Danone führt Track & Connect via Blockchain ein.

von Stephan Lamprecht am 20.Februar 2020 in News, Trends & Analysen

Der Code im Inneren der Verpackung, der nur beim ersten Scan die Herkunft garantiert.

Mitarbeiter von Budnikowsky, dm oder Müller werden sich mit Sicherheit noch daran erinnern: Den Sturm auf Babynahrung und Milchpulver, der zu Höchstabgabemengen in den Filialen führte. Nach einem Skandal vertrauten chinesische Eltern mehr Produkten aus dem Ausland. Die wurden dann von Verwandten oder gegen Bezahlung in den hiesigen Drogeriemärkten gekauft. Danone will den Konsumenten via Blockchain und QR-Code mehr Sicherheit über Herkunft und Inhalt so sensibler Produkte bieten.

Konsumenten, die eine Packung mit Babybrei oder Milchpulver erwerben, müssen sich darauf verlassen, dass sie direkt von Hersteller stammt und auch tatsächlich nur die deklarierten Inhaltsstoffe enthält. Denn dem Pulver ist nicht anzusehen, um was es sich da handelt. Junge Eltern aus Deutschland werden sich über dieses Thema keine Gedanken machen. Das sieht dort anders aus, wo Kunden schon einmal die Erfahrung machen mussten, dass sie Produktfälschungen aufgesessen sind, deren Inhalt möglicherweise sogar gesundheitsgefährdend ist. Der Nachweis von Herkunft und Inhaltsstoffen ist also durchaus ein Thema.

Danone hat angekündigt, das Problem mit „Track & Connect“ mit der Blockchain zu lösen. Über die technischen Details, wie die Blockchain umgesetzt wird, schweigt sich das Unternehmen aus. Aufgrund der Verbindungen des Lebensmittelkonzerns ist wohl davon auszugehen, dass es sich um eine Entwicklung auf Basis von SAP handeln dürfte. Aus Konsumentensicht besteht Track & Connect zunächst einmal aus zwei QR-Codes.

Der Code auf der Außenseite bringt Infos zu Herkunft und Produktion.

Auf der Außenseite der Verpackung ist der erste Code angebracht. Wird er gescannt, ruft das Smartphone detaillierte Informationen zum Herstellungsdatum, Produktionsstandort und den Weg des Produkts bis zum Händler auf. Der zweite Code befindet sich, aufwendig per Laser gedruckt, im Inneren der Verpackung unter dem Frischesiegel. Nach dem Scannen wird eine kurze Mitteilung angezeigt, die die Echtheit des Produkts garantiert. Jedes weitere Scannen des gleichen Codes führt dagegen zu einer Sicherheitswarnung. Damit wird also bereits verhindert, dass der Code einfach kopiert wird.

Starten wird der neue Service zunächst in China für die Produktlinie Aptamil. Im weiteren Verlauf des Jahres soll der Nachweis auch auf Verpackungen in Frankreich, Australien und Deutschland genutzt werden.

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