Aldi Nord weitet Kooperation mit Bäckereien aus, Rose Bikes mit Bodyscanner, Hiphop-Kultur beeinflusst Kaufverhalten.

von Florian Treiß am 19.Mai 2022 in News

Liebe Leserinnen & Leser,

wegen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine haben sich zahlreiche westliche Marken aus Russland zurückgezogen. Nun sucht das Land nach Alternativen, über die Bild.de berichtet. So hat der lokale Hersteller Ochakovo damit begonnen, CoolCola statt Coca-Cola, Fancy statt Fanta und Street statt Sprite herzustellen. Auch eine Markenanmeldung für die McDonald’s-Alternative Onkel Wanja gibt es bereits – mit einem einfach zur Seite gekippten McDonald’s-Logo. Ganz schön plump!

Herzliche Grüße, Ihr Florian Treiß

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Aldi Nord weitet Kooperation mit Bäckereien aus, Rabatt am POS mit Alexa, mit RFID gegen Alkohol-Graumarkt

Aldi Nord will nach einem erfolgreichen Testlauf möglichst bald in nahezu allen seiner 2.250 Filialen in Deutschland regionale Backwaren anbieten. „Unsere Kooperationspartner sind lokale Traditionsunternehmen, die mit ihren Produkten und ihrem Preisgefüge bereits regional etabliert sind“, erklärt Aldi-Managerin Katrin Beyer in einer Pressemitteilung. Sechs Monate lang hatte Aldi Nord zuvor in vereinzelten Märkten regionale Backwaren angeboten, was bei den Kund*innen prima ankam. Aktuell sind bereits 30 Bäckereien wie zum Beispiel Lukas aus Leipzig (siehe Bild) an Bord, im Laufe des Jahres sollen immer mehr Bäckereien dazukommen.

Amazon rollt in den USA eine neue Funktion für Alexa aus: Wer mit der Sprachassistentin eine Einkaufsliste erstellt, der kann über das neue Programm Alexa Shopping List Savings auf ausgewählte Produkte im Bereich Lebensmittel einen Rabatt erhalten. Dafür arbeitet Amazon mit Herstellern zusammen. Kauft der Nutzer diese Artikel dann im Geschäft, muss er die Quittung fotografieren und an Amazon senden. Im Gegenzug erhält er den Rabatt als Guthaben gutgeschrieben und kann damit bei Amazon shoppen.

Rund ein Viertel der im Umlauf befindlichen Alkoholflaschen stammen vom Grauen Markt, schaden damit dem legalen Wein-, Champagner- und Spirituosenhandel und beeinträchtigen  die Markenwahrnehmung. Checkpoint Systems hat deswegen eine RFID-Lösung entwickelt, die eine hochpräzise Rückverfolgbarkeit alkoholischer Getränke gewährleistet – von der Produktion bis zur Verkaufsstelle. Dafür wird bei der Ankunft in der Fabrik jede Flasche mit einem RFID-Etikett versehen, das dann von RFID-Lesegeräten identifiziert wird. Anschließend kann das Produkt so in jeder Phase der Lieferkette leicht erkannt werden, wodurch auch die Überprüfung der Herkunft und Authentizität des Produkts in den zugelassenen Verkaufstellen erleichtert wird.

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Rose Bikes mit Bodyscanner, Ladenbauer fürchten Materialknappheit, Faustregel für E-Commerce

Bereits seit letztem Jahr auf einer 120 Quadratmeter kleinen Pop-up-Fläche aktiv, hat Rose Bikes an seinem Standort in Köln nun die gesamte Fläche von 1.000 Quadratmetern eröffnet. Eines der technischen Highlights des neuen Flagship-Stores ist der „Fusion III Bodyscanner“ (siehe Bild), der gemeinsam mit NeXR Technologies entwickelt wurde. Bike-Fans können sich mit dem Gerät digital vermessen lassen. Der so entstandene Avatar, ein lebensechtes digitales Ebenbild mit exakten Körpermaßen, ermöglicht den Kund*innen im Anschluss, die optimale Größe und Einstellungen ihres Fahrrads auszuwählen. Gleichzeitig vereinfachen die Avatare künftige Käufe von Fahrrädern. Weitere Bilder vom Laden gibt’s bei Stores + Shops.

Zwei Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie ist die Lage der Ladenbauunternehmen in Deutschland weiterhin stabil. Die Aussichten für 2022 beurteilen die meisten Mitgliedsunternehmen des Deutschen Ladenbauverbands (dLv) als gut. Sorge bereiten aber Materialknappheit- und preise: So geben in einer Umfrage 76 Prozent der Ladenbauunternehmen an, dass sie in den nächsten Monaten ihre Umsätze durch Materialknappheit beeinträchtigt sehen. Besonders knapp sind demnach Metall, Stahl, Holz und elektronische Bauteile. Auch der Fachkräftemangel und – aufgrund der ungewissen Aussichten zum Ende der Pandemie und des Ukraine-Krieges – eine mögliche nachlassende Investitionsneigung des Handels treiben die dLV-Mitglieder um.

Der gesamte E-Commerce hat durch die Corona-Pandemie seit 2020 einen ordentlichen Schub bekommen und operiert heute auf einem ganz anderen Niveau als noch 2019. Doch wie lassen sich die Wachstumszahlen der Unternehmen einordnen? Jochen Krisch vom Fachblog Exciting Commerce stellt dazu eine Faustregel auf: Wer seit 2019 im Online-Handel seinen Umsatz um weniger als 50 Prozent steigern konnte, sollte sich ernsthafte Gedanken machen, was in der Corona-Zeit schief gelaufen ist. Wer seinen Umsatz hingegen seit 2019 mehr als verdoppelt, ist top unterwegs und hat die Corona-Zeit optimal für sich genutzt. Der Rest bewegt sich dazwischen.

Hiphop-Kultur beeinflusst Kaufverhalten, Podcast mit Bergfreunde

Fast zwei Drittel (65 Prozent) der 14- bis 24-Jährigen in Deutschland, also der Generation Z, bezeichnen sich selbst als Anhänger der Hiphop-Kultur, so eine Umfrage von The Ambition und Appinio. Und sogar 99 Prozent der jungen Menschen gefällt mindestens einer der Bestandteile der Kultur wie etwa Sneaker, Streetwear, Rap-Musik, Graffiti, Streetart oder Breakdance. Dabei beeinflusst die Hiphop-Kultur offenbar auch Markenpräferenzen und Kaufverhalten: Insgesamt werden demnach 44 Prozent der Gen Z in ihrem Kaufverhalten direkt von der Hiphop-Kultur beeinflusst.

Nachhaltigkeit ist ein Thema, dass mittlerweile die meisten Händler und Onlinehändler auf der Agenda haben dürften. Im neuen Trendakademie-Podcast sind Johanna Krohmer und Tanja Pfeifle von Bergfreunde zu Gast und erläutern, wie der Online-Outdoorhändler Nachhaltigkeit als zentrales Unternehmensziel implementiert hat. Sie sprechen u.a. über die Die drei Säulen des Comitments Klimabilanz – Klimaziele – Maßnahmen und stellen sich der Frage, ob der E-Commerce nicht im Widerspruch mit Nachhaltigkeit steht. Dabei geht es u.a. auch darum, wie sich Retouren vermeiden lassen. Hier anhören oder anschauen.

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