Amazon will Expresslieferungen nach München bringen.

von Christian Bach am 10.September 2015 in Topnews

Amazon Paket - shutterstock 196805375Schnell geliefert: Amazon macht ernst und bereitet in München den Start eines Expresslieferdienstes vor, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) in Bezug auf anonyme Mitarbeiter des E-Commerce-Riesen. Demnach baut der Online-Riese derzeit ein neues Logistikzentrum im Münchner Stadtgebiet und eines im 20 km entfernten Olching. Lokale „Amazon Prime“-Kunden sollen ab 2016 ihre Lieferungen innerhalb weniger Stunden erhalten. Der E-Commerce-Riese kommentiert solche Berichte wie immer nicht: „Wir äußern uns nicht zu Gerüchten“, sagt Unternehmenssprecherin Anette Nachbar der „SZ“. Ein Dementi sieht freilich anders aus. Informationen zur genauen Lage und Startzeit der Logistikzentren sowie der Anzahl der Mitarbeiter nennt die „Süddeutsche Zeitung“ nicht.

Amazon Prime Now Webseite„Eigentlich sollte Prime Now in München schon 2015 starten, doch das wurde von einem Tag auf den anderen verschoben“, sagt ein anonymer Amazon-Mitarbeiter. Offenbar hatte der Start eines ähnlichen Dienstes im Ausland mehr Priorität: Denn der E-Commerce-Riese bietet seit diesem Sommer in Großbritannien Same Hour Delivery an. Nach dem Start von Prime Now in London hat Amazon den Service Anfang August auch nach Birmingham und Umgebung gebracht. Seitdem können sich Amazon-Kunden dort 20.000 Produkte innerhalb einer Stunde liefern lassen. Ähnliches ist wohl nun auch für München geplant. In Großbritannien werden 7 Pfund pro Express-Lieferung fällig – für knausrige deutsche Kunden womöglich zu viel. Im Gegensatz zu vergleichbaren Angebote in Deutschland hat Amazon allerdings einen enormen Reichweitenvorteil und könnte die Kosten seines neuen Express-Lieferdienstes langfristig in den Kosten fürs Prime-Abo verstecken oder ein Upgrade auf eine Premium-Mitgliedschaft anbieten. So oder so: Für stationäre Händler dürfte ein solcher Amazon-Lieferdienst keine gute Nachricht sein. Sie verlieren mit taggleichen Lieferungen ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal gegenüber dem Online-Handel. Aber: eBay Now hat gezeigt, dass sich selbst große Online-Player an solchen Experimenten die Finger verbrennen können. (Bild: Amazon via shutterstock.com)
sueddeutsche.de

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