Spektakuläre neue Stores von M&M’s und Bründl Sports, Käufer für Streetscooter, QVC-Zukunftsstudie “Next Home”.

von Florian Treiß am 08.Oktober 2021 in News

Liebe Leserinnen & Leser,

auch diese Woche gab es aus meiner Sicht wieder unsägliche Diskussionen über die vermeintliche Schuld des Onlinehandels am Niedergang so mancher Innenstadt, die in einer Forderung einer Paketversandsteuer für Onlinehändler durch den Deutschen Städte- und Gemeinebund gipfelte. Daher freue ich mich, Ihnen heute zwei Beispiele gegen das allgemeine Gejammer vorzustellen, die das Zeug haben, zu wundervollen “Destinationen” für Erlebnis-Shopping ganz im Sinne unseres Interviews mit Nicole Srock.Stanley zu werden: Die neuen Flagship Stores von Bründl Sports und M&M’s. Plus on top ein hübscher neuer Store von Görtz.

Ein schönes Wochenende, Ihr Florian Treiß

Flagship Stores von Bründl Sports, M&M’s und Görtz

In der gerade Mal 3.100 Einwohner kleinen Alpengemeinde Kaprun im Salzburger Land hat Bründl Sports seinen neuen Flagship Store eröffnet, der absolut sehenswert ist: Die außergewöhnliche Außenfassade fügt sich perfekt ins Bergpanorama der Umgebung ein und auch die Verkaufsfläche auf 2.500 Quadratmetern ist liebevoll gestaltet. Beim Bau war Nachhaltigkeit von zentraler Bedeutung. So ist der Flagship Store der erste Sportladen in Österreich, der durch ÖGNI (Innenausbau) und Klimaaktiv (Hochbau) zertifiziert ist. Dabei wird zum Beispiel besonders auf die Verwendung nachhaltiger Materialien geachtet, wie etwa Weißtanne aus Vorarlberg oder Rauriser Naturstein. Die Kund*innen erwarten diverse Highlights wie eine gläserne Ski-Service-
Werkstatt, ein Skischuh-Fitting Labor, der Bründl Skywalk über der Kapruner Ache und eine Lounge/Rooftop/Bistro namens “Weitblick”. Gestaltet wurde der Flagship Store von Blocher Partners aus Stuttgart, der Ladenbau wurde von umdasch realisiert. Weitere Bilder vom Store gibt’s hier.

Der Süßwarenkonzern Mars hat in Berlin seinen weltweit siebten Flagship Store der Marke M&M’s eröffnet. Er liegt am Ku’damm 13-15 und bietet auf einer Fläche von fast 3.000 Quadratmetern zahlreiche Highlights für Fans der Schokolinsen. Dazu zählen das weltweit erste M&M’s Café, in dem die Besucher*innen Getränke, Kekse und Eiscreme bestellen können, weiterhin die Fotoinstallation Karaoke Garden, welche die Karaoke-Kultur Berlins aufgreift und den Gästen ermöglicht, sich durch den gemeinsamen Gesang mit anderen Menschen um sie herum zu verbinden. Außerdem gibt’s eine von der Berliner Mauer inspirierte Graffiti-Wand, die als Hintergrund für Selfies der Kund*innen dienen soll, sowie einen “Späti Shop”, in dem es exklusives M&M’s Berlin Merchandise zu kaufen gibt. Einen virtuellen Rundgang durch den Store gibt’s hier.

Sicherlich nicht ganz so spektakulär wie unsere ersten beiden Beispiele, aber dennoch ein wichtiger Schritt in die Zukunft des Schuhhändlers Görtz ist dessen neuer Flagship Store im Düsseldorfer Kö-Bogen II. Beim Design des Ladens setzt Görtz auf eine Symbiose aus Naturelementen und moderner Tape Art sowie nachhaltige Möblierung aus recycelten Materialien. Zudem gibt es Lounge-Bereiche sowie temporäre Pop-Up-Flächen für angesagte Online-Marken. Dadurch soll die aus dem E-Commerce bekannte Idee einer Plattform stationär umgesetzt werden, wobei die Ausgestaltung sehr flexibel gestaltet werden kann. Ein Video vom Store gibt’s hier.

