Amazon Storefronts gibt kleineren Händlern ein Schaufenster.

von Florian Treiß am 18.September 2018 in News

Die Manufaktur Liebevoll aus Erkner bei Berlin ist einer der Partner von Amazon Storefronts (Bild: Amazon)

Amazon macht es wie eBay und startet eine Initiative für kleinere Händler: Über die neue Unterseite Amazon Storefronts können Kunden eine Auswahl an Produkten von tausenden kleinen und mittleren Unternehmen aus ganz Deutschland entdecken. Zum Auftakt sind schon über 100.000 Produkte von mehreren tausend Händlern verfügbar. Jede Woche wird zudem ein Händler der Woche mit einem Video vorgestellt. Ziel: Kunden sollen die Gesichter hinter den unterschiedlichen Geschäften, bei denen sie auf Amazon Storefronts einkaufen, kennenlernen. Parallel startet Amazon Storefronts auch in Großbritannien und den USA, natürlich mit einem entsprechenden Fokus auf die Händler des jeweiligen Landes.

„Amazon Storefronts bietet ein Shopping-Erlebnis für Kunden, die Produkte von kleinen Händlern, Start-ups, Kunsthandwerkern und Herstellern im ganzen Land suchen“, sagt Amazons Deutschlandchef Ralf Kleber. Dabei sieht er Storefronts in der Tradition des Amazon Marketplace: „Vor fast zwei Jahrzehnten lud Amazon erstmals Unternehmen ein, über Amazon zu verkaufen, und heute sind kleine und mittlere Unternehmen ein wichtiger Teil von Amazons großer Produktauswahl und Kundenorientierung. Mit dem eigenen Online-Shop und der nationalen Werbekampagne, die ein aufstrebendes Brandenburger Kunsthandwerker-Unternehmen zeigt, das an Kunden im In- und Ausland verkauft, unterstützen wir den Erfolg dieser Unternehmen“.

Zum Start von Amazon Storefronts hat der Konzern einen TV-Spot mit Unternehmen gedreht, die auf Amazon verkaufen. Im Mittelpunkt steht dabei die Manufaktur Liebevoll aus Erkner Nahe Berlin:

„Seit 2016 verkaufen wir unsere personalisierten Geschenke neben unserem stationären Showroom in Erkner auch über Amazon Handmade“, berichten die Künstlerinnen und Geschäftsführerinnen von Manufaktur Liebevoll Anja Meffert und Yvi Kersten: „Amazon hat sich mittlerweile zu einem unser wichtigsten Vertriebskanäle entwickelt. Wir konnten neue Mitarbeiter aus unserer Umgebung einstellen, einschließlich Voll- und Teilzeitjobs, und unser Sortiment erweitern. Wir haben noch viele Ideen für neue Produkte und möchten diese Stück für Stück umsetzen.“

Einmal mehr zeigt sich somit, dass Amazon nicht unbedingt Feind des klassisches Handels ist, sondern zumindest „Frenemy“ (also eine Mischung aus Freund und Feind) oder gar kompletter Freund. Hierzu hatte ich vergangene Woche auch im Rahmen meines Takeovers des Twitter-Accounts von Adobe eine entsprechende Umfrage durchgeführt, die zu diesem Ergebnis kam:

In jedem Fall benötigen stationäre Händler eine Strategie im Umgang mit Amazon: Lesen Sie dazu auch die Tipps von dgroup-Gründer Olaf Rotax.

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