Was ein Gadget mit Kundenberatung zu tun hat.

von Stephan Lamprecht am 11.März 2019 in News

Das kleine Gerät könnte Mitarbeitern im Modehandel etwas mehr Zeit für die Beratung schenken.

„Ohne gutes Personal, das den Besucher inspiriert und ein gutes Gefühl hinterlässt, ist der schönste Laden nur halb so viel wert.“ So zitieren wir heute in unserem Newsletter eine Expertin. Beratung bleibt auch in Zukunft notwendig. Dazu müssen die Mitarbeiter aber auch von Aufgaben entlastet werden, die nichts damit zu tun haben. Und hier kommt beispielsweise ein Automat ins Spiel, der eher als Gadget für das Eigenheim konzipiert ist.

Konsequent eingeführt und umgesetzt, führen die neuen Technologien im Handel dazu, dass der Kunde im Laden von der Auswahl bis zur Bezahlung seiner Produkte allein gelassen ist. Die einen werden das lieben, die anderen werden sich fragen, warum sie dann eigentlich überhaupt noch in den Laden gehen. Will der Handel durch ein menschliches Antlitz und Beratung punkten, müssen sich die Mitarbeiter um die Kunden kümmern (können). Personal ist aber bekanntlich teuer. Maßnahmen, die Effektivität und Effizienz auf der Fläche steigern, können die Freiräume schaffen, die notwendig sind.

Wohl kaum ein Kunde im Modehandel macht sich Gedanken darüber, wie viel Mühe das Zusammenfalten der Kleidungsstücke verursacht, die nach der Anprobe achtlos wieder weggehängt werden. Zusammenfalten, ordentlich auf den Bügel hängen und dann wieder an den ursprünglichen Ort auf der Fläche bringen: Das kostet reichlich Zeit. Beim Falten könnte ein kleiner Automat helfen, der uns bei unseren Recherchen in der vergangenen Woche begegnet ist.

Foldimate soll um die 1.000 Dollar kosten und Ende des Jahres erhältlich sein. Der Apparat, der eher an einen Drucker oder Fotokopierer erinnert, nimmt das Kleidungsstück entgegen und legt es dann zusammen.

Das Demovideo scheint vielversprechend. Ohne Zweifel ist die kleine Maschine in dieser frühen Entwicklungsform noch nicht der Problemlöser im Modehandel. Bisher kann Foldimate tatsächlich nur zusammenlegen, aber nicht auf den Bügel hängen. Dennoch ist der kleine Apparat ein gelungenes Beispiel dafür, wie Technik richtig eingesetzt werden kann, um den Mitarbeitern mehr Zeit für Beratung zu geben. Die Frage wird sein, ob sie dies dann auch wollen.

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