Flaschenpost-Lebensmittelservice im Test, Post findet wohl Käufer für Streetscooter

Nach der Übernahme durch die Oetker-Gruppe will das Liefer-Startup Flaschenpost nicht mehr nur Getränke an die Haustür zustellen, sondern auch frische Lebensmittel. Bislang wurde der Zusatzservice bereits in Münster, Düsseldorf, Langenfeld, Hannover und Braunschweig angeboten. Kürzlich sind Berlin und Potsdam hinzu gekommen. Dabei ist das Angebot interessant: Denn mit 3.500 Artikeln bietet Flaschenpost eine deutlich größere Auswahl als die Quick-Commerce-Konkurrenten Gorillas oder Flink, die eher mit Schnelligkeit punkten als mit Sortiment. Vom “Nichtverfügbarkeitsfluch”, der das Angebot zahlreicher Lebensmittel-Lieferanten erfasst hat, bleibt allerdings auch Flaschenpost nicht verschont, wie das Supermarktblog berichtet. Kommt dann noch Pech dazu, erwischt man einen schusseligen Fahrer, der einen Teil der Bestellung vergessen hat, moniert Autor Peer Schader.

Der Aufschrei war groß, als die Deutsche Post DHL vor eineinhalb Jahren erklärte, nach dem Scheitern bei der Käufersuche die Produktion der Elektrolieferwagen der Marke Streetscooter bis Ende 2020 einstellen zu wollen. Später wurde die Produktion dann doch noch verlängert und die Käufersuche auch, denn die Post versteht sich selbst nicht als Fahrzeughersteller, braucht aber zugleich günstige E-Fahrzeuge für seine Flotte. Nun war die Suche offenbar doch noch erfolgreich: Laut einem Medienbericht soll ein junges Unternehmen namens Odin Automotive der Abnehmer sein. Hinter Odin steht ein ehemaliger BMW-Manager namens Stefan Krause, der später Vorstand bei den Elektromobilität-Startups Faraday Future und Canoo war.

– Anzeige –
Bewerben Sie Ihr Webinar, Ihr Whitepaper oder andere B2B-Themen im Newsletter von Location Insider und erreichen Sie so Entscheider in Handel und E-Commerce. Schalten Sie z.B. Text-Bild-Anzeigen für 250 EUR pro Tag oder 1.125 EUR pro Woche. Mehr Infos in unseren Mediadaten oder direkt bei Florian Treiß: treiss@locationinsider.de, Tel: 0341/42053558

QVC-Zukunftsstudie “Next Home”

Die Studie “Next Home – Wie wohnt Deutschland übermorgen?” vom Shopping-Sender QVC blickt unter Leitung von Trendforscher Prof. Peter Wippermann in die Wohnung der Zukunft. “Die Wohnräume der Zukunft sind multifunktional”, sagt Wippermann. Das Wohnzimmer wird auf Knopfdruck zum Büro und abends zum Gym. Für das Zuhause der Zukunft wünscht sich jeder Zweite Geräte, die auf Sprache reagieren. “Voice-basierte Anwendungen, Sensoren und biometrische Datenerkennung machen den Touchscreen bis 2040 überflüssig”, so Wippermann in einer Pressemitteilung weiter. Künftig dürften zudem Roboter Routine-Aufgaben im Haushalt übernehmen: Eine Mehrheit der Befragten wünscht sich zum Beispiel einen Badputz-Roboter.

Das hier passt zu den angesprochenen Sensoren im Haushalt: Amazon arbeitet offenbar an einem eigenen intelligenten Kühlschrank. Das Gerät verfolge das Inventar und die Kaufgewohnheiten und könne sie nach einer gewissen Zeit sogar vorhersagen. Der smarte Kühlschrank soll so imstande sein, vorausschauend Bestellungen aufzugeben, damit die Vorräte niemals zu Neige gehen. Zusätzlich soll der Kühlschrank auch die Verfallsdaten der Produkte im Auge behalten können.

Location Insider ist Deutschlands Fachdienst zur Digitalisierung des Handels. Unser kostenloser Newsletter erscheint montags bis freitags um 11 Uhr. Besuchen Sie uns online auf unserer Website oder folgen Sie uns bei LinkedIn, Twitter oder Facebook. Infos zu Werbemöglichkeiten und Content Marketing bei uns erhalten Sie in unseren Mediadaten.


Artikel teilen




Abonnieren Sie den kostenlosen Newsletter von Location Insider. Wir liefern darin täglich gegen 11 Uhr business-relevante Hintergründe zur Digitalisierung des Handels.

Hiermit akzeptiere ich die Datenschutzbestimmungen.