US-Kunden wünschen sich im Handel mehr Personalisierung, aber nicht zu viel.

von Christian Bach am 10.März 2015 in News, Trends & Analysen

Q Accenture Personalization Survey - Infografik Studie US-KundenAuf mich zugeschnitten: Solche Angebote wünschen sich viele Kunden in den USA. Dafür sollen aber bitte nicht zu viele persönliche Daten gesammelt werden, wie die „Accenture Personalization Survey“ zeigt. 57 Prozent der Befragten wünschen sich zwar Echtzeit-Angebote per Smartphone. Aber nur 20 Prozent der US-Kunden wollen dafür ihre aktuelle Position und sogar nur 14 Prozent ihre Browserhistorie an Händler preisgeben. Diese Ergebnisse verdeutlichen den Widerspruch, vor dem viele Händler stehen. Mithilfe von Apps, Online-Shops und Co greifen sie auf viele Daten ihrer Kunden zu. Diese würden sie gern einsetzen, aber bei zu viel Überwachung schrecken die Kunden auch wieder zurück. In den USA wünschen sich 82 Prozent der stationären Kunden automatische Angebote beim Bezahlen über Bonusprogramme und Coupons. 52 Prozent der Befragten hätten gern passende Vorschläge zu ihren bisher ausgewählten Produkten. Ähnlich dürfte die Situation in Deutschland aussehen, wenn nicht sogar noch krasser. Denn die deutschen Kunden sind weltweit als Schnäppchenjäger und auch als Datenschutz-Fanatiker bekannt.

Erst im Januar zeigte die Studie „Cross-Channel: Akzeptanz der Digitalisierung am POS“ des Hamburger Marktforschungsinstituts Fittkau & Maaß Consulting, dass das Smartphones inzwischen auch für die Deutschen das persönlichste Gerät ist, wie Location Insider berichtete. Technologien, wie Beacons, NFC, RFID und QR-Codes, bieten den Händlern zusätzliche Zugänge zu ihren Kunden. 32 Prozent der deutschen Smartphone-Besitzer haben großes Interesse am Scannen von QR-Codes, um auch mobil Preise vergleichen zu können. Aber auch standortbasierte Dienste spielen laut der Studie eine Rolle im Handel: 32 Prozent der Smartphone-Besitzer interessieren sich für die Nutzung ihrer Smartphones als Routenplaner beim Einkauf. 29 Prozent möchten über Sonderangebote und Rabatte von Geschäften in der Umgebung erfahren. Trotzdem haben 65 Prozent der Smartphone-Besitzer Bedenken, dass Datenschutzbedingungen missachtet werden. Dabei kann man davon ausgehen, dass die befragten Smartphone-Besitzer noch nicht einmal zu den Menschen gehören, die Innovationen vollkommen ablehnen. Ein Lösungsansatz für Händler könnte Transparenz sein. Die Kunden müssen jederzeit wissen, was mit ihren Daten genau passiert. Dann teilen sie diese vielleicht auch eher.

630 Accenture Personalization Survey - Infografik Studie US-Kunden
accenture.com

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