Fleurop bietet Postversand an, H&M testet Beacons, Macy’s mit Beacon-basiertem Gewinnspiel.

von Florian Treiß am 02.November 2015 in Kurzmeldungen

– L-BUSINESS –

Fleurop bietet erstmals den Blumenversand per Post an – und dürfte dadurch intern vor einer Zerreißprobe stehen: In der mehr als 100-jährigen Geschichte hatte der Zusammenschluss von 6.500 Blumenhändlern immer auf die persönliche Zustellung durch einen Floristen gesetzt. Doch die Konkurrenz u.a. durch den starken Versandhandel von Blume 2000 sorgt nun offenbar für ein Umdenken.
welt.de

H&M springt auf den Beacon-Zug auf: In Stockholm hat der Moderiese mehrerer seiner Filialen mit Bluetooth-Funksendern ausgestattet, die vom schwedischen Startup Shopjoy stammen. Noch macht H&M allerdings aus seiner Beacon-Strategie ein ziemliches Geheimnis und spricht nur von einem kleinen Testlauf mit ausgewählten Personen.
swedishstartupspace.com

Macy’s führt in seinen über 700 Filialen in den USA zum Black Friday Ende November ein mobiles Gewinnspiel durch, das auf Beacon-Technologie basiert. Kunden, die die App von Macy’s installiert haben, können beim Betreten von Filialen Preise im Wert von über 1 Mio Dollar gewinnen. Jeder Kunde kann pro Tag fünfmal an dem Gewinnspiel teilnehmen.
mobilecommercedaily.com

Amazon zieht in den USA bei einigen Angeboten für lokale Händler den Stecker. Nur 14 Monate nach dem Start gibt Amazon Local Register wieder auf, ein mobiles Kreditkarten-Lesegerät fürs Smartphone à la Square. Außerdem stampft der Online-Riese die Groupon-ähnlichen Daily Deals bei Amazon Local ein, die es bislang in 40 US-Städten gab. Auch die App von Amazon Local wird eingestellt.
geekwire.com (Local Register), geekwire.com (Amazon Local)

Foursquare könnte zum ortsbezogenen Datenlieferanten für Google Now werden. Ein Techblogger von Venturebeat ist über einen entsprechenden Testlauf gestolpert, bei dem ihm innerhalb von Google Now diverse ortsbezogene Tipps von Foursquare angezeigt wurden – und das, obwohl er auf seinem Smartphone gar keine Foursquare-App installiert hatte.
venturebeat.com

Bayern will die drei Städte Coburg, Günzburg und Pfaffenhofen im Rahmen eines Modellprojekts zu digitalen Einkaufsstädten aufpimpen. Zentrales Ziel des Modellprojekts ist es, den Einzelhandel mit einer effizienten Verknüpfung von stationärem und Online-Handel fit für die digitale Zukunft zu machen. Insgesamt 36 Städte hatten sich für das Projekt beworben.
np-coburg.de, augsburger-allgemeine.de

– L-NUMBER –

2.500 Ausbildungsstellen zum Kaufmann im Einzelhandel und rund 1.600 zum Verkäufer sind in diesem Jahr in Deutschland noch unbesetzt. Somit ist jeder zwölfte Ausbildungsplatz noch frei. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) attestiert dem Handel nach einer Azubi-Umfrage ein schlechtes Image – das könnte einer der Gründe sein.
derhandel.de

– L-QUOTE –

„Ich liebe Läden. Und ich besuche sie gerne. Dort kann man unheimlich viel lernen was man nicht vergessen darf, wenn man im Internet erfolgreich sein will. Zum Beispiel das Gefühl, wie es ist, wenn man zum ersten Mal seinen eigenen Laden aufschließt.“

Amazons Deutschlandchef Ralf Kleber geht selbst gern im stationären Handel einkaufen – bezeichnet aber auch seine Website als „Laden“.
rp-online.de

