Verkaufsautomaten mit Cloud-Anbindung: foodji gewinnt Investoren.

von Florian Treiß am 29.Oktober 2019 in News

Bei den foodji-Verkaufsautomaten kann man wahlweise per Touchscreen am Gerät oder über eine mobile App einkaufen

Frisches und gesundes Essen über Hightech-Automaten verkaufen: Von dieser Geschäftsidee hat das Münchner Startup foodji nach ersten namhaften Kunden wie dem Flughafen München nun auch Investoren überzeugen können. Ab sofort finanzieren Bonial-/kaufDA-Gründer Christian Gaiser, der sich letztes Jahr aus dem Management von Bonial zurückgezogen hatte, sowie der European Angel Fund das angepeilte Wachstum von foodji. „Unsere Vending Machines sind unbemannte Point of Sales, die mit einem schicken Design, moderner Interaktion sowie hochwertigen Convience-Produkten punkten. Sie sind u.a. schon in Hotels, Büros, Krankenhäusern und dem Flughafen München im Einsatz. Und Tesla eröffnet in Kürze eine Supercharger Station mit einem foodji, damit sich Tesla-Fahrer während des Ladevorgangs stärken können“, erzählt Gründer und CEO Felix Munte gegenüber Location Insider.

Die Verkaufsautomaten von foodji sind u.a. mit Wraps, Bagels, Sandwiches, Salaten, Lunch-Bowls und Suppen bestückt, die von ausgewählten nationalen und regionalen Herstellern frischer Convenience-Produkte kommen. Für den Kauf von Produkten gibt es dabei zwei Möglichkeiten: Wahlweise über einen Touchscreen direkt am Gerät – oder aber per App. Die App hat dabei den Vorteil, dass sich Kunden ihre Produkte bereits bis zu 12 Stunden im voraus reservieren können und später abholen können. Kunden, die spontan direkt am Automaten kaufen wollen, zeigt der Automat nur die Produkte auf dem Touchscreen an, die noch verfügbar und nicht vorbestellt sind. Einen direkten Blick in die Maschine können die Kunden – anders als bei Verkaufsautomaten älterer Generationen – nicht mehr werfen, stattdessen läuft alles über das Display. Die Bezahlung läuft dabei komplett ohne Bargeld ab: Beim Kauf in der App über Online-Bezahlverfahren – und beim Kauf am Automaten wahlweise mit Karte oder Mobile Payment.

foodji selbst versteht sich dabei als Tech-Unternehmen: „foodji entwickelt intelligente Verpflegungsautomaten, die vernetzt mit der Cloud kommunizieren. Das erfahrene foodji Team verbindet die Standards aus der mobilen App-Ökonomie und der dynamischen Cloud-Technologie mit klassischen Vendingautomaten“, sagt Investor Christian Gaiser. Heißt konkret: Alle foodji-Automaten sind konstant mit der foodji-Cloud verbunden. Diese übernimmt die intelligente Planung des Sortiments pro Essensautomat, die Steuerung der Lieferketten, die Anpassung von Preisen und die dynamische Ansteuerung von Screens und App. Machine-Learning-Algorithmen helfen dabei die Nachfrage möglichst genau zu bestimmen und so jeden Standort mit den idealen Mengen zu befüllen.

Das foodji-Gründerteam: Nicolas Luig, Dr. Oliver Friedmann, Moritz Munte, Felix Munte, Daniel von Canal

„Im Convenience-Bereich ist ein verhältnismäßig hoher Ausschuss üblich, d.h. ein großer Prozentsatz muss wegen abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum weggeschmissen werden. Mit unserer Technologie zur Errechnung der Nachfrage planen wir hingegen deutlich niedrigere Ausschussquoten zu erreichen und somit nachhaltiger zu wirtschaften“, sagt Felix Munte. Nährt sich das Mindesthaltbarkeitsdatum eines Produkts, kann die Technologie beispielsweise automatisch den Preis senken und das Produkt auf dem Touchscreen besonders prominent platzieren, um den Abverkauf zu erhöhen.

Das foodji Gründerteam besteht aus fünf Gesellschaftern, die langjährige Erfahrung in den Bereichen IT, Beratung, Finanzen und Catering/Gastronomie mitbringen. Das neue Kapital soll zur Weiterentwicklung des Produktes und zum Ausbau des Teams verwendet werden. Bislang gibt es die foodji-Verkaufsautomaten nur in München, doch schon bald sollen sie auch nach Berlin und in weitere Städte kommen. Die Geräte können dabei sowohl an öffentlichen Hochfrequenz-Standorten als auch in Büros aufgestellt werden.


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