Wolford: Kompostierbare Mode trifft auf Composable Commerce.

von Partnerunternehmen am 21.September 2021 in Partnerbeitrag, Trends & Analysen

Wolford Flagship Store in der Weinstraße in München (Foto: Agency People, Michael Tinnefeld)

Das Luxus-Wäschelabel Wolford aus Bregenz am Bodensee hat verschiedene spannende Zukunftsprojekte. Dabei stechen die Forschung und Entwicklung nachhaltiger Skinwear wie auch das Digital-Commerce-Projekt “Wolford X” hervor. Was es damit auf sich hat, erfahren Sie hier.

Ziel von Wolford ist es, seine Modeproduktion auf eine konsequente Kreislaufwirtschaft umzustellen. Schließlich habe die Modeindustrie einen sehr großen Teil dazu beigetragen, dass sich immer mehr  Müll auf den Deponien stapelt oder in den Ozeanen entsorgt wird, insbesondere durch die Wegwerfprodukte der Fast Fashion. “Die gesamte Branche hat den Ruf, besonders umweltschädlich zu sein. Doch das muss nicht so sein”, heißt es in einem Statement auf der Wolford-Website. Und weiter: “In unserer Zukunftsvision sehen wir eine Welt, in der wir eine Balance finden, mit einer lebendigen Modeindustrie und ohne die Gesundheit unseres Planeten zu opfern.“

Deshalb forscht Andreas Röhrich, Global Director R&D and Sustainability bei Wolford, seit mehr als einem Jahrzehnt gemeinsam mit verschiedenen Partnern daran, eine konsequente Kreislaufwirtschaft für die Produktion der Skinwear von Wolford zu ermöglichen. Dabei kann der abfallfreie Ansatz “Cradle to Cradle” (von der Wiege zur Wiege) auf zwei verschiedenen Wegen umgesetzt werden: Entweder werden biologische Nährstoffe in organische Kreisläufe zurückgeführt oder aber technische Stoffe kontinuierlich im Produktionskreislauf gehalten.

Nachhaltige Aurora-Kollektion mit 50 Produkten

Die Forschung und Entwicklung war überaus erfolgreich, und so ist schon seit einiger Zeit die nachhaltige Aurora-Kollektion von Wolford im Modehandel und im Web erhältlich. Sie umfasst mittlerweile über 50 Produkte von nachhaltigen Leggings über T-Shirts bis zum Abendkleid. Die meisten der Aurora-Produkte sind bereits “Cradle to Cradle”-zertifiziert. Dabei handelt es sich um einen Standard, der sicherstellt, dass keines der Materialien zu irgendeinem Zeitpunkt im Lauf der Produktion eine Gefährdung für die Umwelt darstellt.

Zero Waste Collection auf der Website von Wolford

Wie ungefährlich die Aurora-Produkte von Wolford für die Natur sind, kann Andreas Röhrich täglich in seinem Büro beobachten: “Ich habe eine große Glasvase mit Erde in meinem Büro”, erzählt er im Blog von commercetools. “Wenn man genau hinsieht, erkennt man darin die Reste eines T-Shirts unserer Aurora-Kollektion, das sukzessive abgebaut wird.” Das Geheimnis dahinter: Fasern und Garne, deren chemische Struktur dahingehend modifiziert wurden, dass sie keine schädlichen Substanzen mehr an die Umwelt abgeben.

Doch bis dahin war es ein weiter Weg, erst mussten entsprechende Stoffe überhaupt entdeckt werden – und schließlich auch die Produktion entsprechend umgestellt werden: “Für die Zertifizierung muss jeder Abschnitt des Produktkreislaufs nachvollziehbar sein: dass das Abwasser frei von Giftstoffen ist, die Produktion mit erneuerbarer Energie stattfindet und die Verwertbarkeit der Materialien gewährleistet ist”, erläutert Röhrich. Und genau darin liegt die Tücke: “Wenn Wolford Farbstoffe einsetzt, die ohne Giftstoffe auskommen, ist nicht die Produktion an sich aufwendiger oder teurer, sondern die Entwicklung des Farbstoffs im Vorfeld, der Transformierungsprozess. Daher wünschen wir uns, dass möglichst viele Betriebe, auch die kleineren, die sich diese Forschung nicht leisten können, von unserem Wissen profitieren. Wir geben unser Know-How gern weiter.”

Digitalisierungsoffensive “Wolford X”

Doch nicht nur bei nachhaltiger Mode, sondern auch beim Vertrieb seiner Produkte verfolgt Wolford eine klare Zukunftsvision: Mit der Digitalisierungsoffensive “Wolford X” baut das Skinware-Unternehmen eine vollkommen neu designte IT-Architektur auf, um seinen Kundinnen und Kunden ein echtes Omnichannel-Erlebnis zu bieten. Dabei soll eine Plattform entstehen, die alle direkten B2C-Vertriebskanäle von Wolford umfasst: Aktuell vor allem den eigenen Webshop sowie die 150 stationären Brand Stores, perspektivisch aber auch Social Media, Marktplätze und die Marketingtools im Hintergrund. “Wir wollen den Kundinnen und Kunden alles bieten, was heute gefragt ist, aber ebenfalls eine Architektur bauen, die das abdecken kann, was in Zukunft kommen wird und was wir heute noch nicht kennen”, erzählt Rainer Knapp, Global Director IT and Digital bei Wolford, im aktuellen Whitepaper “Composable Commerce” von Location Insider powered by commercetools.

Gemäß dem Best-of-Breed-Ansatz wählt Wolford dabei Software-Lösungen verschiedener Anbieter aus, die mit dem Baukasten-Prinzip des Composable Commerce miteinander über APIs interagieren: “Wir haben uns für eine komplett neue Omnichannel-Gesamtarchitektur entschieden, bei der zum Beispiel eine CDP (Customer Data Platform) ein wesentlicher Bestandteil sein soll. commercetools ist eines der wichtigsten Bausteine in dem neuen Konzept. Über commercetools werden wir das in unserem B2C-Webshop laufen lassen, der mittlerweile ein Drittel von unserem Konzernumsatz ausmacht”, erklärt Rainer Knapp im Interview für das Whitepaper.

Im Zuge von “Wolford X” soll sich auch einiges in den Filialen von Wolford tun: “Wir werden auf die mobilen Kassensysteme von NewStore wechseln. Das heißt, wir kriegen Mobile Devices in unsere Läden, und NewStore bringt auch eine Omnichannel OMS (Order Management Software) mit, in das dann über commercetools alle Orders reinfließen”, gibt Rainer Knapp einen Ausblick auf das, was bald kommt.

Wie schon bei der Nachhaltigkeitsoffensive setzt Wolford auch bei der neuen Software-Architektur auf den offenen Austausch mit anderen Marktteilnehmern: Rainer Knapp engagiert sich als Botschafter der MACH Alliance, einem Zusammenschluss verschiedener Lösungsanbieter für moderne Commerce-Architekturen, die alle auf den Prinzipien Microservices, API-first, Cloud-native und Headless beruhen. “Es war für mich ein Lichtblick zu sehen, wie all diese neuen MACH-Architekturen entstanden sind. Deswegen möchte ich den MACH-Ansatz als Botschafter der MACH Alliance weitertragen. Als Botschafter komme ich in den Kontakt mit so vielen Unternehmen, kann mich austauschen und von anderen etwas lernen, ähnlich wie in einem Think Tank”, sagt Rainer Knapp.


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