Zalando lässt taggleich aus stationärem Handel liefern.

von Christian Bach am 21.März 2016 in News

zalando kartons Q

Vom Online-Schuhhändler zum Marktplatz: Zalando will Amazon angreifen und bindet nun auch stationäre Händler in die eigene Plattform ein. Externe Händler können ihre Waren ab sofort über Zalando anbieten und die verkauften Produkte direkt aus dem eigenen Ladengeschäft versenden – so wie es Bodycheck bereits testweise per Same Day Delivery tut. Die Modekette betreibt unter anderem eine Filiale im Berliner Shopping-Center Alexa. „Für die Kunden bedeutet das mehr Auswahl, für den Laden zusätzlichen Umsatz“, sagt Zalando-Manager Christoph Lange. Sein Unternehmen verdient an den Vermittlungsgebühren und will selbst Kosten bei der Logistik einsparen. Zalando geht damit einen weiteren Schritt in Richtung Online-Marktplatz.

Zalando Webseite ScreenshotDabei will es Zalando aber nicht belassen. Der Berliner Online-Händler will Kunden zukünftig auch standortbasierte Nachrichten mit Produktvorschlägen versorgen und so Kunden gezielt in stationären Partnerläden lotsen. „Wenn wir wissen, dass sich eine Person für einen Sneaker interessiert und diese Person sich gerade im Alexa befindet, könnten wir ihr auf das Smartphone einen Hinweis schicken“, erklärt Lange. Details dazu nennt er aber nicht. Bereits jetzt arbeitet Zalando mit standortbasierten Diensten: Die eigene App Fleek empfiehlt zum Beispiel Kleidung speziell zur Wetterlage, wenn der Nutzer zuvor via GPS seinen Standort freischaltet oder ihn manuell angibt.

Zalando macht inzwischen über 3 Mrd Euro Umsatz (+ 33 Prozent) und erwirtschaftete zuletzt einen Gewinn von 121,5 Mio Euro. Das Unternehmen will den Umsatz im laufenden Jahr um bis zu 25 Prozent steigern und rund 180 Mio Euro in Logistik und Innovationen investieren.
reuters.com, tagesspiegel.deberliner-zeitung.de

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