Mixed-Reality-Spiegel: Amazon expandiert im Modegeschäft.

von Samuel Held am 05.Januar 2018 in News

Der Onlinehändler Amazon plant offenbar den Ausbau seines Modegeschäfts und will auch in der analogen Welt angreifen. Dabei dürfen innovative Ideen und Technologien natürlich nicht fehlen. Nun patentierte der Konzern einen Spiegel in der Mixed Reality, der die Herzen der Modefans höher schlagen lässt.

Die Neuentwicklung soll es Kunden erlauben, Kleidungsstücke digital auszuprobieren. Dem eigenen Spiegelbild werden dafür digital Hemden und Hosen angezogen, die die Person anschließend vor verschiedenen Hintergründen bewundern kann. Urlauber können ihre neue Badehose somit direkt am Strand sehen. Großer Vorteil für die Kunden: Der Hintergrund wird nicht nur authentischer, sondern ist auch unabhängig von den Lichtverhältnissen in der Umkleidekabine.

Für die Darstellung nutzt Amazon einen zweiten Bildschirm hinter einem durchlässigen Spiegel. Diverse 3D-Sensoren erfassen und verarbeiten den Kunden. Anschließend ist der Spiegel in der Lage, Kleidung aus jedem Winkel auf den Körper zu projizieren und die Umgebung anzupassen.

Mit Alexa Look hatte Amazon erst vor Kurzem einen digitalen Style-Assistenen präsentiert. Das System hilft unter anderem bei der richtigen Kleidungswahl im Alltag. Im Oktober kaufte das Unternehmen für etwa 50 bis 70 Mio US-Dollar das Startup Body Labs. So bekam Amazon Zugriff auf  ein Verfahren für automatisierte 3D-Modelle, das den menschlichen Körper in verschiedenen Formen und Posen darstellen kann.

Das Patent für den Mixed-Reality-Spiegel eignet sich sowohl für den Hausgebrauch, als auch für das Modegeschäft. Nutzer könnten damit Kleidungsstücke vor der Bestellung im digitalen Spiegel testen. Im Geschäft könnten sie Kleider anprobieren, vor verschiedenen Hintergründen ansehen und im besten Fall direkt nach Hause senden lassen. Wann der Spiegel aber auch wirkliche Realität wird, ist noch unklar.

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