2G im Handel sorgt für Umsatzschwund, About You plant Joint Venture mit Rappern, Nike kauft NFT-Spezialisten.

von Florian Treiß am 14.Dezember 2021 in News

Liebe Leserinnen & Leser,

die 2G-Regelung hält den Einzelhandel in Atem, wie auch gleich mehrere Meldungen im heutigen Newsletter zeigen. Einen besonders ausführlichen Artikel dazu gibt’s zudem bei Welt Online. Darin fordert Peter Adrian, der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, dass Händler nicht zu flächendeckenden 2G-Kontrollen verpflichtet sein sollten, sondern nur zu Stichproben wie beispielsweise bei der Bahn oder im öffentlichen Personennahverkehr.

Herzliche Grüße, Ihr Florian Treiß

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“Einmalige Chance, den historischen Charakter der Innenstädte neu zu definieren”

Wer würde ein treffenderes Jahresfazit ziehen als der Grand Seigneur des deutschen Handels? Wolf-Jochen Schulte-Hillen von SH Selection hat für Location Insider Bilanz gezogen zum Corona-geprägten Jahr 2021. “Der Trend zu Abstand, Hygiene, Cashless und Regionalität hat die Entwicklung von Unmanned Stores und Vending Regiomaten im DTC Business befeuert”, sagt er. Schulte-Hillen verrät seine Vorbilder im Handel, die – trotz Pandemie – mit kreativen Ideen erfolgreich sind.
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2G im Handel sorgt für Frequenz- und Umsatzschwund sowie eigenwillige Aktion

Das für den Einzelhandel so wichtige Weihnachtsgeschäft will dieses Jahr einfach nicht in Schwung kommen. Die Schuld dafür sehen die Handelsverbände vor allem in der neuen 2G-Regelung, die das Einkaufen in vielen Läden nur noch Corona-Geimpften und -Genesenen gestattet. Laut einer HDE-Umfrage haben Handelsunternehmen, die unter 2G-Zugangsbeschränkungen arbeiten, in der abgelaufenen Woche knapp ein Drittel ihrer Vorkrisenumsätze verloren haben.

Auch die Hoffnung mancher Händler, dass sich Kund*innen mit der seit Kurzem erst geltenden 2G-Regel sicherer fühlten, habe sich nicht bestätigt. Viele Geschäftsleute hatten erwartet, dass Geimpfte und Genesene vermehrt kommen, wenn Ungeimpfte nicht in die Läden dürfen. Das sei bislang aber nicht der Fall, eher das Gegenteil, wie die “Süddeutsche Zeitung” mit Bezug auf den Handelsverband Bayern schreibt. Dessen Sprecher Bernd Ohlmann meint, dass zu den Nichtgeimpften, die nun als Kund*innen aussscheiden, auch ängstliche Geimpfte kommen sowie Menschen, die es nicht einsehen, sich kontrollieren zu lassen, wenn sie in ein Geschäft wollen.

Während sich manche Händler wie Woolworth oder Ernsting’s Family wie berichtet juristisch gegen die 2G-Regel wehren, sorgt ein Möbelhändler aus Grevenbroich mit einer eigenwilligen Aktion im Internet für viel Aufmerksamkeit: Auf seiner Website schreibt er von einer “gesetzlich vorgeschriebenen Diskriminierungszeit” für gesunde Menschen und verspricht 10 Prozent Rabatt für Kund*innen, die sich im Rabattcode-Feld seiner Website gegen Diskriminierung aussprechen. Außerdem erteilt der Händler Politikern der regierenden Parteien ein Hausverbot. In den Google-Rezensionen zu seinem Laden ist bereits eine Kommentarschlacht entbrannt: Ein Teil der Rezensenten wirft dem Inhaber “Geschwurbel” vor, ein anderer Teil, vermutlich u.a. aus der Querdenker-Ecke, lobt ihn hingegen für die Aktion.

