Mit Perso intensiviert L’Oréal die Kundenbeziehung.

von Stephan Lamprecht am 07.Januar 2020 in News

Mit Perso will sich L’Oréal eine Plattform im Badezimmer des Kunden schaffen. (Foto: L’Oréal)

Die Neuigkeiten, die Kosmetikhersteller L’Oréal auf der Messe CES präsentiert, dürfte unseren regelmäßigen Lesern bekannt vorkommen. Denn im vergangenen Sommer hat Shiseido mit seinem Produkt Optune einen ähnlichen Ansatz vorgestellt. Es geht dabei um personalisierte Kosmetik, aber in erster Linie um den direkten Zugang zum Kunden.

Perso ist ein handliches Gerät, das nach den Plänen von L’Oréal bei den Kunden zu Hause steht und auf Knopfdruck individualisierte Lippenstifte und Make-ups produziert. Die im Gerät eingesetzten Kartuschen mit den notwendigen Komponenten sind mit NFC-Tags versehen. Perso bietet somit einen automatisierten Nachbestellprozess. Perso wird als 3-in-1-Gerät positioniert. Im Fokus steht aktuell die Hautpflege, die Funktionen für Make-up und Lippenstifte werden später auf den Markt kommen.

Zum Einsatz kommt hier auch die Technologie von Modiface (das zu L’Oréal gehört). KI soll auf Basis der Aufnahmen auf dem Smartphone den Hauttyp bestimmen und berücksichtigt beim Mischen auch Umwelteinflüsse und Tageszeit. In dieser Hinsicht ähnelt Perso dem Ansatz von Shiseido.

Die App von Perso soll aber noch mehr können. Dank Bildanalysen von Fotos aus sozialen Netzwerken (auf der Messe arbeitet das System mit einer festgelegten Bilddatenbank) sollen die Nutzer bestimmte Farbtöne im heimischen Badezimmer produzieren können. So lässt sich dann Influencern nacheifern.

Bis die Kunden in direkten Kontakt mit dem Gerät kommen, wird aber noch einige Zeit vergehen. Der Marktstart ist für 2021 ins Auge gefasst.


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