Luxusuhren aus dem Netz: Wie CHRONEXT mit Headless E-Commerce sein Geschäft skaliert.

von Partnerunternehmen am 11.November 2020 in Highlight, Partnerbeitrag, Trends & Analysen

Disruption in der Uhrenbranche: Kaum ein Unternehmen hat die fein ausjustierte Welt zwischen Marken wie Rolex, Breitling oder Cartier und Luxus-Juwelieren wie Bucherer oder Wempe in den letzten Jahren so durcheinandergebracht wie CHRONEXT. Seit seinem Launch 2015 treibt das Startup die Branche vor sich her und bricht mit deren alten Gepflogenheiten. Aber auch im Bereich Shoptech gehört CHRONEXT zu den innovativsten Playern im E-Commerce – und setzt dabei auf Headless-Technologie von commercetools und Frontastic.

Kaum noch skalierbar: Bereits 2018 – und damit nur drei Jahre nach dem Start – musste das Management von CHRONEXT feststellen, dass die genutzte Shop-Technologie das Wachstum des Onlinehändlers für Luxusuhren nicht etwa förderte, sondern vielmehr bremste: „Wir waren frustriert von der Komplexität und Rigidität unseres vorhergehenden Shopsystems und merkten, dass es uns nicht erlaubt hätte, unsere Produktziele zu erreichen“, sagt Ludwig Wurlitzer, CPO bei CHRONEXT. Denn selbst kleine Änderungen oder Ergänzungen des Online-Shops waren mit oft monatelangem Aufwand und damit auch enorm hohen Kosten verbunden. Was so gar nicht zu dem Startup passte, das viel lieber als Schnellboot denn als behäbiger Tanker agieren wollte.

Digitalisierung einer behäbigen Branche

Immerhin hatte CHRONEXT zuvor schon die eher behäbige Welt der Luxusuhren aus den Fugen gehoben: War Online-Vertrieb in der Branche bis dahin noch ein Fremdwort gewesen, so kam nun ein Startup daher und digitalisierte das Business mit ungewöhnlichen Methoden: Als nicht von der Uhrenherstellern lizensierter Händler kaufte CHRONEXT Luxusuhren von Juwelieren auf, die diese entweder nicht loswurden oder für deren Verkauf sie wenig Chancen sahen. Mit teils erheblichem Rabatt landeten diese Uhren danach sichtbar im Netz, wie die „Wirtschaftswoche“ die Anfänge von CHRONEXT beschreibt. Als Nomos als erster Hersteller mit CHRONEXT eine offizielle Partnerschaft einging, kündigte der alteingesessene Juwelier Wempe daraufhin den Vertriebsvertrag mit Nomos – ein bis dahin einmaliger Vorgang, der die Branche erschütterte.

Mittlerweile bietet CHRONEXT dauerhaft über 7.000 Luxusuhren zur Auswahl in seinem Online-Shop. Dabei setzt CHRONEXT sowohl auf Neuware als auch auf „Certified Pre-Owned“: Dabei handelt es sich um Uhren aus zweiter Hand, die CHRONEXT zunächst über die eigene Website ankauft, danach in einer eigenen Meisterwerkstatt generalüberholt und sie anschließend wieder verkauft. Dabei können sich CHRONEXT-Kunden die Uhren wahlweise nach Hause liefern lassen oder aber in einer „Pick-Up Lounge“ z.B. in London, Paris, Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln oder München abholen.

Flexibel im weltweiten Omnichannel-Handel

CHRONEXT verfolgt also ein relativ komplexes Geschäftsmodell, das einer modernen Shop-Architektur bedarf. Das Ziel für den ab 2018 geplanten Relaunch des Online-Shops von CHRONEXT war daher eindeutig: Die Plattform sollte nicht nur schneller, sondern auch flexibler und damit fit für den Omnichannel-Handel gemacht werden, leichter an neue Anforderungen angepasst werden können und wirtschaftlicher zu betreiben sein. Immerhin steckt der Onlinehandel mit wertvollen Zeitmessern noch immer in den Kinderschuhen und hat ein riesiges Aufholpotenzial: Bei einem weltweiten Handelsvolumen von 27 Milliarden Euro pro Jahr werden nach Branchenschätzungen erst drei bis sechs Prozent der Luxusuhren online verkauft.