eBay mit digitalem Weihnachtsmarkt, About You plant Joint Venture mit Rappern, Nike kauft NFT-Spezialisten

eBay Deutschland hat einen digitalen Weihnachtsmarkt eröffnet, auf dem Verbraucher*innen die weihnachtlichen Waren zahlreicher lokaler Händler*innen finden. Damit möchte eBay lokale Händler*innen während des Weihnachtsgeschäfts unterstützen. Die Artikel stammen von Händler*innen, die Teil von eBay Deine Stadt sind. Die Initiative umfasst mittlerweile 26 deutsche Städte und Regionen, deren insgesamt rund 7.000 teilnehmende Händler*innen seit April über 5,5 Millionen Produkte über eBay verkauft haben. Auf der neuen Weihnachtsmarkt-Seite werden zahlreiche Artikel der Händler*innen aus den 26 teilnehmenden Städten präsentiert, die einen Bezug zu Weihnachten haben.

Paukenschlag im Bereich virtuelle Mode: Der Sportkonzern Nike übernimmt RTFKT (ausgesprochen: Artefakt), ein erst vergangenes Jahr gegründetes Startup für virtuelle Sammlerstücke. Das Designstudio kreiert und verkauft vor allem virtuelle Sneaker, was gut zu Nike passt. RTFKT hat eines der derzeit begehrtesten NFT-Projekte auf die Beine gestellt, eine umfassende Avatar-Partnerschaft mit dem Künstler Takashi Murakami namens CloneX (siehe Bild). Allein dieses Projekt soll bereits für einen Umsatz von 65 Millionen Dollar gesorgt haben, berichtet Techcrunch.

Der Online-Modehändler About You will gemeinsam mit bekannten Köpfen der Deutsch-Rap-Szene wie RAF Camora eine neue Online-Plattform namens WhyNot aufbauen. Start soll im Frühjahr 2022 sein. Die Macher planen eine Mischung aus Online-Magazin und Webshop: Das Joint Venture soll einerseits exklusive Einblicke in die Welt des deutschsprachigen Hip-Hop liefern, andererseits auch die passende Mode zum Kauf. Zusätzlich zum Angebot ausgewählter Streetwear-Marken wollen die Macher individuelle Personal Brands für Künstler aus der Branche entwickeln, und zwar von Design über Produktion und Vermarktung bis hin zum Onlinehandel. Die “Textilwirtschaft” erinnert der Ansatz an die Luxus-Plattform Highsnobiety.

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Delivery Hero mit Logistikplänen, Amazon plant angeblich Lebensmittel-Marktplatz

Der Berliner Lieferkonzern Delivery Hero hat heute Pläne veröffentlicht, sein Logistics-as-a-Service-Angebot (“LaaS”) auf mehr als 25 Länder weltweit auszuweiten. Details nennt das Unternehmen nicht, aber in der Pressemitteilung heißt es unter anderem, Delivery Hero wolle die On-Demand-Zustellung, bei denen Kunden jedes Paket per Knopfdruck mit einem Delivery-Hero-Fahrer von A nach B schicken können, anbieten. Als Zielgruppen dafür nennt Delivery Hero E-Commerce-Marktplätze und -Plattformen, Restaurants sowie Apotheken und Lebensmittelhändler.

In Großbritannien ermöglicht es Amazon bereits den Supermarkt-Ketten Morrisons (siehe Bild) und Co-op, Lebensmittel über Amazon Prime zu verkaufen und am selben Tag auszuliefern. Angeblich will Amazon dieses Modell nun für diverse Händler in Europa und den USA zur Verfügung stellen: Unter dem Arbeitstitel “Amazon Fresh Marketplace” entwickelt, solle der Service kommendes Jahr in vielen europäischen Ländern sowie den USA ausgerollt werden, berichtet “The Information” (Paywall, kostenlose Zusammenfassung hier). Damit würde Amazon in Konkurrenz zu Plattform-Anbietern wie Instacart oder Doordash treten, aber natürlich auch Schnelllieferdienste wie Gorillas oder Flink angreifen können.

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