Adidas: Neue Speedfactory soll dank Robotik und 3D-Druck neue Schuhe schnell zum Kunden bringen.

von Florian Treiß am 21.August 2017 in News

Blick in die Speedfactory. Copyright: Adidas

Digitalisierung im Sport-Business: Adidas hat vor kurzem die Serienproduktion von Sportschuhen gestartet, die zum Teil aus dem 3D-Drucker kommen.  Standort ist die sogenannte Speedfactory in Ansbach, die der Kunststoffverarbeiter Oechsler erbaut hat und betreibt. Eine weitere Speedfactory soll in der US-Stadt Atlanta entstehen. Mittelfristig sollen in beiden Fabriken jährlich  rund 500.000 Paar weitgehend automatisiert hergestellte Schuhe kreiert werden. Auch wenn dies nur eine extrem kleine Zahl gegenüber den aktuell 360 Millionen Paar Schuhen ist, die Adidas jährlich herstellt, so hofft das Unternehmen aus Herzogenaurach dadurch, schneller neue Produkte auf den Markt zu bringen und flexibler auf Trends und Kundenwünsche zu reagieren. Bisher vergingen etwa 18 Monate zwischen dem Entwurf eines Schuhs und jenem Moment, in dem er erstmals im Laden steht, so Firmensprecherin Mandy Nieber gegenüber der dpa. In der „Speedfactory“ soll sich die Zeitspanne auf wenige Stunden verkürzen. Die Testphase in der Speedfactory begann bereits im Dezember 2015, seit diesem Sommer werden die Kapazitäten laut Adidas kontinuierlich gesteigert. Ein YouTube-Video gewährt einen ersten Einblick in die Speedfactory:

Zugleich machte Adidas in den vergangenen Tagen Schlagzeilen damit, sich künftig auf die Metropolen London, Paris, New York, Los Angeles, Tokio und Schanghai konzentrieren zu wollen. Wie Horizont analysiert, geht es bei dieser Strategie darum, Menschen zusammenzubringen – und Berührungspunkte mit der Marke Adidas zu schaffen. Das wird wohl vor allem mit digitalen Communities und Events für diese Communities funktionieren. „Es ist keine Überraschung, dass sich die großen Sportartikler dieser Welt – neben Adidas sind das vor allem Nike, Under Armour und mit Abstrichen auch Puma – von der klassischen Werbung weitestgehend verabschiedet haben. Ihre Zielgruppen erreichen und aktivieren sie über das Internet viel besser“, schreibt Horizont-Autor Ingo Rentz dazu.

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