E-Commerce ist nicht genug: Amazon will stationären Handel erobern und kauft Twitch.

von Christian Bach am 26.August 2014 in News

Amazon Handy Smartphone PhoneHin zum L-Commerce: Der Online-Marktplatz Amazon will nun auch den stationären Handel erobern. Zu diesem Ergebnis kommt Recode-Redakteur Jason Del Rey, nachdem er mit ehemaligen Mitarbeitern des Online-Marktplatzes und Handels-Experten gesprochen hat. Demnach sollen lokale Händler ihre eigenen Produkte leichter über Amazon verkaufen können und die taggleiche Lieferung soll effizienter werden. Der US-Konzern beschränkt sich zwar schon lange nicht mehr nur auf den E-Commerce, denn neben E-Readern vertreibt er u.a. auch sein eigenes Smartphone. Aber nun will Amazon wohl groß im stationären Handel einsteigen. Erst vor zwei Wochen hat Amazon ein eigenes Kartenlesegerät für Einzelhändler „Local Register“ vorgestellt. Lokale Händler können über das Gerät Kartenzahlungen akzeptieren, es enthält aber auch ein Reporting-Tool. Dieses Gerät soll jedoch nur ein weiterer Schritt in Richtung des lokalen Handels gewesen sein. Denn der Online-Marktplatz benötigt für den Eintritt Daten über den Lagerbestand der stationären Händler. Diese Informationen erhält Amazon aber nicht über das aktuelle Kartenlesegerät. Trotzdem kann es nur im Interesse des Unternehmens sein, wenn es von möglichst vielen Händlern eingesetzt wird, so Del Rey. Weitere Tools – möglicherweise als Teil von Local Register – würden die Abhängigkeit von Amazon steigern und es könnte somit an die Daten über Lagerbestände kommen. Zudem will CEO Jeff Bezos stationäre Geschäfte als Abholstationen und Knotenpunkte für taggleiche Lieferungen nutzen. Somit würde der Same-Day-Delivery effizienter werden, da mehr Pick-up-Stationen vorhanden wären – teilweise sogar mit eigenen Produkten der Händler. Bis sich dieser Wunsch erfüllt, muss sich Amazons Kartenlesegerät jedoch erst einmal durchsetzen. Neben diesem Vorhaben ist Amazon aber auch noch auf anderen Feldern aktiv: Der Online-Marktplatz hat das Streaming-Unternehmen Twitch für 970 Mio Dollar gekauft. Auch Google war wohl an Twitch interessiert. User der Live-Streaming-Plattform können Videos zum Verlauf ihrer Games veröffentlichen. (Beitragsbild: shutterstock.com, Artikelbild: shutterstock.com)

recode.net (L-Commerce), handelsblatt.com (Twitch)

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