E-Food: 2017 das Jahr des Dammbruchs im Onlinehandel.

von Andre Schreiber am 27.Februar 2017 in Trends & Analysen

Neue Storekonzepte im LEHStartet E-Food nun durch? Wohl kaum ein Thema beschäftigt den Lebensmitteleinzelhandel und Branchendienste so stark, wie der Einkauf per Internet. Und es gibt für die Anbieter durchaus gute Gründe anzunehmen, dass der Onlinehandel ein Wachstumssegment sein wird. Denn Inzwischen plant jeder fünfte Befragte, künftig Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs online zu kaufen, wie etailment eine aktuelle Studie des bevh zusammenfasst. Satte 26,7 Prozent mehr Umsatz wurde im vergangenen Jahr online erreicht.

Eine große Scheibe von den Umsätzen will sich Amazon mit seinem Lieferdienst „Fresh“ abschneiden. Noch ist nicht sicher, wann es denn damit bundesweit losgehen wird. Fest steht aber, dass das Unternehmen in den Startblöcken steht, um loszulegen. Und in den USA experimentiert Amazon munter weiter in Sachen Lebensmittelhandel. So soll in Seattle demnächst ein Shop eröffnen, der Lebensmittel per Click & Collect bereitstellt. In einem Zeitfenster von 15 Minuten bis zu 2 Stunden können die Kunden dann ihr bestellten Güter abholen.

„Der Kunde der Zukunft wird seinen Bedarf an Produkten, die er regelmäßig braucht, wie Waschmittel und H-Milch, im Netz kaufen und sich liefern lassen“, glaubt Rewe-Chef Alain Caparros. „Den Rest kauft er vor Ort im Laden.“

Deswegen rüstet sich der klassische Handel gegen die wachsende Konkurrenz aus dem Internet mit allerhand neuen Ladenkonzepten, wie ein Artikel im Focus zeigt. Gesetzt wird auf Gastronomie, Bars, Live-Cooking aber auch mehr regionale Produkte. Problematisch könnten hier die Kosten werden. Denn der Umbau der Läden verschlingt reichlich Geld, wie auch höhere Personalkosten. Und hier drohen durchaus finanzielle Schieflagen. Denn eines ist sicher. Der deutsche Verbraucher ist bei Lebensmitteln sehr preisbewusst. Deshalb ist die Frage durchaus berechtigt, ob die größere Freude am Einkaufen in den neuen Supermärkten auch zu vollen Einkaufstüten führt.

Handelsexperte Gerrit Heinemann von der Hochschule Niederrhein ist sich in einem Artikel von Channelpartner sicher: „Das Jahr 2017 wird das Jahr des Dammbruchs im Onlinehandel mit Lebensmitteln, und Amazon wird der Dammbrecher.“

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