Mit MACH-Ansatz durchstarten

Die Lösung für die Zukunftspläne von CHRONEXT: 2019 wurde auf Basis der Technologien von commercetools und Frontastic ein komplett neuer Marktplatz entwickelt und Funktionen wie CMS, Payment und Produktsuche von Grund auf modernisiert. Dabei ist eine hochmoderne Software-Architektur entstanden, die auf den MACH-Ansatz mit den vier Prinzipien Microservices, API, Cloud und Headless setzt und für eine sehr hohe Entwicklungsgeschwindigkeit steht. So lässt sich die Plattform flexibel an künftige Anforderungen anpassen und wird sowohl den hochwertigen Luxusuhren als auch den anspruchsvollen Kunden von CHRONEXT gerecht: responsive und damit auch für Smartphones und Tablets optimiert, technisch stabil und bereit für internationales Wachstum.

Bei der Entwicklung der neuen Commerce-Plattform ging CHRONEXT dabei äußerst dynamisch vor: Zunächst holte CHRONEXT die IT, die zuvor teilweise an eine Agentur ausgelagert war, zurück ins eigene Haus und bildete ein zehnköpfiges Team. Diese sollte den Wechsel von der bisherigen monolithischen Software-Architektur hin zu einer vollständigen Microservices-Architektur schnell vorantreiben.

Backend und Frontend getrennt

Der Headless-Ansatz, bei dem das Backend und das Frontend voneinander getrennt entwickelt werden können, versprach dabei ein hohes Entwicklungstempo: Dadurch können sich jeweils kleine Entwickler-Teams verschiedenen „Baustellen“ widmen und parallel arbeiten. Dabei kommt der Kern des Backends von commercetools, also das was im Hintergrund passiert. Das Frontend hingegen nutzt Technologie des Unternehmens Frontastic. Wichtig aber: Alle Elemente des Shops sind individuell anpassbar, können über API-Schnittstellen miteinander kommunizieren und durch selbst entwickelte Microservices ergänzbar.

Durch diesen Ansatz gelang CHRONEXT ein überaus schneller Relaunch: Innerhalb von nur drei Monaten wurde ein komplett neuer Onlineshop entwickelt, im Oktober 2019 ging als erste Länderversion die neue Website in Österreich online. Im Anschluss wurde die französische Version der CHRONEXT-Site von Grund auf neu erstellt und in nur vier Wochen veröffentlicht. Wiederum in schneller Taktung folgte danach die australische Website, die internationale .com-Version, die britische und die schweizerische Website. Im Mai 2020 schließlich wurde auch die letzte und wichtigste Länderversion, nämlich die für Deutschland, relauncht.

„Hätten wir eine solche Lösung selbst gebaut, hätte uns das Jahre gekostet“, sagt Emanuel Schleussinger, CTO bei CHRONEXT. Doch nicht nur das hohe Entwicklungstempo hat CHRONEXT überzeugt, sondern auch die ersten Resultate fürs eigene Business: Die Performance wichtiger Marktplatzfunktionen wie Produktsuche und -navigation ließ sich durch den Relaunch messbar steigern. Die serverseitige Performance verbesserte sich um den Faktor 6 und die Absprungrate (Bounce-Rate) sank um 28 Prozent. Und seit dem Relaunch gibt es deutlich mehr Seitenaufrufe pro Besucher. Und so kann sich CHRONEXT sicher sein, für die kommende Jahre sehr gut aufgestellt zu sein und über den neuen responsiven Webshop zahlreiche Luxusuhren verkaufen zu können.

Klicktipps

Weitere Infos, wie CHRONEXT seine Commerce-Plattform relauncht hat, finden Sie in einer Case Study, die Sie hier kostenfrei anfordern können, sowie in diesem Webinar.

Über commercetools:

commercetools ist ein weltweit führendes Software-Unternehmen und steht für die gleichnamige Plattform für den B2C- und B2B-Handel der nächsten Generation. Die cloudbasierte headless E-Commerce-Software stützt sich auf einen API-First-Ansatz und flexible Microservices. Damit können Unternehmen ihren Kunden über alle Touchpoints hinweg umfassende und inspirierende Einkaufserlebnisse bieten.

Seit seiner Gründung 2006 hat commercetools seinen Hauptsitz in München. Mit Niederlassungen in den USA, in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum ist das Unternehmen global aufgestellt. Internationale Marken, darunter auch Fortune-500-Unternehmen, verlassen sich auf die commercetools-Plattform.

Weitere Informationen finden Sie unter https://commercetools.com/de/


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