Die Smartphonisierung des Handels schreitet voran.

von Stephan Lamprecht am 27.Februar 2020 in News

Im Rahmen einer Befragung haben der HDE und das IFH Köln den Einfluss des Smartphones auf das Kundenverhalten untersucht. Das Ergebnis lässt keinen Zweifel daran, dass die Geräte heute tief im Alltag der Konsumenten verankert sind, mit Konsequenzen und Chancen für den Handel.

Die smarten Geräte sind stets griffbereit. Bei fast einem Drittel der Nutzer im Alter von 20-69 Jahren ist das Smartphone rund um die Uhr im Einsatz. Die Befragten gaben an, dass sie nach eigener Einschätzung mehr als 4 Stunden täglich damit verbringen. Die jüngere Generation greift noch deutlich häufiger dazu. Mehr als die Hälfte der 14- bis 19-jährigen gab an, das Smartphone rund um die Uhr zu benutzen. Die Befragten kommen auf eine Nutzungszeit von mehr als 5 Stunden am Tag.

Auch wenn es so scheint, als seien gerade die jungen Menschen mit dem Smartphone verwachsen, können sich die Nutzer aller Altersgruppen auch eine kurze Auszeit vom Gerät vorstellen. Einen Tag auf das Gerät zu verzichten, ist für immerhin 79 Prozent der 20-69-jährigen Nutzer problemlos. In der jungen Zielgruppe ist die Bereitschaft hierfür sogar mit 88 Prozent größer. Je länger aber der in Aussicht gestellte Verzicht auf das Device, umso stärker nimmt die freiwillige Bereitschaft ab. Das Smartphone eine Woche nicht zu benutzen, ist so nur noch für 33 bzw. 25 Prozent der Befragten denkbar.

Die „Abhängigkeit“ vom Smartphone resultiert aus der Vielzahl der im Alltag eingesetzten Funktionen. Dies zeigen die Angaben der Umfrageteilnehmer in Hinblick auf die durch das Smartphone ersetzten anderen Geräte. Kamera, Wecker, Navigationsgerät und MP3-Player sind bei der jungen Generation auf dem besten Wege vollständig durch das Smartphone ersetzt zu werden. Das sieht bei den Älteren ähnlich aus, wenngleich auf niedrigerem Niveau.

Das Smartphone ersetzt immer stärker andere Geräte.

Vielversprechend für den Handel erscheinen die neuen Möglichkeiten, in sozialen Netzwerken direkt einem Kaufimpuls nachgeben zu können, um dargestellte Produkte sofort („Instant Shopping“) zu erwerben. In der jungen Zielgruppe sind bereits drei von vier Nutzern in den sozialen Medien auf ein Produkt aufmerksam geworden. Die wichtigsten Kanäle sind hierbei Instagram, gefolgt von Facebook und Pinterest. Insgesamt wurde bereits bei zwei Dritteln auch ein Kauf ausgelöst.

Von den deutschen Nutzern auf Instagram hat bereits jeder zweite (20-69 Jahre) die Shopping-Funktion gesehen. In der jungen Zielgruppe liegt der Wert sogar noch höher. Bei den jüngeren hat mehr als jeder dritte Instagram-Nutzer den Shopping-Link bereits angeklickt, bei den älteren sind es 20 Prozent.

Damit drängt sich für den Handel die Frage auf, mit welcher Strategie er dieses Potential heben kann. Ein Versuch erscheint jedenfalls vielversprechend.

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