebensmittel binnen zwei Stunden liefern lassen. Jetzt verzichtet Walmart allerdings auf den Mindestbestellwert (bisher 35 Dollar). Um die Express-Lieferung nutzen zu können, wird nun eine zusätzliche Gebühr von 10 Dollar fällig, unabhängig vom jeweiligen Warenkorb.

Eine besondere Kampagne hat sich Ikea ausgedacht. Den März hindurch können die Kund:innen in Großbritannien via Snap für Ordnung sorgen. Die Spieler:innen tauchen via Augmented Reality in einen kleinen Raum ein, den sie nur mit dem passenden Schlüssel verlassen können. Diesen müssen sie aber erst einmal finden, also aufräumen. Und natürlich zeigt Ikea, mit welchen Produkten das am besten gelingt. Die Kampagne wird auch im realen Leben verlängert. Prominente Buzzfeed-Creators mussten sich bereits der Aufgabe in einem extra aufgebauten Raum stellen. Das Video ist ebenfalls auf der Seite von “Escape the Clutter” zu finden.

In der vergangenen Woche war es noch ein unbestätigtes Gerücht: Jetzt hat Zahlungsdienstleister Klarna den erfolgreichen Abschluss einer beeindruckenden Finanzierungsrunde bestätigt. Demnach sichert sich das Unternehmen von Neu- und Bestandsinvestoren die enorme Summe von 1 Mrd. Dollar. Dabei ist auch die Bewertung von Klarna gestiegen, die jetzt bei 31 Mrd. Dollar liegt. Damit ist die Firma das wertvollste, nicht börsennotierte Startup.

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