Ikea ist top bei Versandkommunikation, Initiative Digitale Handelskommunikation startet, Flying Tiger setzt bei Scan & Go auf Mishipay.

von Stephan Lamprecht am 17.März 2021 in News

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Geld ist ja bekanntlich nicht alles, aber ohne Geld ist es auch schwierig. Das gilt besonders im Handel, denn am Ende des Einkaufs kommt eben das Bezahlen. Und die in der Vergangenheit eher schnöde Transaktion, das Payment, wird seit wenigen Jahren wieder zu einem Top-Thema. Selbst die Banken, die in der Abwicklung eher einen Kostenblock gesehen haben, beginnen Payment erneut für sich zu entdecken. Die Rekordsummen, die in Unternehmen wie Klarna gesteckt werden, zeigen eindrucksvoll die Dynamik in Sachen Payment. Und darum geht es auch in unseren News.

Herzlichst Ihr Stephan Lamprecht vom Team Locationinsider.de

Schlechtestes Geschäftsjahr der Geschichte bei Ahlers, Ikea ist top bei Versandkommunikation

Das auf Männermode spezialisierte Unternehmen Ahlers muss das schlechteste Geschäftsjahr seiner Geschichte vermelden. Der Umsatz ist wegen der Coronakrise um knapp 30 Prozent auf 151 Mio. Euro eingebrochen: Zum einen waren die Geschäfte geschlossen, zum anderen brauchen die Herren im Homeoffice eben weniger Anzüge und Hemden. Wie andere Unternehmen hat auch Ahlers einen deutlichen Anstieg des Online-Verkaufs erlebt. Dieser soll nun ausgebaut werden. Ahlers geht davon aus, dass die Umsätze im zweiten Quartal wieder ansteigen werden.

Für seine „E-Commerce Versandstudie 2021“ hat parcelLab das Einkaufserlebnis bei den Top–100-Online-Shops beim Paketversand untersucht. Das Fazit: Bei den meisten Händlern gibt es in Sachen Versand- und Retourenservices noch Potenzial für die Optimierung. Bei der Versandkommunikation konnte Ikea überzeugen. Der Möbelhändler informiert die Kundinnen und Kunden auf sympathische Art über den Status der Bestellung. Besonders flexibel bei den Versandoptionen zeigt sich S.Oliver, während die Online-Parfümerie Flaconi viel Liebe zum Detail bei der Verpackung zeigt. Die Studie mit den Praxisbeispielen ist kostenlos.

Zalando eröffnet weiteres Outlet und ernennt erste Frau im Vorstand

In Konstanz eröffnet Zalando sein bereits elftes Outlet in Deutschland. Das Geschäft in der Altstadt bietet auf 1.100 Quadratmetern Waren, deren Preis um bis zu 70 Prozent reduziert sind. Aktuell gelten auch dort die Vorgaben zur Pandemiebekämpfung, also das Shoppen mit Termin. Der Store hat eine lokale Besonderheit: Eine Wand zeigt eine großflächige Abbildung des Bodensees.

Mit Astrid Arndt steigt bei Zalando die erste Frau in den Vorstand auf. Sie wird ab dem 1. April die neue Position des Chief People Officer übernehmen. Arndt leitet seit 2019 die Abteilung People & Organisation im Unternehmen. Die Umbildung des Vorstands wurde notwendig, da, wie berichtet, der bisherige Co-Geschäftsführer Rubin Ritter das Unternehmen nach der kommenden Hauptversammlung verlassen wird.

Produktbewertungen spielen eine große Rolle, Initiative Digitale Handelskommunikation startet

Trusted Shops hat eine repräsentative Umfrage in Auftrag gegeben, deren Ergebnis jetzt vorliegt: Bei fast 90 Prozent aller Kundinnen und Kunden beeinflussen Online-Bewertungen und Rezensionen die Kaufentscheidung. 28 Prozent der Kundschaft hoffen, durch die Bewertungen einen Fehlkauf zu vermeiden. Gemäß der Umfrage wächst bei zwei Drittel (65 Prozent) das Vertrauen, wenn der Betreiber auf Kommentare reagiert.

Mit Bonial, marktguru und Offerista finden sich gleich drei große Player zusammen, um in einer gemeinsamen Initiative die Vorzüge der digitalen Handelskommunikation aufzuzeigen. Ziel der Initiative Digitale Handelskommunikation (IDH) ist es, das Thema breiter in die öffentliche Wahrnehmung zu bringen. Denn mit den Services der drei Partner können stationäre Händler und Marken die Kundschaft zielgerichtet, schnell und umweltfreundlich erreichen. Eine Hauptaufgabe der IDH wird es nach eigenen Angaben sein, besser zu verstehen, was der Markt möchte und wo noch Verbesserungspotentiale liegen. Dazu wird auch die Zusammenarbeit mit Verbänden angestrebt.

Flying Tiger setzt bei Scan & Go auf Mishipay, ePay und Bluecode werden Partner, Geldsegen für SumUp

Die dänische Kette Flying Tiger Copenhagen betreibt weltweit 950 Stores und ist mit ihren Filialen auch in Deutschland vertreten. In 30 Läden in Dänemark, Norwegen und Schweden wird das Unternehmen jetzt die Technik „Scan & Go“ einführen. Die Kundinnen und Kunden können dort also mit ihrem Smartphone die Waren direkt erfassen und via App auch bezahlen, ohne sich erst an der Kasse anstellen zu müssen. Genutzt wird die Technik von MishiPay.

Bluecode und epay haben eine strategische Kooperation geschlossen. Die beiden Unternehmen wollen gemeinsam das mobile Bezahlen mittels QR- und Barcodes in Europa vorantreiben. So wird Epay seinen Händlerkunden die Zahlungsoption Bluecode aktiv anbieten. Bluecode hat in den vergangenen Wochen für zahlreiche Schlagzeilen gesorgt. So nutzt Huawei das System auf seinen Smartphones als Ersatz für Google Pay und die Drogeriekette Rossmann hat auch bekanntgegeben, Bluecode zu akzeptieren.

Eine weitere Nachricht aus dem Bereich Payment: SumUp, das in erster Linie für seine kompakten Lesegeräte bekannt ist, die es kleineren Handelsunternehmen und Solounternehmern ermöglichen, Kartenzahlungen zu akzeptieren, hat erfolgreich 750 Mio im Rahmen einer Finanzierungsrund sammeln können. Mit dem Geld soll insbesondere die Expansion in Europa vorangetrieben werden.

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