Umsatz bei Douglas knickt leicht ein, Schuhe24 übernimmt MyStationary, Skechers neuer Flagship-Store.

von Stephan Lamprecht am 14.August 2020 in News

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wenn Jan Kegelberg, der ehemalige CDO von SportScheck, öffentlich sagt, dass das Wholesale-Modell im Sportfachhandel in den kommenden fünf Jahren verschwinden wird, hat das Gewicht. Seine Argumentation ist schlüssig und greift die aktuellen Veränderungen auch auf Kundenseite auf. Ihm widerspricht, wenig überraschend, Markus Hupach, Geschäftsführer von Sport 2000. Ganz falsch scheint Kegelberg nicht zu liegen, denn in der Erwiderung steckt doch viel, was der Handel ändern müsste. Und da bin ich nicht sonderlich optimistisch, wenn etwa der HDE tatsächlich noch Umfragen mit dem Thema “Rechnet sich Digitalisierung” starten muss.

Es grüßt Sie nachdenklich, Ihr Stephan Lamprecht

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Unsere News des Tages:

Umsatz bei Douglas knickt ein, Schuhe 24 übernimmt MyStationary

Trotz der Coronakrise muss Douglas nur einen leichten Rückgang seiner Umsätze hinnehmen. Der kumulierte Konzernumsatz der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2019/2020 belief sich auf 2,5 Mrd. Euro und lag damit nur 7,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die fehlenden Umsätze aus dem stationären Handel konnte der E-Commerce offenbar ausgleichen, denn dort gab es ein Plus von fast 40 Prozent. Online erzielte die Kette einen Umsatz von 640 Mio. Euro. Für Chefin Tina Müller ist indes auch sicher, dass “der Zeitpunkt absehbar ist, an dem wir in Deutschland mehr E-Commerce-Unternehmen sein werden als stationärer Händler”.

Die Schuhe24-Gruppe hat zum August 2020 MyStationary mit Sitz in München übernommen. Das Unternehmen ist seit 2016 als Plattform-Anbieter für exklusive Mode aktiv und richtet sich an Boutiquen und hochwertige Modeanbieter in Deutschland. Schuhe24 sieht in der Übernahme einen wichtigen Eckpfeiler für die eigene Strategie. MyStationary soll eine eigenständige Einheit für den Luxusbereich werden. Erste Änderungen am Geschäftsbetrieb von MyStationary sind bereits geplant. So werden die Monatsgebühren für angeschlossene Händler abgeschafft, mehr Mitarbeiter für das Onboarding eingestellt und Boutiquen im Ausland angebunden.

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Relaunch von Stylebop, AR auf Milchpackung, Adyen wickelt Kreditkartenzahlungen für Zalando ab

Fashion ID, E-Commerce-Tochter des Düsseldorfer Einzelhändlers Peek & Cloppenburg KG, hat das Comeback von Stylebop angekündigt. Im November hatte sich Fashion ID die Markenrechte gesichert, nachdem Stylebop im vergangenen Jahr Insolvenz anmelden musste. Mit dem Relaunch will sich Fashion ID neue Kundengruppen erschließen und breiter aufstellen. An der Fokussierung auf Premium- und High Fashion wird sich nichts ändern. Am 8. September soll der Onlineshop eröffnen.

In Österreich hat Kärntnermilch die Verpackungen seiner “Barista-Milch” für Augmented Reality fit gemacht. In Kooperation mit Tetra Pak und dem Start-up getbaff wurde eine Kampagne gestartet, die die Kunden dazu auffordert, mit der App von getbaff den Karton zu scannen, um sich dann auf dem Smartphone über das Produkt zu informieren. Außerdem können die Konsumenten so an einem Gewinnspiel teilnehmen. Die Kampagne läuft noch bis November des Jahres.

Zalando und Adyen intensivieren ihre 2019 begonnene Zusammenarbeit. Ab sofort übernimmt der Zahlungsdienstleister die Abwicklung von Kreditkartenzahlungen für Zalando in allen europäischen Märkten. Bisher wurde hier nur punktuell zusammengearbeitet, beispielsweise in Frankreich. Adyen hat Zalando auch die Technologie für die Zwei-Faktor-Authentifizierung im Rahmen der PSD2 Zahlungsdirektive gestellt.

Skechers eröffnet Flagship-Store in Paris, Glossier lässt seine Stores geschlossen

In einer der bekanntesten Shoppingmeilen von Paris, der Rue de Rivoli, eröffnet Skechers seinen neuen Flagship-Store. Die Eröffnung sollte bereits vor Wochen erfolgen, wurde dann aber wegen der Coronakrise verschoben. Auf knapp 600 Quadratmetern erwartet die Kunden ein Kontrast zwischen der Gründerzeitarchitektur und modernster Instore-Technologie, die etwa über große Displays die Markenwelt des Schuhanbieters transportiert.

Die D2C-Marke Glossier entlässt das Personal seiner wenigen Geschäfte. Wie ein Blogpost ausführt, werden die Stores wenigstens bis Ende des Jahres geschlossen bleiben, möglicherweise auch für die vollständige Dauer der Pandemie. Um die Kosmetika der Marke ist in den vergangenen Jahren ein regelrechter Hype entstanden, nicht zuletzt aufgrund der Followerzahlen von Gründerin Emily Weiss. Die Stores der Marke zeichnen sich durch eine Gestaltung aus, die sie perfekt für Instagram-Bilder macht.

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