Decathlon setzt auf Roboter bei der Inventur.

von Andre Schreiber am 14.Dezember 2018 in News

Tally fährt zwischen den Regalen seine Runden und zählt per Kamera und RFID die Waren. (Foto: Simbe Robotics)

Ob sich Roboter, die den Kunden begrüßen und begleiten, im Einzelhandel durchsetzen werden, ist fraglich. Schließlich muss man recht viel Arbeit in so knuffige Gesellen wie „Pepper“ stecken, bis sie mit den Kunden interagieren. Wahrscheinlicher dürfte sein, dass die Robotik Routineaufgaben im Handel übernehmen wird. Der Sportartikelhändler Decathlon reiht sich in den USA jetzt in die Riege der Unternehmen ein, die auf die moderne Technologie setzen.

In Deutschland gehören die Adler-Modemärkte zu den ersten Anwendern von „Tory“, einem Roboter, der permanent die Artikel auf der Fläche zählt. Das Gerät arbeitet nach dem Anlernen der Wegstrecken autonom und sorgt für einen akkuraten Warenbestand. Und auch Walmart in den USA setzt verstärkt auf Robotik. Die elektronischen Kollegen entlasten die Menschen bei der Inventur und wischen auch die Böden (locationinsider hat berichtet).

Ein ganz ähnliches Konzept wie „Tory“ verfolgt „Tally“ des Herstellers Simbe Robotics. Der Roboter wird in der ersten Filiale von Decathlon in den USA in San Francisco zum Einsatz kommen. Dieser „Lab Store“ ist vom Unternehmen dazu gedacht, in den Dialog mit Kunden zu treten und Innovationen zu präsentieren. Tally nutzt die Kombination aus Kameras und RFID-Technik, um den Warenbestand zu ermitteln.

Die vom Roboter erhobenen Daten werden von einer Software ausgewertet, die auch Komponenten für maschinelles Lernen enthält. Mit dem Gesamtsystem sind somit lagerweite Bestandsaufnahmen und regelmäßige Zykluszählungen möglich. Das Management erhält automatisiert Warnmeldungen bei nicht lieferbaren Artikeln oder niedrigem Lagerbestand. Verlegte Produkte können lokalisiert und identifiziert werden. Dabei unterstützt Tally auch bei der Erstellung und Pflege der Planogramme.


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