Tommy Hilfiger stellt digitalen Showroom für B2B-Handel vor.

von Christian Bach am 23.Januar 2015 in News

TOMMY HILFIGER Showroom II

Technik, die begeistert: Darauf baut auch Tommy Hilfiger. Das US-Modelabel hat diese Woche einen digitalen Showroom für den B2B-Handel präsentiert. Der erste Verkaufsraum dieser Art steht in Amsterdam. Auf den ersten Blick wirkt der Raum nicht wie die Zukunft des Handels, sondern wie ein spartanischer eingerichteter Konferenzraum mit einem Tisch und ein paar Stühlen. Das Besondere sind die zwei Bildschirme. Ein interaktiver Touchscreen (0,5 x 1 m) ist im Tisch integriert, ein vier Meter hohe 4K-Bildschirm steht am Ende des Tisches. Einkäufer von Modeketten können sich darüber unter anderem die Kollektionen des Labels sowie Informationen zu verfügbaren Farben, Größen und Bestellungen anzeigen lassen. Der digitale Showroom soll „die Kauf- und Verkaufsreise für Einzelhandelskunden revolutionieren“, sagt Daniel Grieder, Geschäftsführer von Tommy Hilfiger. Eigenen Angaben zufolge will das Unternehmen das Konzepts international ausrollen und auch auf weitere Standorte ausweiten.

Am POS pures Vergnügen: Der neue Media Markt in Ingolstadt vereint On- und Offline-EinkaufserlebnisBisher kennen wir diese Art der Produktpräsentation vor allem aus einigen wenigen stationären Geschäften. Zu den Vorreitern gehören unter anderem eBay mit digitalen Shopping-Spiegeln sowie Rose und Media Markt. Der Fahrrad-Versender Rose hat im Oktober vergangenen Jahres den multimedialen Konzeptstore „Biketown“ im Erdgeschoss des neuen Münchner Einkaufszentrums Mona eröffnet. Kunden können sich in der 300 Quadratmeter großen Filiale neben den ausgestellten Rädern unter anderem an 20 Tablets informieren. Mithilfe des „Bike-Konfigurators“ können sie zudem ihre gewünschten Komponenten selbst zusammenstellen. Der Elektronik-Händler Media Markt hat bereits im September eine neue Multichannel-Filiale in Ingolstadt eröffnet, wie Location Insider damals berichtete. Kunden können sich seitdem zum Beispiel an kleinen Online-Terminals und einer großen, interaktiven Touch-Videowand über vorhandene Waren informieren. Zudem testet Media Markt ein e-Flyer-Terminal mit aktuellen Angeboten und elektronischen Preisschildern sowie eine digitale Mitarbeiter-Tafel. Bisher gehören solche Projekte aber noch zu den Ausnahmen – leider. Aus Kundensicht könnte es davon gern mehr geben. Denn viele kennen sicher das Problem: Wenn man dann wirklich mal Hilfe braucht, haben sich die Mitarbeiter oft geschickt verkrümelt. Bildschirme können diesen persönlichen Kontakt zwar nicht zu 100 Prozent ersetzen, aber ihn zumindest unterstützen – sicher auch im B2B-Geschäft.
tommy.com via internetworld.de

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