Möbelhandel schöpft Online-Potenziale noch nicht aus.

von Stephan Lamprecht am 30.September 2019 in News

Der Möbelhandel investiert kräftig in Omnichannel-Lösungen, denn das Online-Segment verspricht Wachstum. (Foto: PwC)

Für die deutschen Konsumenten ist der Online-Möbelkauf noch die Ausnahme. Die meisten Verbraucher setzen auf den stationären Vertriebsweg. Dies soll sich nach dem Willen vieler Händler ändern. Sie arbeiten eifrig an E-Commerce- und Omnichannel-Lösungen. Eine Studie von PwC beschäftigt sich mit der aktuellen Situation des deutschen Möbelhandels.

Im Online-Segment zeigt sich nach einer aktuellem Studie von PwC großes Wachstumspotenzial. Bis zum Jahr 2023 soll der Onlineumsatz im Möbelhandel um jährlich 8,4 Prozent wachsen. Die Unternehmensberatung sieht auf diesem Pfad aber noch einige Hindernisse, die die Händler aus dem Weg räumen müssen. Dazu zählen aufwändige Zustell- und Rücksendeprozesse auf der einen Seite. Auf der anderen Seite wollen die Kunden aber auch gern Produkte vor dem Kauf sehen und auszuprobieren. Deshalb entwickeln Branchenführer derzeit Lösungen, um diese Hemmnisse abzubauen. Dazu gehören einfachere Umtauschprozesse und Investitionen in neue Technologien, wie Virtual Reality und Augmented Reality, mit denen die Kunden sich auch zu Hause ein Bild von den gewünschten Produkten machen können.

„Derzeit konzentriert sich die Möbelbranche noch stark auf den stationären Handel, doch in diesem Bereich ist nur noch ein leichtes Umsatzwachstum möglich. Ein großes Wachstumspotenzial bietet dagegen der Vertriebsweg über Onlinekanäle, den viele Unternehmen derzeit noch unterschätzen.“, so Dr. Christian Wulff, Leiter des Bereichs Handel und Konsumgüter bei PwC Deutschland.

Weitere Erkenntnisse der Studie:

  1. Die Branche rechnet für die kommenden Jahre mit einem leichten, aber stabilen Umsatzwachstum. Die Händler gehen von 1,3 Prozent aus.
  2. Den Großteil ihrer Umsätze, knapp 68 Prozent, erzielen die Unternehmen auf dem deutschen Markt. Insbesondere hochwertige Möbel, Handwerksprodukte und Systemmöbel werden in Deutschland verkauft.
  3. Der Lebensstil vieler Menschen in Deutschland verändert sich, beispielsweise steigt der Anteil die Zahl der Ein-Personen-Haushalte, die Arbeit im Home Office setzt sich immer stärker durch. Das hat Einfluss auf den Möbelmarkt. Gebraucht werden stärker multifunktionale und flexible Möbel.
  4. Der gesellschaftliche Trend zu einem nachhaltigen Leben hat Auswirkungen auf den Möbelmarkt. Das Umweltbewusstsein der Konsumenten ist gestiegen. Dafür sind sie auch bereit, mehr Geld auszugeben. Wie eine Befragung zeigt, spielt der Aspekt Nachhaltigkeit für 73 Prozent der Kunden beim Kauf von Möbeln eine wichtige Rolle.

Weitere Ergebnisse der Studie können Sie online abrufen.

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