SumUp bietet Shop-Lösung, Schuhplus geht auf Sendung, Target verkauft über Instagram.

von Stephan Lamprecht am 26.Mai 2020 in News

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

zwar ist das Home Office für uns von Location Insider seit Jahren Alltag – aber für viele von Ihnen vermutlich nicht. Wenn Sie zu Hause die Geräuschkulisse des Büros vermissen, dann besuchen Sie doch mal die Seite „The Sound of Colleagues“. Mittels Schieberegler mischen Sie sich dort ihren persönlichen Office-Mix. Schon ist das Gemurmel der Kollegen wieder da: angereichert um das Klappern von Tastaturen und dem ewigen Gebimmel der Telefone. Aber damit zu unseren News des Tages. Produziert im stillen Heimbüro.

Tschüss und bis zur nächsten Ausgabe
Ihr Stephan Lamprecht

SumUp verstärkt E-Commerce, Schuhplus geht auf Sendung, Masken aus dem Automaten

Das Unternehmen SumUp ist für seine mobilen Kartenlesegeräte bekannt. Die Kombination aus Kassenlösung und Kartenleser wendet sich gerade an kleinere Händler. Nun ergänzt das Unternehmen sein Angebot um eine Shoplösung, die in verschiedenen Modellen und Abopreisen angeboten wird. Beim Modell „Starter“ fallen keine monatlichen Fixkosten an. Es werden 2,5 Prozent auf die jeweilige Transaktionssumme berechnet. Die weiteren Tarife (Basic, Plus und Premium) bieten mehr technische Möglichkeiten. Die prozentuale Beteiligung wird geringer, dafür werden aber feste Monatsgebühren fällig. Mit dem Shop können die Händler Produkte oder Dienstleistungen direkt über soziale Netzwerke wie Instagram, Facebook Messenger oder Whatsapp präsentieren.

Der Spezialist für große Größen Schuhplus geht erstmals am 5. Juni mit seinem Web-TV-Angebot auf Sendung. Rund 50.000 Euro hat das Unternehmen in das eigene Studio investiert. Von dort soll es täglich eine 10-minütige Sendung geben, die Marken vorstellt, aktuelle Kollektionen präsentiert oder Umfragen startet. Schuhplus sieht das neue Angebot auch als Möglichkeit, besser mit seinen Followern auf Social-Media-Kanälen in Interaktion zu treten.

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Im E-Center Hartmann im ostwestfälischen Stemwede-Levern stellt das Unternehmen Harting seinen ersten Hygieneautomaten auf. Das Gerät mit dem Modellnamen Harting Prevent bietet Gesichtsmasken, Desinfektionstücher und Einmalhandschuhe, die von den Kunden kontaktlos bezahlt und anschließend entnommen werden können. Harting ist zwar bisher in erster Linie im Lebensmitteleinzelhandel bekannt, sieht aber deutlich mehr Möglichkeiten für das Gerät. Überall dort, wo regelmäßig viele Menschen zusammenkommen, wäre der Einsatz denkbar. Exemplarisch nennt das Unternehmen die Eingangsbereiche von Bürgerbüros, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Kirchen oder die Wartebereiche von Ärzten, Bahnhöfen und Flughäfen.

Probleme bei Takko, TJX rutscht in Verlustzone

Die Folgen der Coronavirus-Krise machen dem Modehändler Takko offenbar ordentlich zu schaffen. Um Liquidität zu schonen, hat das Unternehmen Zinszahlungen für seine Anleihen ausgesetzt. Und eine Abwertung des Bonitätsratings signalisiert deutliche Ausfallrisiken. Henryk Hielscher zeichnet in seinem Artikel ein durchaus besorgniserregendes Bild der aktuellen Lage.

“Selbstverständlich wurde auch schon vor Corona gespart. Krise ist im Handel kein neuer Zustand. Corona wirkt da in erster Linie als Katalysator, der Entwicklungen in brutaler Weise beschleunigt. Aber es gilt zugleich die alte Weisheit, dass Sparen kein Geschäftsmodell ist.“

Daniel Terberger ist Chef des Modedienstleisters Katag. Im Interview spricht er über die aktuelle Lage in der Branche. Darin betont er auch, dass für viele Modehändler das Digitale zu einer echten Perspektive wird.

Der US-amerikanische Handelskonzerns TJX rutscht in die Verlustzone. Die Mutter des Mode-Outlets TK Maxx musste für das erste Quartal seines Geschäftsjahres einen Umsatzrückgang von über 52 Prozent gegenüber dem Vorjahr vermelden. Das schlug auch auf den Gewinn durch. Lag dieser in der Vorjahresperiode noch bei rund 700 Mio. Dollar, steht dem ein Fehlbetrag von 887 Mio. Dollar im ersten Quartal gegenüber.

Stadtretter gehen an den Start, Target verkauft auf Instagram

Die Folgen der Coronavirus-Krise stellen Städte und Gemeinden vor enorme Herausforderungen. So befürchtet Burkhard Jung, Präsident des Deutschen Städtetages, ein Sterben der Innenstädte aufgrund von Pleiten und verändertem Konsumverhalten. Es drohen also weitere Leerstände in den Innenstädten, Rückgang von Frequenzen und Probleme mit der Neuvermietung leerer Flächen. Es sind kreative Lösungen, Netzwerke und gemeinsamer Erfahrungsaustausch gefragt. Genau das will die neue Initiative der Stadtretter bieten. Dort engagieren sich Unternehmen, Kommunalverwaltungen, Wirtschaftsförderungen und Stadtmarketinggesellschaften, um ihr Wissen auszutauschen. Offiziell geht das Netzwerk am 2. Juni an den Start. Bereits jetzt können sich Kommunen und Wirtschaftsförderungsgesellschaften registrieren.

Target bietet als erstes großes Handelsunternehmen in den USA den Kunden die Möglichkeit, Produkte direkt über Instagram einzukaufen, ohne die Plattform verlassen zu müssen. Auf seinen Instagram-Kanälen stellt das US-Unternehmen regelmäßig Produkte aus dem Bereich Lebensmittel, Haushaltswaren, Baby und Bekleidung vor. Um einen der Artikel zu kaufen, klicken die Nutzer in ein kleines Symbol in der Ecke des Postings. Beim erstmaligen Einkauf müssen Lieferpräferenzen hinterlegt werden. Anschließend sollen Einkäufe aber mit zwei Klicks erledigt sein. Die Lösung wurde von Target selbst umgesetzt.

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