B2B Commerce für Nachzügler: Perfektion vs. Geschwindigkeit.

von Peter Wagner am 18.August 2020 in News, Trends & Analysen

Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung von 2019 zeigt, dass in Deutschland Unternehmen an der sogenannten technologischen „Frontier“ (Front) gegenüber den „Laggards“ (Nachzüglern) vor allem im Bereich Dienstleistungen fünf- bis siebenmal produktiver arbeiten. Eine Leseprobe aus unserem neuen Whitepaper rund um B2B Commerce.

Laut dem E-Commerce Institut sind es vier Kernstrategien, die E-Commerce-Marktführern wie Amazon oder Zalando langfristige Wettbewerbsvorteile sichern:

  • Kundenzentriertheit
  • digitale Innovationen in Hard- und Software
  • Skaleneffekte
  • Data-Driven Marketing

In Anbetracht dieser Entwicklung stellen sich für Nachzügler drei große Fragen:

1. Ist ein Geschäftsmodell ohne Digitalisierungsambitionen noch tragbar?

Die Digitalisierung ist in aller Munde, für viele Unternehmen besonders im B2B-Bereich aber immer noch ein Buzzword. Mit solchen Hypes gehen oft viele Ängste einher, Unternehmen haben im Hype um Social Media vor über zehn Jahren schlechte Erfahrungen gesammelt. Dementsprechend ist auch das Misstrauen gegenüber E-Commerce, digitalen Plattformen und Cloudanwendungen verständlich, wenn auch nicht gerechtfertigt. Hendrik Reese Direktor für Artificial Intelligence bei PwC Deutschland, formuliert es so:

„Digitalisierung um jeden Preis, nein, danke. Digitale Transformation – ja, bitte!“

Fakt ist, dass Firmen mit effizienten digitalen Strukturen, von der Buchungssoftware bis hin zum Webshop, gegen ihre Wettbewerber ohne diese Technologien am Markt nicht bestehen können. Wer jetzt noch ausschließlich mit Fax-Bestellungen arbeitet, ein ganzes Heer von Kundenbetreuern beschäftigt und seine Internetseite ausschließlich als Visitenkarte benutzt, droht aus dem Wettbewerb langfristig auszuscheiden.

2. Können Firmen vom Laggard zur Frontier wechseln oder müssen sie ausgründen?

Eine Ausgründung, mit dem Ziel eine Digitalstruktur zu schaffen, ist vor allem für größere Unternehmen weiterhin eine probate Lösung – sofern das Geld dafür vorhanden ist und das aktuelle Geschäftsmodell die Liquidität für einen mittelfristigen Planungszeitraum sichert. Allerdings ist das unter Umständen gar nicht notwendig, denn inzwischen gibt es zahlreiche Möglichkeiten auch schnell zu agieren und innerhalb kürzester Zeit Fortschritte in der E-Commerce-Struktur zu erzielen. Dr. Kai Hudetz vom Institut für Handelsforschung (IFH) appelliert an den Großhandel, genau das zu tun:

„Gerade der Großhandel als Bindeglied zwischen den Wertschöpfungsstufen muss die Möglichkeiten nutzen, die ihm die Digitalisierung bietet. Das Internet bietet dem Großhandel viele Möglichkeiten, seine Kunden besser und schneller zu bedienen und damit die Kundenbindung weiter zu steigern. Dies wird vor allem auch durch den erhöhten Wettbewerbsdruck notwendig, den die Digitale Transformation mit sich bringt. Neue Wettbewerber treten in den Markt, Preistransparenz und Preisdruck nehmen zu.“

3. Worauf müssen Unternehmen beim E-Commerce achten?

Geschwindigkeit ist entscheidend, nicht so sehr der Perfektionsanspruch. Wer mit E-Commerce beginnt, steht vor einem scheinbar unendlichen großen Problembereich: Wie integriere ich mein Warenwirtschaftssystem und verknüpfe Kundendatenbanken? Wie schaffe ich eine funktionale Online-Präsentation? Welche Funktionen muss meine E-Commerce-Plattform haben, um Kunden zufriedenzustellen?

Mit einem alten, analogen Mindset tappen Unternehmen schnell in die Falle, dass alles erst perfekt funktionieren und der volle Funktionsumfang genutzt werden muss. Auch verlocken die klassischen, monolithischen E-Commerce-Lösungen mit Ihrer Alles-auf-einmal-Mentalität zu dieser Denke. Analog hieß für Generationen nämlich immer auch: Nichts ist mehr veränderbar.

Doch das ist heute ganz anders: Entscheidend ist nicht Perfektion, sondern die Geschwindigkeit, mit der man Schrittweise sinnvolle Lösungen realisiert: Time to Market. Unser Partner commercetools bringt als Bedingung für Geschwindigkeit vier Dinge zusammen: Microservices, API-basierte Entwicklung, eine Cloud-Infrastruktur und einen Headless-Ansatz, bei dem Frontend-Prozesse klar vom Backend getrennt sind. Zusammengefasst nutzt commercetools hierfür das Akronym MACH, das passenderweise gleichzeitig auch für Schallgeschwindigkeit steht.

Geschwindigkeit im E-Commerce nehmen Unternehmen dann auf, wenn sie beginnen, digital zu denken, ihre Unternehmensprozesse in einzelne Services aufzugliedern und diese als so zu organisieren, dass sie unabhängig voneinander funktionieren. commercetools bietet genau hierfür ein Accelerator-Programm an, mit dem Unternehmen innerhalb von zwei Wochen so ihre Enterprise-E-Commerce-Plattform aufsetzen können:

„Mit den commercetools Microservices, der API und dem Headless-Ansatz sind wir schneller. Früher hatten wir einen Software-Release pro Monat, seit unserem Umstieg auf commercetools geht das einmal täglich. Dies hilft uns, unsere Anforderungen zu erfüllen und mit den Marktanforderungen Schritt zu halten“, sagt commercetools-Anwender Brendan Gualdoni, VP für Unternehmensarchitektur, Handel & Integration bei EXPRESS.

Mitarbeit: Yvonne Ernicke

Lesetipp

Dieser Beitrag ist eine Leseprobe aus dem neuen Whitepaper: B2B Commerce – Wie B2B-Firmen ihr Geschäft digitalisieren. Mit freundlicher Unterstützung von commercetools liefern wir darin auf 40 Seiten einen Deep Dive in die Herausforderungen des B2B Commerce.

Die Themen im Überblick: 

  • E-Commerce-Plattformen für B2B – ein Marktüberblick
  • Interviews mit commercetools-Manager Bruno Teuber und Supply-Chain-Experte Max Meister
  • Expertenumfrage zu B2B Commerce heute und morgen
  • Case Study: Wie TROX im B2B Commerce erfolgreich ist
  • Gastautor Robert Queck über die größten Herausforderungen im B2B Commerce

Gratis-Anforderung des Whitepapers „B2B Commerce“:

Das Whitepaper „B2B Commerce“ können Sie kostenlos bei commercetools anfordern!


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