Alexander Otto will Deutsche Euroshop übernehmen, Luxusuhren berührungslos betrachten, Tegut mit neuem Bonusprogramm.

von Florian Treiß am 23.Mai 2022 in News

Liebe Leserinnen & Leser,

manchmal kann man sich beim Start in den Tag doch täuschen: Als ich heute morgen die ersten Meldungen für den Newsletter schrieb, schien mir die Meldungslage verhältnismäßig dünn. Doch dann der Paukenschlag: Im Shopping-Center-Business gibt es Bewegung, Alexander Otto, jüngster Sohn von Otto-Versand-Gründer Werner Otto, will die Deutsche Euroshop übernehmen. Mehr dazu in unseren News.

Herzliche Grüße, Ihr Florian Treiß

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Alexander Otto will Deutsche Euroshop übernehmen, Unruhe bei Müller, Luxusuhren berührungslos betrachten

Großaktionär Alexander Otto, der bereits ein Fünftel am Unternehmen hält, will Deutsche Euroshop komplett übernommen und tut sich dafür mit dem US-Finanzinvestor Oaktree Capital zusammen. Dem Unternehmen gehören 21 Einkaufszentren in Europa, darunter das Main-Taunus-Zentrum bei Frankfurt, die Altmarkt-Galerie in Dresden und die Galeria Baltycka in Danzig. Das Kaufgebot ist 1,4 Milliarden Euro schwer, der Aufschlag liegt damit 44 Prozent über dem Börsenkurs von Deutsche Euroshop von Freitag. Die Deutsche Euroshop und Alexander Ottos Shopping-Center-Imperium ECE sind bereits seit langem eng verbandelt, die ECE managt sämtliche Shopping-Center der Deutschen Euroshop.

Wenige Wochen nach Vertriebschef Lukas Lobensomer wirft auch Finanz- und Stiftungsvorstand Christian Remy bei der Drogeriekette Müller hin, berichtet das „manager magazin“. Der frühere Aldi-Manager Remy galt demnach als zentrale Figur für die Zeit nach dem Patriarchen Erwin Müller und wurde erst Ende vergangenen Jahres in den Vorstand von dessen Privatstiftung mit Sitz in Österreich berufen, die 35,4 Prozent der Konzernanteile hält. Nun laufen im Unternehmen angeblich Wetten, wie lange CEO Günther Helm noch durchhält. Helms Vertrag soll im Sommer auslaufen und wurde offenbar bisher nicht verlängert, so der Bericht des für gewöhnlich gut informierten Magazins.

Das Berliner Unternehmen Garamantis hat in Hongkong das Luxusuhren-Geschäft von Wristcheck mit Gestensteuerung für die Produktbetrachtung ausgestattet. Mit der Technologie lassen sich die wertvollen Uhren von allen Seiten anschauen, ohne sie berühren zu müssen. Zum Einsatz kommen Lidar-Sensoren zur optischen Abstands- und Geschwindigkeitsmessung, kurz für light detection and ranging. „Grundsätzlich eignet sich diese Technologie bei allen Produkten oder Exponaten, die vor direktem Zugriff geschützt werden sollen, also beispielsweise Schmuck, Luxusartikel oder auch besondere Exponate“, sagt Garamantis-Chef Oliver Elias im ixtenso-Interview. Mehr dazu auch in einem YouTube-Video sowie in der Projektbeschreibung.

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Tegut mit neuem Bonusprogramm, Pepco in Deutschland gestartet, Lakrids by Bülow wächst um 14 Prozent

Der Lebensmittelhändler Tegut hat vor wenigen Tagen ein neues Kundenbindungsprogramm namens Tebonus gestartet. Punkte können wahlweise mit einer Plastikkarte oder per App gesammelt werden. Die gesammelten Punkte können im Anschluss wie Bargeld eingelöst werden. Besonderheit des Programms: Kund*innen können drei Lieblingsprodukte festlegen, der Käufe 20-fach, 10-fach und 5-fach bepunktet werden. „Unser Ziel war es, das individuellste Kundenbindungsprogramm im Lebensmitteleinzelhandel an den Start zu bringen“, sagt Tegut-Marketingchef Rainer Rausch dazu. Das neue Bonusprogramm wurde zusammen mit dem IT-Partner AraCom realisiert.

