Bei Douglas drohen Filialschließungen, Adyen bietet Amazon Pay, Media-Saturn vermietet E-Bikes.

von Stephan Lamprecht am 17.Juni 2020 in News

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

der Handel habe Großes geleistet, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth in einem Interview über seine Branche. Darin äußert er seine Einschätzung der Lage im Handel. Tatsächlich sind die aktuellen Zahlen gerade im Modehandel besorgniserregend. Und wir Verbraucher haben in den ersten Wochen der Coronavirus-Krise gesehen, welche Leistungen das Personal etwa im Lebensmitteleinzelhandel erbracht hat. Aus meiner Sicht haben in dem Gespräch ein paar Worte über seit Jahren nicht erfolgte Investitionen und Anpassungen der Geschäftsmodelle gefehlt.

Tschüss bis zur nächsten Ausgabe
Ihr Stephan Lamprecht

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Media-Saturn vermietet E-Bikes, Douglas will Filialen schließen

In Kooperation mit Grover vermieten MediaMarkt und Saturn ab sofort auch E-Bikes. Möglich sind Mindestmietlaufzeiten von 3, 6, 12 und 18 Monaten. Im Mietpreis enthalten ist der Geräteschutz “Grover Care”, der bei Schäden Reparaturkosten übernimmt. Zum Start sind vier E-Bike-Modelle im Angebot. Das Mietangebot ist direkt im Online-Shop integriert.

Die guten Nachrichten bei Douglas lauten: Vorstandschefin Tina Müller hat offenbar ihre Krankheit auskuriert und wird zum 1. Juli wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Weniger positiv wirkt die Berufung von Michael Keppel in die Geschäftsführung. Er wird die Aufgabe eines “Chief Restructuring Officer” übernehmen und gilt in der Branche als Spezialist für Unternehmenssanierungen. Aufsichtsratschef Henning Kreke macht jedenfalls deutlich, dass die Restrukturierung auch mit Filialschließungen verbunden sein wird.

Adyen bietet Amazon Pay, Ikea will Corona-Hilfen teilweise zurückzahlen

Zahlungsanbieter Adyen bietet Händlern in Deutschland ab sofort auch Amazon Pay als Verfahren an. Neben Deutschland wird der Zahlungsweg auch in Großbritannien, den Niederlanden, Frankreich, Italien und Spanien ausgerollt. Amazon Pay ist vollständig in die Infrastruktur integriert, so dass die Zahlungen in die Reporting- und Abrechnungsprozesse innerhalb der Adyen-Plattform einfließen. Für Amazon-Kunden wird der Checkout einfacher, weil die bei Amazon hinterlegten Kundeninformationen genutzt werden.

Ikea hat angekündigt, einen Teil der in verschiedenen Ländern erhaltenen Corona-Hilfen zurückzahlen zu wollen. Die Krise habe weniger lang als erwartet gedauert. Es könne aber wegen der unterschiedlichen Regelungen noch nicht gesagt werden, wie viel Geld wieder zurückerstattet wird. Von Deutschland war in den Medienberichten allerdings nicht die Rede.

Edeka-Kaufmann setzt auf Smart Occupancy, Weltbild startet Online-Videothek

Um Angestellte und Kunden besser vor einer potentiellen Infektion zu schützen, setzt EDEKA K. Johst in St. Peter-Ording auf SmartOccupancy von Checkpoint Systems. Bisher hatte der Kaufmann mit Hinweisschildern und zahlenmäßig begrenzten Einkaufswagen gearbeitet, um die maximale Kundenzahl im Laden zu regeln. Das brachte für die Angestellten einen erhöhten Aufwand mit sich. Das neue System zeigt den Kunden mit einer Ampellogik, wie die Auslastung im Geschäft ist und regelt den Zutritt.

Weltbild arbeitet mit dem Münchner Streaming-Dienst Pantaflix zusammen. Die Kunden können über die Online-Videothek rund 1.000 Filme ohne Abonnement abrufen. Lediglich eine Registrierung ist für die Nutzung nötig. Die Preise liegen zwischen 0,99 Euro bis 5,99 Euro.

Amazon stellt fremde Pakete zu, Starbucks startet eigene Kreditkarte

In Großbritannien stellt Amazon in Zukunft auch Pakete anderer Händler zu. Damit ist auf der britischen Insel die Öffnung von Amazon Logistics für Dritte offiziell. Amazon will sieben Tage die Woche Pakete von den Händlern abholen und verspricht wettbewerbsfähige Tarife ohne besondere Zuschläge. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Amazon auch in Deutschland einen ähnlichen Weg einschlagen wird.

Starbucks wird in Kooperation mit Hyundai in Südkorea eine gebrandete Kreditkarte herausbringen. Die Karte soll im Laufe des Jahres verfügbar sein. Nutzer der Karte werden alle Vorteile des Kundenbindungsprogramms von Starbucks erhalten, außerdem planen die Firmen noch weitere Boni.

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