Zukunft der Maskenpflicht, Rewe setzt auf Shopreme, Metaverse Fashion Week gestartet.

von Florian Treiß am 24.März 2022 in News

Liebe Leserinnen & Leser,

„tue Gutes und rede darüber“, heißt es, und so hat MacKenzie Scott, Ex-Frau von Amazon-Gründer Jeff Bezos, gestern einmal mehr darüber berichtet, wieviel sie zuletzt an wen gespendet hat: In den letzten neun Monaten hat sie fast 3,9 Milliarden Dollar an 465 verschiedene Organisationen überwiesen. Schließlich ist es ihre Mission, all die Milliarden, die sie bei der Scheidung erhalten hat, für gute Zwecke einzusetzen. Wie wiederum Ralf Kleber, langjähriger Deutschlandchef von Amazon, die Anfänge von Amazon erlebt hat, dazu finden Sie heute einen Podcast-Tipp in unserem Newsletter.

Herzliche Grüße, Ihr Florian Treiß

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Bis zu 6,1 Prozent Inflation, Zukunft der Maskenpflicht, Rewe Scan & Go setzt auf Shopreme

Das Wirtschaftforschungsinstitut ifo hat angesichts des von Russlands Krieg gegen die Ukraine seine Jahresprognose für die deutsche Wirtschaft korrigiert. Die Münchner Forscher rechnen nun mit einer Inflationsrate von 5,1 bis 6,1 Prozent fürs Gesamtjahr 2022. Das wäre die höchste Rate seit 40 Jahren. Im Dezember hatten die ifo-Experten hier noch 3,3 Prozent vorhergesagt. Zugleich erwartet das ifo-Institut in diesem Jahr nur noch zwischen 2,2 und 3,1 Prozent Wachstum – zuvor waren die Wirtschaftsforscher von 3,3 Prozent Wachstum ausgegangen.

Aktuell ist unklar, ob es nach dem 2. April weiterhin eine Maskenpflicht im deutschen Einzelhandel geben wird. Danach läuft nämlich die Übergangsregelung des Infektionsschutzgesetzes in allen Bundesländern aus. Ein Teil der Bundesländer denkt bereits über ein Ende der Maskenpflicht im Handel nach. Einzelhändler hätten dennoch die Möglichkeit, über ihr Hausrecht weiter an einer Maskenpflicht festzuhalten, sehen dies aber skeptisch. So will sich die Schwarz-Gruppe (Lidl/Kaufland) an den gesetzlichen Bestimmungen orientieren und auch Rewe will die Ausgestaltung der neuen Länderverordnungen abwarten, während Edeka wiederum auf die Entscheidungsfreiheit der inhabergeführten Märkte verweist.

Rewe experimentiert bereits seit 2019 unter dem Namen Scan & Go mit Mobile Self-Checkout, wobei unterschiedliche Anbieter und Lösungen getestet wurden. Nun hat sich das Unternehmen entschieden, in Zukunft einheitlich auf die Lösung des österreichischen Startups Shopreme zu setzen, die auch bereits bei der Rewe-Tochter Penny zum Einsatz kommt. Florian Burgstaller, CEO von Shopreme, sagt dazu: „Während des Projekts konnten wir mit Integrationspunkten wie Cashback und Coupons, aber auch dem erfolgreichen Bespielen der Hardwarescanner von Zebra beweisen, wie flexibel und vielseitig unser SDK ist. Es ist schön zu sehen, dass sich mehr als sieben Jahre Produktentwicklung bezahlt machen.“

Biorena in München gestartet, Metaverse Fashion Week läuft, nahtlose Einkaufserlebnisse sind nicht einfach

München hat seit dieser Woche einen weiteren Lebensmittel-Lieferdienst, nachdem zuletzt Knuspr einen außerordentlichen guten Start hingelegt hatte. der neue Anbieter nennt sich Biorena und spezialisiert sich auf biologische, regionale und nachhaltige Lebensmittel – daher auch der Name. Das Startup verfolgt die Vision, „Stadt und Land mit hochwertigen Bio-Lebensmitteln zu verbinden“, berichtet Gründerszene zum Start. Biorena arbeitet mit rund 100 Höfen im Münchner Umland zusammen und bietet ein Sortiment von 2.000 Produkten an.

