Rückzug aus Deutschland: Albert Heijn schließt alle elf Läden.

von Florian Treiß am 15.Dezember 2017 in News

Albert Heijn to go im Duisburger Hauptbahnhof

Keine holländischen Lekkereijen mehr: Die niederländische Supermarkt-Kette Albert Heijn zieht sich nach fünf Jahren wieder aus Deutschland zurück – wobei das Unternehmen hierzulande nie Vollgas gegeben hatte. Denn das Unternehmen, das zum milliardenschweren Konzern Ahold Delhaize zählt, hatte in Deutschland nicht etwa flächendeckend vollwertige Supermärkte eröffnet. Vielmehr handelte es sich nur um elf kleinere Convenience Stores des Labels „Albert Heijn to go“ in Nordrhein-Westfalen nahe der niederländischen Grenze. Und davon wurden sechs eigenständig betrieben, davon drei direkt in den Hauptbahnhöfen in Duisburg, Mönchengladbach und Recklinghausen. Weiterhin gab es zwei Filialen in Düsseldorf und eine in Köln. Hinzu kommen fünf Shop-in-Shops innerhalb von Shell-Tankstellen, die nun in das alte Shell-Shopformat zurückgeführt werden sollen.

Damit überlässt Alebert Heijn das Feld der To-Go-Konzepte an von vielen Pendler frequentierten Orten dem Rivalen Rewe to Go. Der Rückzug in den niederländischen Heimatmarkt dürfte u.a. an der Fusion der Konzerne Ahold und Delhaize liegen, die seit dem Zusammenschluss im letzten Jahr viel Energie kostet, schreibt die LZ. Vieles spricht dafür, dass eine Entscheidung zur Schließung der deutschen Filialen relativ kurzfristig erfolgte, merkt die Westfälische Rundschau an. Denn auf der deutschen Firmenseite seien gestern noch Stellenangebote zu sehen gewesen, die erst im Oktober eingestellt worden seien – doch diese Stellenangebote sind nun verschwunden.

In den letzten Jahren hatte Albert Heijn immer wieder mit Innovationen gepunktet: So eröffnete das Unternehmen bereits 2015 einen Supermarkt ohne Kassierer und ohne Bargeld-Akzeptanz in Amsterdam.

 


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