Studie: Kunden sind mobil – wird es der Handel auch?

von Christian Bach am 23.September 2014 in Highlight, Topnews, Trends & Analysen

Grosse Handelsstudie 2014 - CoverSmartphone und Tablets können helfen: Der stationäre Handel ist nicht tot. Er wird auch so schnell nicht gegen den E-Commerce kapitulieren müssen, wenn er sich wenigstens annähernd so schnell an das mobile Zeitalter anpasst wie Kunden es tun. Bereits heute halten 79 Prozent der Deutschen die mobile Informationssuche nach Produkt-Verfügbarkeiten für bedeutend. Vor einem Jahr waren es noch 73 Prozent. Dies sind nur zwei Ergebnisse aus der aktuellen Studie „Zukunft und Potenziale von Location-based Services für den stationären Handel“ vom Handelsverband Deutschland (HDE), kaufDA und dem eWeb Research Center der Hochschule Niederrhein. „Die Studie macht das enorme Potenzial des mobilen Internets für den stationären Handel deutlich“, erklärt Christian Gaiser, CEO der kaufDA-Mutter Bonial International Group. Dabei gibt es immer noch Händler, die sich vor Smartphones fürchten. Diese Bedenken sollten mit dieser Untersuchung ausgeräumt werden. „Das mobile Internet wird im Handel der Zukunft eine herausragende Rolle spielen“, sagt Stephan Tromp, stellvertretender Hauptgeschäftsführer vom HDE, und fügt hinzu: „Eine enorm wachsende Zahl an Kunden erwartet, auf dem Smartphone Informationen über ihre stationären Händler abrufen und den Besuch von Geschäften damit vorbereiten zu können. Insofern sind Location-based Services (LBS) eine große Chance für stationäre Händler, den sich ändernden Kundenerwartungen Rechnung zu tragen und den digitalen Trend für ihr Geschäft nutzen zu können.“

Standortbasierte Dienste helfen Kunden und Händlern

LBS-Studie-Prof. Heinemann-Gaiser, kaufDABei der Nutzung mobiler Geräte lassen sich die User aber nicht auf ein Ziel festlegen. Denn 56 Prozent der Befragten nutzen Apps, um Informationen über Preis- und Warenangebote von bestimmten Händlern in der Nähe zu suchen. 2013 waren es noch 5 Prozent weniger. Ein geringer Sprung im Vergleich zu den Kunden, die direkt im Laden mittels Smartphone nach Informationen suchen: Dies tun heute 240 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Aber nicht nur im Handel ist das mobile Gerät mit seinen standortbasierten Diensten ein wichtiger Begleiter im Alltag. Laut der Untersuchung nutzen heute 81 Prozent der Smartphone- oder Tablet-User eine Location-based-App zur Informationsbeschaffung (2013: 79 Prozent). Darunter zählen zum Beispiel Wetter- und Karten-Anwendungen. Der Handel scheint von LBS jedoch besonders profitieren zu können. „Derzeit ist im Handel wie in kaum einem anderen Wirtschaftssektor eine extreme Dynamik zu beobachten, die zu enormen Veränderungen der Handelsstrukturen führt“, erklärt Prof. Dr. Gerrit Heinemann vom eWeb Research Center, und fügt an: „Insbesondere die Digitalisierung des Handels und die Entwicklung des mobilen Internets sind Treiber dieser Entwicklung. Die Studie macht deutlich, dass vor allem die Smartphone-Nutzung und standortbezogene Dienste enorme Chancen für den stationären Handel mit sich bringen.“ Das mobile Zeitalter ist also längst angebrochen und Location-based Services sind zwar nur ein Teil dieser Entwicklung, können Händlern aber dabei helfen, Kunden wieder zurück in stationäre Läden zu locken.

Die Studie mit einem Vorwort des HDE kann bei uns via E-Mail angefordert werden: christian.bach@locationinsider.de. Bitte nennen Sie in Ihrer Mail Ihren Namen, Firma, Funktion und Anschrift. Mit Ihrer Mail stimmen Sie der Daten-Weitergabe an kaufDA – Bonial International GmbH zu.



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