Einzelhandel mit Fünf-Jahreshoch, Fyndiq kommt nicht nach Deutschland, Ikea findet Ravensburger Station erfolgreich.

von Markus Gärtner am 12.April 2016 in Kurzmeldungen

– L-BUSINESS –

Deutscher Einzelhandel ist so positiv gestimmt wie seit fünf Jahren nicht mehr und dürfte dieses Jahr ein Umsatzplus von 2 Prozent erreichen, ergibt die aktuelle Konjunkturumfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) . Während im Online-Bereich die Zeichen weiter auf Wachstum stehen, haben in den Innenstädten allerdings viele Unternehmen mit Rückgängen bei der Kundenfrequenz zu kämpfen.
einzelhandel.de

Fyndiq kommt doch nicht nach Deutschland: Der vielversprechende Online-Marktplatz will sich auf seinen Heimatmarkt Schweden konzentrieren. Immerhin sollen deutsche Händler ihre Waren aber über die Plattform nach Schweden verkaufen können.
e-commerce-magazin.de

Ikea findet seine erste Bestell- und Abholstation in Ravensburg erfolgreich, nennt aber keine konkreten Zahlen. Das deutsche Pilotprojekt läuft seit 3 Monaten. Eine reine Abholstation war zuvor schon in Leipzig gestartet, eine weitere in Flensburg ist in Planung.
schwaebische.de

ElectronicPartner startet Webshop – und zwar ausschließlich mit Click & Collect: Seit 6. April können Kunden online bestellen, müssen aber in der Filiale abholen. Die Tochtermarke Medimax hat den Service bereits im vergangenen Sommer gestartet.
mediabiz.de, channelobserver.de

Outfitter.de geht an den österreichischen Immobilienkonzern Signa Retail (u.a. Karstadt, KaDeWe). Signa kauft für einen ungenannten Preis 60 Prozent der Anteile an dem deutschen Online-Sporthändler. Outfitter.de wurde 1998 gegründet und brachte 2015 einen Nettoumsatz von 40 Mio Euro.
trend.at

Prada will seine E-Commerce-Umsätze in den nächsten zwei Jahren verdoppeln und einige der 618 stationären Läden schließen. Im Webshop werden allerdings keine Edel-Klamotten angeboten, vor allem Schuhe wollen die Italiener dort loswerden.
internetretailer.com

Flurfunk-App in Stuttgart am Start: Nutzer sollen standortbasierte Infos zu aktuellen Themen, Veranstaltungen und später auch zu Gastronomie und Einzelhandel erhalten. Dafür kooperieren die Gründer u.a. mit Stuttgarter Medien und Blogs. Die App soll in weitere deutsche Großstädte kommen und auch weltweit expandieren.
openpr.de

– L-NUMBER –

Um bis zu 20 Prozent können sich die Preise in deutschen und österreichsichen Web-Shops unterscheiden, so eine Untersuchung der Arbeitskammer Österreich über das so genannte Dynamic Pricing. Dadurch würden dem Kunden Online-Presivergleiche erschwert, heißt es.
etailment.at

– L-QUOTE –

„Die meisten Kunden brauchen ihre Waren nicht wirklich am selben Tag. In größeren Städten wie New York macht es Sinn. Aber im Großen und Ganzen bin ich nicht sicher, ob dadurch so viel mehr verkauft wird.“

Leigh Helsel von der IT-Beratungsfirma ICC meint, dass Same Day Delivery vielleicht doch nichts für die breite Masse ist.
retaildive.com

– L-TRENDS –

Google will Händlern und Dienstleistern in deren Suchergebnissen mehr Platz für Infos geben. Auf einer neuen Plattform sollen vor allem für Smartphone und Co optimierte Seiten besser gelistet werden, berichtet etailment.de.
etailment.de, businessinsider.de

Amazon: Roboter können den menschlichen Arbeiter in den Lagern des Online-Händlers noch lange nicht ersetzen, beschreibt die „Seattle Times“. Im Gegenteil: Amazon hat rund 230.000 feste Mitarbeiter (Stand 2015) und mausert sich nebenbei nach Walmart zum zweitgrößten Arbeitgeber in den USA.
seattletimes.com

Retouren in den USA erfolgen im E-Commerce drei Mal so häufig wie in der Filiale: 30 Prozent der online bestellten Produkte gehen an den Verkäufer zurück, im stationären Handel sind es nur 9 Prozent, so eine Infografik von Invesp Consulting.
etailment.at

Beacons bewegen sich zwischen Marketing-Hoffnung und Alptraum für den Kunden, erklärt Experte Mike Krell das Phänomen. Er beschreibt, wie US-Firmen wie Lord & Taylor das System erfolgreich umsetzen.
forbes.com

Internet der Dinge kann auch den Einzelhandel dramatisch verändern. Emarketer veranschaulicht mit einigen Studien das Potenzial und die bereits bestehenden Investitionen der Händler.
emarketer.com

– L-QUOTE –

„Ein Bereich, der bei uns besonders ausgeprägt ist, ist Scheitern. Ich denke, dass wir der beste Ort weltweit sind, um zu scheitern. Und Scheitern und Erfindung sind zwei unzertrennbare Zwillinge.“

Amazon-Chef Jeff Bezos sieht in Misserfolgen immer auch die Möglichkeiten.
amazon-watchblog.de

– L-FUN –

Fernweh: Konsumbewusste Kunden kaufen gern aus der Region, weiß auch die UK-Handelskette Tesco und gibt ihren Markenlinien anglophile Namen wie Willow, Boswell und Woodside. Obwohl branchenüblich, gibt es herbe Kritik – denn die Waren stammen u.a. aus Chile und den USA.
bauernzeitung.ch, foodnavigator.com

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