Heute Nacht ist die erste Metaverse Fashion Week von Decentraland gestartet. Mehr als 60 Marken, Künstler und Designer nehmen teil, darunter Dolce&Gabbana, Etro, Elie Saab oder Imitation of Christ. Anlässlich der Fashion Week eröffnen zudem die Marken Philipp Plein, Forever 21 und Estée Lauder dauerhafte virtuelle Flagship Stores im Decentraland. Wie bei einer richtigen Fashion Week gibt es auch auf der virtuellen Plattform u.a. Modeschauen, Podiumsdiskussionen und After-Show-Parties. Wie man an dem virtuellen Modetreffen teilnehmen kann, erklärt Fashion Network. Infos zum Programm gibt’s im Blog von Decentraland.

„Konsument*innen unterscheiden nicht länger zwischen online und offline. Sie erwarten nahtlose Einkaufserlebnisse – unabhängig davon, über welchen Kanal sie mit einem Unternehmen interagieren. Die Pandemie hat diesen Anspruch weiter verstärkt“, sagt Florian Hübner, CEO und Mitgründer von Uberall. Sein Unternehmen hat deshalb den Marktforscher Forrester beauftragt, Unternehmen zu fragen, wie gut sie das hinbekommen: 70 Prozent aller Entscheidungsträger:innen (65 Prozent in Deutschland) glauben, ihr Unternehmen sei lediglich „durchschnittlich“, „mittelmäßig“ oder sogar „schlecht“ aufgestellt, wenn es darum geht, nahtlose Kundenerlebnisse über alle Touchpoints hinweg zu bieten. Eine Zusammenfassung der Studie gibt’s bei Meedia, die gesamte Studie kann hier heruntergeladen werden.

Ralf Kleber im Podcast, KMU im Großhandel

Ralf Kleber, bis Ende 2021 Deutschlandchef von Amazon, ist bereits 1999 in das Unternehmen eingestiegen und war damit einer der Mitarbeiter der ersten Stunde bei Amazon Deutschland. Im hauseigenen Podcast von Amazon blickt Kleber nun auf 23 Jahre im Unternehmen zurück und gibt einige Anekdoten zum Besten wie etwa, das anfangs eine Zange und ein Schraubenzieher zu seiner Grundausstattung zählten. Zum Start des Amazon Marketplace vor 20 Jahren erklärt er, Ziel sei gewesen, alle Waren anbieten zu können, die Kund*innen auf Amazon kaufen möchten. „Das ist eine Vision, die kannst du nicht alleine erfüllen. Amazon wäre nicht das Amazon, das es heute ist, ohne den Marketplace und ohne die Leidenschaft unserer Verkaufspartner*innen.“

Jedes zweite kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) im Großhandel stuft den Außendienst auch in fünf Jahren noch als zentralen Erfolgsfaktor für den Vertrieb ein – obwohl die Bedeutung des Onlinehandels merklich wächst. Das zeigt eine Studie von ECC Köln und 4Sellers zur Selling Journey im Außendienst des KMU-Großhandels. Zugleich setzt erst jedes zweite KMU im Großhandel auf digitale Tools, um Außendienstmitarbeiter:innen bei der täglichen Arbeit zu unterstützen. Immerhin eins von drei KMU im Großhandel plant innerhalb der nächsten drei Jahre Investitionen in Softwarelösungen. Ein Thesenplakat zeigt, wo bei der Digitalisierung für den KMU-Großhandel verschiedene Potenziale schlummern – kostenloser Download hier.

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