Google beendet geheimes Beacon-Projekt „Google Here“.

von Christian Bach am 01.September 2015 in News

Google Maps AppSie haben das Ziel nicht erreicht: Den Mut zum Scheitern kann man Google nicht absprechen. Nun beendet der Webriese ein Geheim-Projekt namens „Google Here“, berichtet „Fortune“ in Bezug auf geheime Quellen und ein geleaktes, internes Dokument. Ziel des Projekts war es, dem eigenen Kartendienst Maps in Zusammenarbeit mit Händlern wie Starbucks mehr Kontext zu verleihen – zum Beispiel mit Hilfe von standortbasierter Werbung. Ein Szenario: Nutzer der Kartendienst-App sollten zum Beispiel beim Betreten von Partnergeschäften über Beacon-Funksender standortbasierte Nachrichten auf ihrem Smartphone erhalten. Der Plan sah vor, dass Händler die Push-Meldungen selbst gestalten und aussenden können. Beim Klick auf die Push-Nachricht hätte eine Vollbild-Werbung auf dem Smartphone-Display angezeigt werden sollen, die spezielle Angebote oder das eigene Bonusprogramm bewirbt. Google hätte damit das größte Problem der Beacon-Technologie gelöst: die mangelnde Reichweite. Als reichweitenstärkste App könnte Googe Maps maßgeblich zum Durchbruch der Beacon-Technologie beitragen. Nutzer müssten sich nämlich nicht mehrere Händler-Apps herunterladen, um das jeweilige Beacon-Programm zu nutzen. Umgekehrt würde Google dadurch wieder wertvolle Nutzerdaten generieren, die sonst den Datenschatz der Händler aufwerten würde.

Nun hat Alphabet-CEO Larry Page aber das Projekt beendet, bevor es richtig begonnen hat. Über die Gründe lässt sich nur spekulieren. Laut Fortune könnte der Name ein Grund für das Aus des Projekts sein. Die Namensrechte dürfte der ehemalige Nokia-Kartendienst Here besitzen. Ein anderer Grund soll die Anzahl der teilnehmenden Händler sein. Denn ohne mehrere große Player – wie eben Starbucks – funktioniert solch ein Projekt erst gar nicht. Zudem soll Page damit gehadert haben, dass Nutzer eventuell ungewollte Nachrichten von Google erhalten, die sie stören – Bedenken, welche der Favendo-Geschäftsführer Richard Lemke bereits bei Location Insider beschrieben hat.

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Mitarbeit: Fritz Ramisch


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