Zalando übernimmt Fision, Schuhe24 bringt Kundenkarte, H&M nutzt digitale Bons.

von Stephan Lamprecht am 19.Oktober 2020 in News

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen werden Befürchtungen laut, es könnte erneut Beschränkungen im Handel geben. Und das führt zu was? Genau: teilweise erhöhter Nachfrage nach Toilettenpapier und Nudeln. Zumindest gab es bereits in sozialen Medien die ersten Fotos, die doch stark an das Frühjahr erinnern. Wie die Presseabteilungen der großen Discounter und Ketten des Lebensmitteleinzelhandels vermelden, scheint es sich dabei noch nicht um einen flächendeckenden Trend zu handeln. Zudem bestehe für Hamsterkäufe kein Anlass, da Veränderungen in der Nachfrage seit dem Frühjahr genau beobachtet würden. Wie der Einzelhandel auf die zweite Welle antworten kann, zeigen wir in unserem neuen Whitepaper.

Herzlichst Ihr Stephan Lamprecht

Neues Whitepaper von Location Insider

Aktuell kehrt das Corona-Virus mit voller Wucht zurück: Immer mehr Städte und Landkreise werden zu „Risikogebieten“ erklärt, weil die Anzahl der Neuinfektionen den Grenzwert von 50 pro 100.000 Einwohner pro Woche überschreitet. Bundeskanzlerin Angela Merkel appelliert: „Wir müssen jetzt alles tun, damit das Virus sich nicht unkontrolliert ausbreitet.“ Der Einzelhandel kann seinen Beitrag dazu leisten, in dem er sicheres und hygienisches Einkaufen ermöglicht. Wie, das zeigen wir im Whitepaper „Sicheres Einkaufserlebnis in Corona-Zeiten“. Dafür haben wir uns mit innovativen Partnern zusammengeschlossen: Axis Communications, GLORY, Microsoft und POS TUNING. Im Whitepaper geben wir Antworten auf die drängendsten Fragen des Handels: Wie kann Einkaufen in Pandemie-Zeiten trotz Mund-Nasenschutz zum Erlebnis werden? Und welche Rolle spielen dabei digitale Lösungen?

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Unsere News des Tages:

Zalando investiert in Body-Scan-Spezialisten, Schuhe24 stellt Kundenkarte vor

Zalando übernimmt das Zürcher Software-Unternehmen Fision. Das Unternehmen hat eine Body-Scanning-App und virtuelle Umkleidekabine entwickelt, deren Technologie den Kunden dabei hilft, Kleidung mit der optimalen Passform zu finden. Wie Zalando ausführt, kann das Unternehmen bereits heute für gut die Hälfte aller Artikel Größenempfehlungen aussprechen, deren Basis Daten aus unterschiedlichen Quellen bilden. Mit der zugekauften Technologie sollen die Empfehlungen noch besser werden, mit dem Ziel, Retouren weiter zu reduzieren. Das Team von Fision soll auch nach der Übernahme weiterhin in Zürich ansässig bleiben. Die Übernahme des Unternehmens unterstreicht auch die Bedeutung, die der Markt in der Schweiz für Zalando besitzt. So soll in Zürich auch ein Tech-Hub mit 150 neuen Arbeitsplätzen entstehen.

Im Rahmen seiner Regionalkonferenzen mit den angeschlossenen Händlern hat Schuhe24 eine eigens entwickelte Kundenkartenlösung vorgestellt. In Verbindung mit einer App sollen den Kunden aktuelle, lokale Angebote der Händler gezeigt werden. Die neue Lösung soll auch dazu beitragen, den Kunden in Zeiten von Corona stärker in die Läden zu ziehen. Die Kundenkarte wird voraussichtlich ab November zum Einsatz kommen. Die Funktionen sind so angelegt, dass sie für alle Branchen funktionieren, also auch im Modehandel, bei Juwelieren oder auch in der Möbelbranche.

Thalia Bilanz mit Rückgang im stationären Handel, Retail as a Service in Köln, Lidl ist Großhersteller

Der Buch-Händler Thalia Mayersche hat das Geschäftsjahr 2019/2020 (Ende: 30. September) mit einem Umsatzplus beendet. Über alle Vertriebskanäle hinweg wurden sechs Prozent mehr erzielt. In den Umsätzen von über 1 Mrd. Euro sind aber auch Einmaleffekte eingerechnet. Im stationären Geschäft sieht es mit einem Rückgang um 10 Prozent allerdings nicht so erfreulich aus. Hier zeigen natürlich die Ladenschließungen im Frühjahr ihre Wirkung. Deutlich zugelegt hat der E-Commerce-Umsatz, der um 40 Prozent gewachsen ist. Konkretere Zahlen hat das Unternehmen indes nicht mitgeteilt.

Das Unternehmen Blaenk wird Ende November auf der größten Einkaufsstraße Kölns einziehen, der Schildergasse. Das Unternehmen hat ein Konzept für Retail as a Service entwickelt, das ähnlich wie bei B8ta funktioniert. Noch unbekannte jungen Marken und Startups erhalten so eine Chance, sich stationär gegenüber den Kunden zu präsentieren. Ladenbausystem, Mitarbeiter, Datenanalyse sowie der Checkout-Prozess werden von Blaenk gestellt. Die Startups liefern die Ware und entrichten eine Verkaufsprovision an das Unternehmen. Insgesamt 30 Marken aus den Bereichen Lifestyle, Technologie, Sport und Accessoires sowie kleine Fashion Brands und Designer werden sich in dem Laden präsentieren können.

Discounter Lidl stellt immer mehr Waren selbst her. Besonders bei strategischen Warengruppen wie Schokolade, Eiscreme, Backwaren und Kaffee will sich die Gruppe nicht auf externe Lieferanten verlassen. So mausert sich das Unternehmen zu einem der größten Lebensmittelhersteller Deutschland.

H&M nutzt digitale Kassenzettel, Paypal Commerce Plattform startet in Deutschland

In Großbritannien wird H&M in seinen 300 Stores die digitalen Kassenzettel des Startups Flux einsetzen. Diese können mittels eines Barcodes auch später dazu verwendet werden, Artikel zurückzugeben. Die kontaktlos übermittelten Bons sind auch Teil der Strategie des Modehändlers, nachhaltiger zu werden.


Die bereits im vergangenen Jahr u. a. in Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien ausgerollte Commerce-Plattform stellt Paypal jetzt auch in Deutschland zur Verfügung. Über die Plattform sollen Händler Zugriff auf alle Produkte und Services erhalten, die rund um das Geschäftskonto angeboten werden. Zentral werden so Zahloptionen wie Paypal Plus, Express-Checkout, Ratenzahlung, Abonnements und E-Mail-Rechnungen verwaltet und akzeptiert.

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