Autos bei MediaMarkt, Bonita beantragt Schutzschirmverfahren, Ikeas Billy auch in China begehrt.

von Stephan Lamprecht am 09.Juni 2020 in News

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

vor wenigen Tagen hatten wir an dieser Stelle auf die Crowdinvesting-Kampagne von Frischepost hingewiesen. Nun gibt es bereits gute Nachrichten des Unternehmens. Die Kampagne kam bei den Besuchern der Plattform Wiwin dermaßen gut an, dass das Ziel von 450.000 Euro bereits erreicht wurde. Mehr als 180 Anleger haben investiert und sichern damit die weitere Expansion des Online-Hofladens. Und damit zu unseren weiteren News des Tages.

Tschüss und bis zur nächsten Ausgabe
Ihr Stephan Lamprecht

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Fanderl will gehen, Galeria-Karstadt machte später auf, MediaMarkt verkauft Autos

Konzernchef Stephan Fanderl hat dem Eigentümer von Galeria-Karstadt-Kaufhof, dem österreichischen Signa-Konzern, eine einvernehmliche Trennung vorgeschlagen. Fanderl hatte die Leitung von Karstadt im Jahr 2014 übernommen. Krankheitsbedingt soll er bereits seit Mitte März nicht mehr in die Führung der Geschäfte eingebunden gewesen.

Die (eher wenigen) Kunden, die gestern am Morgen bei Galeria-Karstadt-Kaufhof einkaufen wollten, standen an mehreren Orten vor verschlossenen Türen. In Stuttgart, Bochum und Gelsenkirchen öffneten die Warenhäuser beispielsweise mit Verspätung. Grund dafür waren Betriebsversammlungen, auf denen der Betriebsrat die Beschäftigten über die aktuelle Situation informiert hat.

MediaMarkt kooperiert mit dem Autohaus Gotthard König und der Santander Bank. Als Ergebnis können die Kunden ab sofort einen Fiat 500 Hybrid für 99 Euro im Monat leasen. Hinter dem Angebot steht technisch das Unternehmen Vehiculum. Die Macher versprechen, dass die Kunden binnen 15 Minuten zu ihrem neuen Auto kommen. Eine ähnliche Aktion gab es auch bereits in Zusammenarbeit mit Lidl.

Was der Deutsche in der Geldbörse hat, Emma erhöht Umsatzziele, Bonita beantragt Schutzschirmverfahren

Die Deutschen tragen (trotz der häufiger genutzten Alternativen) reichlich Bargeld mit sich herum. Wie Klarna ermittelt hat, sind das im Durchschnitt 89,22 Euro. Dabei gibt es deutlich regionale Unterschiede. Die Niedersachsen nehmen 124 Euro mit sich, während Menschen aus Schleswig-Holstein gerade einmal 53 Euro im Portemonnaie haben. Nach den Zahlen der Befragung werden inzwischen weniger als die Hälfte der Einkäufe im Einzelhandel mit Bargeld bezahlt.

Gute Geschäfte vermeldet das Matratzen-Startup Emma. Das Unternehmen fokussiert sich zwar als D2C-Marke auf den Vertrieb über digitale Kanäle, besitzt aber auch Kooperationen mit dem stationären Handel. Und trotz Coronakrise wurde das Umsatzziel für 2020 um 20 Prozent auf 240 Mio. Euro erhöht.

Der Hamburger Textilkonzern Tom Tailor Holding SE muss einen Insolvenzantrag stellen, als Folge der schlechten finanziellen Lage des Tochterunternehmens Bonita. Das hat ein Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Die Tom Tailor GmbH mit der gleichnamigen Kernmarke ist davon aber nicht betroffen. Vielmehr kündigt das Unternehmen an, eine Bürgschaftszusage für eine zusätzliche Finanzierung über 100 Mio. Euro gesichert zu haben.

Fashion Week geht nach Frankfurt, Chinesen stehen auf Billy, Starter-Edition von ChannelAdvisor

Bisher war die Fashion Week in Berlin zu Hause. Regelmäßige Besucher müssen sich jetzt aber andere Reiseverbindungen und Hotels suchen. Denn ab 2021 findet die Modemesse in Frankfurt statt. Dort soll die Veranstaltung zu einer Messe mit europäischem Format werden. Die Stadtverwaltung dürfte es freuen, denn jährlich soll die Messe für 120 Mio. Euro zusätzlicher Wirtschaftsleistung gesorgt haben.

 

Anfang März hat Ikea auf dem chinesischen Marktplatz TMall einen eigenen Store eröffnet. Wie eine Unternehmenssprecherin verriet, zeigt sich das Unternehmen mit diesem Auftritt zufrieden. Gleich am ersten Tag wurden über 340.000 Besucher zu „Fans“ und am selben Tag wurden 11.500 Bestellungen getätigt. Gefragt sind in China gerade auch Klassiker wie das bekannte Billy-Regal.

Auch ChannelAdvisor will den unter der Coronavirus-Krise leidenden Händlern aus den USA helfen. Dazu bringt das Unternehmen eine Starter-Edition seiner Softwarelösung an den Start. Sie stellt die Verbindung zu den drei Marktplätzen Ebay, Amazon und Shopify zur Verfügung. Nach einer Testphase von 30 Tagen werden monatlich 40 Dollar Gebühren plus 2,5 Prozent Provision auf Umsätze über 10.000 Dollar fällig.

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