Media-Saturn ab Juni komplett bei Ceconomy, Mastercard führt biometrisches Bezahlen ein, Lady Gagas Beauty-Marke wechselt zu Sephora.

von Florian Treiß am 18.Mai 2022 in News

Liebe Leserinnen & Leser,

in Deutschland werden die Bierflaschen knapp, mahnt Holger Eichele vom Deutscher Brauer-Bund via „Bild“. Gründe: Preis-Explosionen bei der Flaschenproduktion und Logistikprobleme. „Einigen Brauereien droht der Leerlauf, sie stehen vielleicht bald ohne Flaschen da“, so Eichele weiter. Gerade kleinere Brauereien sind in Gefahr. Eichele appelliert deswegen an Biertrinker: „Leergut nicht im Keller horten, sondern es möglichst schnell im Handel zurückzugeben“. Na dann: Prost!

Herzliche Grüße, Ihr Florian Treiß

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Media-Saturn ab Juni komplett bei Ceconomy, Bonprix mit 10 Prozent Umsatzplus, Mastercard führt biometrisches Bezahlen ein

Die Elektronikhändler Media Markt und Saturn werden im Juni komplett von Ceconomy übernommen. Damit erfolgt die Transaktion früher als erwartet. Im Gegenzug beteiligt sich die Familie Kellerhals, bislang Minderheitseigner bei Media-Saturn, direkt an Ceconomy. Gegen vorbereitende Beschlüsse der außerordentlichen Ceconomy-Hauptversammlung im April lägen keine Klagen vor, teilte Ceconomy am Dienstag mit. Damit steht der Vereinfachung der Gesellschafterstruktur nichts mehr im Wege. „Das ist ein wichtiger Schritt für unser Unternehmen“, sagte Ceconomy-Chef Karsten Wildberger.

Die Otto-Tochter Bonprix hat ihre Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr um 10 Prozent von 1,76 Milliarden Euro auf 1,94 Milliarden Euro gesteigert. „Uns ist es sehr gut gelungen, neue Marktchancen in den Ländern durch die beschleunigte Digitalisierung zu nutzen, in vielen Märkten Neukund*innen zu gewinnen und uns so als internationale digitale Fashion Brand weiterzuentwickeln“, kommentiert Bonprix-Finanzchef Kai Heck in einer Pressemitteilung. Besonders erfreulich fürs Unternehmen ist die Kehrtwende bei der Marke Venus in den USA, dort gab es nach schweren Zeit nun ein Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Kreditkartenriese Mastercard hat den weltweiten Rollout eines neuen Bezahlverfahrens angekündigt, das weder auf Karten noch auf Smartphones oder irgendeine andere Form von Hardware oder App setzt. Stattdessen sollen Kundinnen und Kunden nur noch sich selbst dabeihaben müssen, um eine Zahlung zu autorisieren – dank biometrischer Verfahren. So soll die Zahlung an der Kasse mit einem Lächeln in die Kamera oder mit einer Handbewegung über ein Lesegerät geleistet werden können. Mastercard verspricht, dass die Technik eine ausreichende Zahl biometrischer Merkmale erfasst, um auszuschließen, dass der Wocheneinkauf zulasten desjenigen geht, der als Nächstes in der Kassenschlange steht.

 

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Lady Gagas Beauty-Marke wechselt zu Sephora, Beyond Meat und Oatly im freien Fall, JD.com wächst um 18 Prozent

Die Sängerin Lady Gaga hat vor drei Jahren ihre Beauty-Marke Haus Laboratories exklusiv auf Amazon gestartet. Doch nun ist es mit der Kooperation vorbei und das Label setzt stattdessen auf eine Partnerschaft mit dem Beauty-Händler Sephora. Dabei hatte sich Amazon anfangs ziemlich ins Zeug gelegt und Haus Laboratories im Zuge des Prime Day 2019 stark promotet. Doch über die Jahre zeigte sich, dass die Produkte bei Amazon vor allem von Kundinnen gekauft werden, die gezielt nach der Marke suchen, während die Produkte über generische Suchen z.B. nach Eyeliner in der Masse des Angebots untergingen. Die exklusive Bindung an Amazon hat Haus Laboratories somit eher geschadet als genutzt, so der Fachdienst Marketplace Pulse.

