Datengold: Foursquare plant offenbar Verkauf von Nutzerdaten.

von Julian Heck am 07.August 2014 in News
Screenshot der neuen Foursquare-App.

Screenshot der neuen Foursquare-App.

Auf Schritt und Tritt: Foursquare versucht sich neu zu erfinden und hat dabei scheinbar vor allem Nutzerdaten als lohnendes Geschäft für sich entdeckt. Denn das Update der App sorgt dafür, dass Nutzer auch dann per GPS getrackt werden können, wenn die App geschlossen ist. Was bisher explizit eine Genehmigung der Nutzer erforderte, ist jetzt voreingestellt. Wer Foursquare nicht ununterbrochen mitteilen möchte, wo er sich befindet, der muss die Einstellungen öffnen und die Funktion deaktivieren. Mit den gewonnen Daten will das Unternehmen analysieren, wohin Nutzer gehen und welche Orte im Trend liegen, so Foursquare-Chef Dennis Crowley gegenüber dem Wall Street Journal“. Auch der Verkauf dieser Daten sei nicht ausgeschlossen. Weil die Nutzer einen Mehrwert bekämen, sei das Preisgeben der Daten sicherlich kein Problem, behauptet er. Gerade in Zeiten, in denen Hackerangriffe und Spionage an der Tagesordnung sind, darf diese Aussage angezweifelt werden. Dazu kommt die Frage, ob Foursquare durch die Entkopplung seiner Check-In-Funktion in die neue App Swarm nicht ohnehin den größten Mehrwert eingebüßt hat. Nachdem Foursquare seine Kernfunktion, das Einchecken in Locations mit der Belohnung in Form von Badgets, in seine neue App Swarm ausgelagert hat, hagelte es Kritiken. Die native Foursquare-App ist zu einer Yelp-Konkurrenz mutiert. Nutzer können dort nach Locations suchen und diese bewerten. Dann bekommen sie eine personalisierte Startseite mit passenden Ortsempfehlungen. Auf Kosten ihrer Daten. Doch Umfragen zeigen auch: Nutzer sind bereit ihre Daten preiszugeben, erwarten im Umkehrschluss aber zählbare Vergünstigungen wie etwa Rabatte.
wsj.de, locationinsider.de (Foursquare stellt sich neu auf)

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