Zalando optimistisch, Ikea zeigt Wohnen der Zukunft, Carrefour lässt per Sprache einkaufen.

von Stephan Lamprecht am 18.Juni 2020 in News

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die stärkere Nutzung von digitalen Technologien (Stichwort Zoom-Konferenzen) zählt sicherlich zu den wenigen guten Seiten der Pandemie. Das gilt auch für den Handel. “Im Handel ist nun vieles möglich, was vor Corona mitunter schwierig erschien. Verfügbarkeitsanzeige, Online-Reservierung, Drive-In-Abholung – das sind alles Services, die Kunden inzwischen rege nutzen.” Das sagt etwa Lars Hofacker, E-Commerce-Experte beim EHI, anlässlich der neuen Studie „Connected Retail 2020“. Demnach planen fast 30 Prozent der befragten Händler neben dem Online-Shop weitere digitale Touchpoints. Ein wichtiger und richtiger Schritt in die Zukunft.

Tschüss und bis zur nächsten Ausgabe
Ihr Stephan Lamprecht

Zalando zeigt sich optimistisch, Verdi sieht Bewegung bei Karstadt-Kaufhof

Vor wenigen Woche zeigte sich Zalando wegen der Pandemie öffentlich eher zurückhaltend, was die Zahlen betrifft. Zur Freude von Anlegern und Analysten hat das Unternehmen jetzt mitgeteilt, dass es mit deutlichen Zuwächsen bei Umsatz und operativem Gewinn rechne. Tatsächlich liege die Entwicklung des bald zu Ende gehenden zweiten Quartals deutlich über den Erwartungen. Einer der Gründe für das überraschende Wachstum liege im geänderten Kundenverhalten.

Nach Ansicht der Gewerkschaft Verdi hat es in den Gesprächen über die Zukunft von Galeria-Karstadt-Kaufhof Bewegung gegeben. Demnach sei der Abbau von 10 Prozent des Personals in den bestehenden Filialen sowie die Ausgliederung des Waren-Service-Teams vorbehaltlich einer Gesamtlösung vom Tisch. Die Gewerkschaft stellt sich auf lange Verhandlungen über Zukunftskonzept und Sozialtarifvertrag ein.

Ikea zeigt das Heim der Zukunft, Amazon nutzt AR zur Abstandswahrung

Ikea hat gemeinsam mit seinem Design-Labor Space10 eine neue Online-Plattform gestartet, die sich mit der Zukunft des Wohnens beschäftigt. Die Plattform “EverydayExperiments.com” will zeigen, wie wir dank digitaler Technologien in der nahen Zukunft wohnen werden. Zu sehen sind einige überraschende Design-Studien, wie ein optisches Soundsystem, das Klänge visualisiert. Und mit einem AR-Editor können die Besucher mit neuen Möbelstücken experimentieren.

Damit die Mitarbeiter in der Logistik einfacher die Abstandsregeln während der Pandemie einhalten können, setzt Amazon auf ein System mit Augmented Reality. Dazu werden die Abstände zwischen den Personen gemessen und Personen, die weit genug von einander entfernt sind, auf großen Monitoren grün markiert. In erster Linie ist die Darstellung wohl eher als visuelle Erinnerung für die Mitarbeiter zu verstehen, denn eine regelrechte Warnung spricht das System nicht aus.

Walmart investiert in Med-Tech, Carrefour lässt per Sprache einkaufen

Für kolportierte 200 Mio Dollar hat sich Walmart die Plattform des Startups CareZone gesichert. Das 2012 gegründete Unternehmen entwickelt Apps mit denen Erkrankte ihre Medikationspläne verwalten können. Per App können die Nutzer überprüfen, welche Verschreibungen von ihrer Versicherung übernommen werden und können zudem die Lieferung der Medikamente organisieren.

Die französische Kette Carrefour hat in Zusammenarbeit mit Google den Einkauf per Sprache gestartet. Über den Google Assistant können die Konsumenten durch Nennung von einfachen Worten oder Markennamen per Smartphone oder smarten Lautsprechern Produkte suchen, die dann auch gleich in den Warenkorb des Lieferdienstes von Carrefour gelegt werden. Als Voraussetzung müssen nur Google-Konto und Kundenkonto bei Händlern miteinander verknüpft werden.

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