– L-TRENDS –

Media Saturn orientiert sich strategisch weiter in Richtung Freenet, analyisert Jochen Krisch von Exciting Commerce. Er sieht dafür die neuen Mini-Filialen von Saturn als wichtiges Zeichen, denn diese erinnern ihn an die Läden der Freenet-Tochter Gravis. Krisch hält es für wahrscheinlich, dass sich Media Saturn und Freenet irgendwann zusammentun könnten.
excitingcommerce.de

Idee + Spiel hat vor einer Woche einen eigenen Online-Marktplatz für seine 700 Spielwarenhändler gestartet. Theoretisch sollen die Angebote nahegelegener Händler zuerst angezeigt werden, doch das klappt noch nicht so recht. Aber auch wenn diese Kinderkrankheiten beseitigt sind, wirkt der Marktplatz wenig durchdacht, kritisiert Stephan Meixner. Er befürchtet u.a. einen Preiskampf unter den Mitgliedern.
neuhandeln.de

Same Day Delivery soll das nächste große Ding werden: Mit der Lieferung am selben Tag können Online-Händler einen der letzten großen Vorteile der stationären Händler aushebeln, nämlich die sofortige Warenverfügbarkeit. Doch bislang bleibt der Erfolg aus: „Der Kunde in Deutschland möchte die Lieferung so schnell wie möglich, aber vor allem möchte er nichts dafür bezahlen“, sagt IFH-Forscher Kai Hudetz. Solange der Express-Service extra kostet, wird er kaum genutzt.
handelsblatt.com

Handel 2.0: Microsoft-Manager Gregor Bieler meint, dass Aussitzen keine Option ist, und verlangt von Händlern, den digitalen Wandel als Chance zu sehen. Wichtig ist demnach, die Customer Journey nicht mehr linear anzusehen, sondern Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Touchpoints zu betrachten. Auch sollten stationäre Händler den Einkauf stärker inszenieren und zum Erlebnis machen – denn das „reine Verkaufen vom Datenblatt“ könnten Maschinen besser.
haufe.de

Shopping Malls verkommen in Nordamerika teils zu Geisterstädten. Oft noch in einer Zeit eröffnet, in der die glitzernden Konsumtempel auf der grünen Wiese boomten, sind diese in vielen Orten nicht mehr zeitgemäß. Einerseits zieht es die Menschen wieder verstärkt in die lange Zeit totgesagten Innenstädte und lokales Shopping in kleinen Läden liegt wieder im Trend. Genauso setzt natürlich der Bummel im Online-Shop die Einkaufszentren unter Druck.
suedkurier.de

– L-QUOTE –

„Ich glaube, in zwei oder drei Jahren werden Amazon und die deutschen Discounter direkte Wettbewerber sein.“

Handelsexperte Thomas Täuber von der Unternehmensberatung Accenture über den Einstieg von Amazon in den Lebensmittelhandel.
welt.de

– L-KLICKTIPP –

Leitfaden iBeacon: Hans J. Even von TWT Interactive beschreibt auf unserem Schwesterportal mobilbranche.de, wie der technische Roll-Out der Bluetooth-Funksender gelingt. Zudem zeigt er fünf Anwendungsszenarien für iBeacon, die von Indoor Navigation über E-Learning, Kundenansprache und Expert Locator bis hin zum Notfallhelfer reichen.
mobilbranche.de

– L-FUN –

Öffentlicher Schlagabtausch zwischen Handelsforscher Gerrit Heinemann und dem bevh klingt immer mehr wie eine Geschichte aus Absurdistan. In einem Gastkommentar für die „Internet World“ beschwert sich Heinemann, dass der Versandhandelsverband mehrere Jahre alte Terminabsagen aus der Schublade geholt habe, die damals begründet sowie entschuldigt erfolgten. Seine Kritik am bevh-Zahlensalat habe offenbar ins Schwarze getroffen, folgert Heinemann.
internetworld.de

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