Die polnische Handelskette Pepco hat vor kurzem ihre erste Filiale in Deutschland eröffnet, und zwar im Shopping-Center Boulevard Berlin in Berlin-Steglitz. Pepco ist mit mehr als 2.500 Filialen in 16 europäischen Ländern präsent und startete zuletzt in Österreich. Das Sortiment umfasst Mode, Heimtextilien, Spielwaren, Haushaltswaren und Deko-Artikel, die Preise sind im Discount-Bereich angesiedelt. Bezahlt werden kann im Laden wahlweise an vier Self-Checkout-Kassen von Diebold Nixdorf oder an zwei regulären Kassen. Mit Diebold Nixdorf arbeitet Pepco bereits in mehreren Ländern zusammen: Auch in Italien, Spanien und Österreich setzt Pepco Self-Checkout-Systeme des Herstellers ein.

Die dänische D2C-Marke Lakrids by Bülow meldet Rekordergebnisse für 2021: Der Umsatz stieg um 14 Prozent auf 293 Millionen Dänische Kronen (fast 40 Millionen Euro), das bereinigte EBIT stieg um 23 Prozent auf 35 Millionen Dänische Kronen (4,7 Millionen Euro).  „2021 war für Lakrids by Bülow das beste Jahr seit Bestehen. Das Wachstum wurde hauptsächlich vom E-Commerce getragen und durch unsere stark wachsende Kundengemeinschaft stark gefördert“, sagt CEO Fredrik Nilsson. Die Lakritz-Marke, die letztes Jahr mit der Kampagne „Share it with a hater“ für Aufsehen sorgte, erwirtschaftete 57 Prozent ihres Umsatzes per D2C über den eigenen Webshop sowie eigene Läden, den Rest über Partnerhändler.

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K5 Konferenz: Erste Programmpunkte
Die ersten Programmpunkte der K5 FUTURE RETAIL CONFERENCE stehen fest. Schau nach, wann Speaker*innen, wie Dr. Michael Peterseim (KaDeWe) und Isabel Bonacker (BABOR) auf der Bühne stehen und sichere Dir Dein Ticket!

HelloFresh Go findet Käufer, E-Commerce in den USA knackt bald die Billion

Eigentlich läuft es ja glänzend für das Dax-Mitglied und Kochboxen-Anbieter HelloFresh, wenn man Quartal für Quartal die neuesten Rekorde liest. Eine Ausnahme bildet aber der Ableger HelloFresh Go, der im März insolvent gegangen war. Doch nun hat der Insolvenzverwalten einen Käufer für den Vermieter von Lunch-Kühlschränken für Büros gefunden, dessen Geschäft in der Corona-Pandemie eingebrochen war. Das schwedische Unternehmen Convini, das ebenfalls Lunch-Kühlschränke und auch Kaffeeautomaten vermietet, übernimmt HelloFresh Go zum 1. Juni. Die etwa 80 Mitarbeiter*innen sollen übernommen werden, für die Kund*innen von HelloFresh Go soll sich zunächst nichts ändern.

Die Ausgaben von Verbraucher*innen in den USA im E-Commerce nähreren sich der Schwelle von 1 Billion Dollar. Nach Angaben des US-Handelsministeriums erreichten die E-Commerce-Umsätze in den letzten zwölf Monaten 975 Milliarden Dollar. Damit hat sich der E-Commerce-Markt innerhalb von nur drei Jahren beinahe verdoppelt, denn damals lag der Wert erst bei 518 Milliarden Dollar. Damals hatte der Markt noch sieben Jahre gebraucht, um sich zu verdoppeln. Wenn die Corona-Pandemie nicht eingetreten wäre und der E-Commerce weiterhin seine jährliche Wachstumsrate von 14 bis 15 Prozent beibehalten hätte, dann würden wir jetzt erst von ca. 780 Milliarden Dollar sprechen – so ist der Markt aber nun 25 Prozent größer als ohne Corona erwartet.

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