„Cadillac Live“: Personal Shopping und digitaler Showroom.

von Stephan Lamprecht am 11.Dezember 2019 in News

Der Berater stellt dem Kunden die Automodelle mittels Videochat vor.

Bereits im März hat der US-Hersteller Cadillac in Kanada sein Konzept „Cadillac Live“ vorgestellt. Und das kommt offenbar bei den Kunden gut an. Mit einer Mischung aus Showroom und Personal Shopper will der Autobauer ein immersives Kauferlebnis erreichen.

Die Automobilbranche schafft es verhältnismäßig selten in unsere News, was aber keinesfalls daran liegt, dass uns der Autohandel nicht interessiert. Nur gibt es nicht so oft über Innovationen zu berichten, die den eigentlichen Vertrieb der Fahrzeuge betreffen. Die Digitalisierungsbestrebungen der Hersteller reichen halt nur bis an die Türen des klassischen Autohauses.

Die Modelle von Cadillac sind nicht gerade Autos, mit denen man schnell um die Ecke zum Brötchenholen fährt. Das kann man damit natürlich auch, allerdings ist Cadillac eher ein Synonym für Luxus und wendet sich an eine kaufkräftige Kundschaft. Die ist nach Angaben des Herstellers zwar umfassend informiert, hat aber wenig Zeit. Und genau hier setzt das Konzept von „Cadillac Live“ an.

Dem Hersteller geht es darum, den Kunden ein möglichst immersives Einkaufserlebnis zu bieten. Auch außerhalb der Geschäftszeiten klassischer Autohäuser. Was die Kunden benötigen, ist Internetzugang mit ihrem Notebook oder Smartphone. Berater erwarten dann die Kontaktaufnahme mit dem Kunden. Sie sind mit einem Bluetooth-Headset, einem iPhoneX und einem Handstativ ausgestattet. Die Kommunikation erfolgt über Zwei-Wege-Audio, aber nur Ein-Weg-Video, d. h., der Kunde kann zwar die Aufnahmen des Beraters sehen, dieser ihn aber nicht.

Der Verkäufer präsentiert live die Vorzüge von bis zu 10 Cadillac-Modellen und beantwortet individuelle Fragen. Möchte der Kunde beispielsweise wissen, wie groß der Kofferraum ist, demonstriert der Berater dies etwa durch eine komplette Golfausrüstung, die er dann in den Wagen räumt. Über eine digitale Schnittstelle zum Desk des Beraters können auch unterschiedliche Ausstattungsvarianten und Farben auf den Bildschirm des Kunden gebracht werden.

Wie so eine Session aussehen kann, zeigt ein kurzes Video:

Die Berater selbst sind aber keine Verkäufer. Ziel ist es, den Interessenten von einer Probefahrt zu überzeugen und an einen lokalen Händler zu vermitteln.

– Anzeige –

REBOOT – die neue Zukunftskonferenz für Handel- und Handelsimmobilien: Unter dem Motto „Tschüß Tellerrand, hallo Übermorgen“ lädt das German Council of Shopping Places (GCSC) am 22. & 23. Januar 2020 nach Berlin ein. Verhandelt wird die Zukunft der Städte und die Rolle, die der Handel darin spielt. Mit dabei: 30 Impulsgeber*innen aus unterschiedlichsten Disziplinen.
Programm & Tickets hier!


Artikel teilen




Abonnieren Sie den kostenlosen Newsletter von Location Insider. Wir liefern darin täglich gegen 11 Uhr business-relevante Hintergründe zur Digitalisierung des Handels.

Hiermit akzeptiere ich die Datenschutzbestimmungen.