An den weltweiten Börsen herrscht derzeit eine schwierige Phase und viele Aktien sind in die Knie gegangen. Besonders hart trifft es dabei die alternativen Lebensmittelproduzenten Beyond Meat (vegane Fleischersatzprodukte) und Oatly (Hafermilch & Co.). So lag der Aktienkurs von Beyond Meat zuletzt 87 Prozent unter seinem Allzeithoch und der von Oatly 80 Prozent unterhalb seiner Erstnotiz an der Börse. Offenbar waren die zwischenzeitlichen sehr hohen Unternehmensbewertungen zu enthustiastisch. Laut Marktforscher IRI ist der Markt für Fleischersatzprodukte wieder geschrumpft, eine Marktbereinigung ist wohl unausweichlich.

Andere Händler würden sich über solch ein Umsatzwachstum wohl noch mehr freuen, doch für JD.com ist es der schwächste Wert seiner Geschichte: Der chinesische E-Commerce-Riese konnte seinen Umsatz im 1. Quartal 2022 „nur“ um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf rund 37,8 Milliarden Dollar steigern. Das ist immer noch deutlich besser als bei den meisten westlichen Onlinehändlern, die zuletzt teilweise sogar einen Umsatzschwund verzeichneten. Im Zusammenhang mit den Quartalszahlen erwähnt JD.com zudem eine neue Partnerschaft mit der deutschen Luxusmode-Plattform Mytheresa und teilt auch mit, dass sein Ableger JD Logistics nun auch Frachtflüge zwischen Köln und China anbietet.

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Henkel peilt Geschlechterparität im Management an, Crate & Barrel mit Metaverse-Chef, Nike feiert mit Spike Lee Geburtstag

Der Konsumgüterriese Henkel (Persil, Schwarzkopf, Loctite) will bis 2025 über alle Management-Ebenen hinweg ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis herstellen. „Wir sind davon überzeugt, dass Geschlechtervielfalt eine entscheidende Rolle für unseren zukünftigen Geschäftserfolg spielt“, sagt Konzernchef Carsten Knobel. Dazu will der Konzern seine Bemühungen um geschlechtergerechte Rekrutierung und Gewinnung von Talenten, eine transparente, faire Beförderungs- und Nachfolgeplanung, aber auch andere Maßnahmen wie Arbeitsmodelle wie Job-Sharing oder Führung in Teilzeit intensivieren. Aktuell liegt der Anteil der Frauen im Henkel-Management bei 38 Prozent, im sechsköpfigen Vorstand ist aber bislang nur eine Frau vertreten.

Spannende Personalie aus der Otto Group: Deren US-Einrichtungshändler Crate & Barrel hat einen Senior Vice President fürs Metaverse ernannt und ist damit eines der ersten Unternehmen der Branche mit einem Metaverse-Verantwortlichen. Er heißt Sebastian Brauer und verantwortet zudem auch Produktdesign und Entwicklung. „Meine Leidenschaft, Teams zu führen, um Transformation zu ermöglichen – insbesondere durch die Überbrückung der physischen und digitalen Welt durch Design Thinking, Zusammenarbeit und Kreativität – wird es uns ermöglichen, neue Medien, Dimensionen und Technologien zu erforschen, um Crate & Barrel effektiv auf einem neuen, modernen und erlebnisorientierten Markt einzuführen“, sagte Brauer.

Zum (verspäteten) 50. Geburtstag von Nike hat Kult-Regisseur Spike Lee ein Video gedreht, das die Geschichte des Sportartikel-Giganten feiert – und das zeigt, wie es bei Nike weitergeht. Der Star-Regisseur kehrt in dem knapp fünf Minuten langen Clip zurück in seine Rolle als Mars Blackmon. Den Basketball-verrückten Fan der New York Knicks und von Michael Jordan hatte Lee erstmals 1986 in seinem Film „She’s Gotta Have It“ gespielt. Damals begann der Kult um die Air-Jordan-Schuhe von Nike erst so richtig. Im neuen Video lässt er im Rapper-Style Höhepunkte aus einem halben Jahrhundert Nike-Geschichte Revue passieren.

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